Gartenarbeiten im Mai

Gemüsegarten

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Nicht ohne den Kräuel

Bei der Arbeit im Gemüsegarten ist der Kräuel (Krail) unentbehrlich. Nicht auszudenken, müsste man ein Beet mit lehmiger Erde von Hand oder mithilfe eines simplen Grabstocks lockern und ausebnen. Mit dem Kräuel geht dies flugs von der Hand. Sobald ein Beet neu bestellt wird, lässt sich mit dem Kräuel Kompost einarbeiten. Dabei die oberste Schicht (5 bis 10 cm) lockern, etwas verfeinern und ausebnen. Folgende Kriterien erleichtern die Auswahl beim Kauf eines Kräuels: Das Gewicht inklusive Stiel aus Esche sollte rund 1 kg betragen. Vorn sollte das Gerät etwa 15 cm breit sein, die Länge der Zinken nach dem etwas mehr als rechtwinkligen Knick ungefähr 18 cm messen. Wer den Stiel parallel zum Weg führt, mit geradem Rücken locker hackt, dabei langsam vorwärts schreitet, erzielt ohne Anstrengung ein gutes Resultat. Ausgeebnet wird dann im Krebsgang.

Obstgarten

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Verzicht auf erste Früchte

Bei Obstgehölzen, die erst im Vorjahr gepflanzt wurden, empfiehlt es sich, alle Blüten, spätestens aber die Fruchtansätze, auszuknipsen. Denn in dieser Phase muss der Baum erst einmal seinen Pflanzschock überwinden und seine Kräfte in die Bildung von Wurzeln und jungen Trieben investieren. Zudem wird der Baum oftmals via Blüte mit Monilia und Feuerbrand infiziert. Die Ausbildung von Früchten ginge daher auf Kosten eines gesunden Wachstums. Wenn sich die Pflanze dann aber gut entwickelt, darf sie im Jahr darauf zur Freude ihres Besitzers die ersten Früchte austragen.

Ziergarten

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Star des Sommers

Wer es im Herbst versäumt hat, Lilien in seinen Garten zu pflanzen, kann dies derzeit noch tun. Lilienzwiebeln aus dem Kühlhaus, wie sie der Versandhandel anbietet, können sogar noch bis Ende Mai in den Boden gesteckt werden. Lilien sind wunderschön, anpassungsfähig, blühwillig und an passendem Standort einfach zu kultivieren. Besonders reichblühend sind Hybrid-Sorten, etwa die Asiatische Hybride «Enchantment» (Bild) oder Orientalische Lilien wie «Star Gazer» mit wundervollem Duft. Die Blütezeit dauert je nach Sorte von Juni bis August. Vor dem Pflanzen reifen Kompost in den Boden einarbeiten. Die Zwiebel etwa doppelt so tief setzen wie sie hoch ist, meist ist eine Pflanztiefe von 10 bis 15 cm ausreichend. Lilien schätzen einen sonnigen und warmen Standort mit gut gepflegtem, nährstoffreichem, aber durchlässigem Gartenboden. Der Wurzelbereich sollte beschattet sein. In feuchtem, lehmigem Boden empfiehlt es sich, die Zwiebeln auf eine Unterlage aus grobem Sand zu setzen. Tipp: Pflanzzeit für Amerikanische Wildlilien ist im September, für Madonnenlilien bereits im August.

Balkon

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Attraktive Lotusblume

In Kübeln gehaltene Lotusblumen (Nelumbo) kommen auch hierzulande zur Blüte. Gärtnereien verkaufen die Wasserpflanzen meist als nackte Wurzelsprosse (Rhizome), die zwischen April und Mitte Mai gepflanzt werden. Bei der Pflanzung wird ein wasserdichtes Gefäss zu einem Drittel mit Gartenerde gefüllt und Langzeitdünger für Seerosen eingearbeitet. Der Topf wird nun mit der gleichen Menge ungedüngter Gartenerde aufgefüllt. Anschliessend mit zimmerwarmem Wasser einschlämmen. Mit der Faust kann jetzt eine Mulde in die Erde gedrückt und das Rhizom so darauf gelegt werden, dass der Austrieb nach oben zeigt. Den Wurzelspross aber nicht mit Erde bedecken, sondern mit einem U-förmigen Drahtstück sichern. Anschliessend füllt man so viel Wasser ein, dass die Erde etwa handbreit bedeckt ist. Nach den Eisheiligen kommt der Mini-Teich an einen sonnigen, windgeschützten Platz ins Freie.

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