Energiespartipps: Genügsamer Haushalt

Der Energiekonsum im Durchschnittshaushalt wird umgekrempelt: Während der Wärmebedarf für Heizen und Warmwasser tendenziell sinkt, steigt der Anteil des privaten Stromverbrauchs leicht.

Der Gesamtenergieverbrauch der Schweizer Privathaushalte ist in den vergangenen 13 Jahren um fast 9 Prozent gestiegen. Ähnlich stark hat auch der Energiebedarf für das Heizen zugenommen.
Der Gesamtenergieverbrauch der Schweizer Privathaushalte ist in den vergangenen 13 Jahren um fast 9 Prozent gestiegen. Ähnlich stark hat auch der Energiebedarf für das Heizen zugenommen.

(knü) Der Gesamtenergieverbrauch der Schweizer Privathaushalte ist in den vergangenen 13 Jahren um fast 9 Prozent gestiegen. Ähnlich stark hat auch der Energiebedarf für das Heizen zugenommen. Die Energiestatistik des Bundes weist trotzdem eine steigende Energieeffizienz im Privathaushalt aus: Der durchschnittliche Wärmebedarf ist seit dem Jahr 2000 von 100 auf 86 kWh pro m2 Energiebezugsfläche gesunken. Im selben Zeitraum nahm auch der Energiebedarf nur für die Warmwassererzeugung ab. Weiterhin aber wird die meiste Energie im Haushalt als Wärme für das Beheizen und die Wassererwärmung verbraucht: Der Anteil am privaten Gesamtenergiekonsum für das Heizen lag zuletzt bei drei Vierteln respektive für Warmwasser bei rund 13 %. Fast gleich viel konsumiert ein Durchschnittshaushalt, nämlich rund 12 % des Energiebedarfs, in Form von Strom. Abhängig vom Gebäudestandard können sowohl der Gesamtenergiebedarf als auch die Verbrauchsanteile jedoch stark abweichen: Im Minergie-Neubau setzt sich das Energiebudget aus 75 % für Heizung und Warmwasser sowie einem Viertel für Strom zusammen.

Uneinheitlicher Stromverbrauch

Richtet man die Lupe auf den privaten Stromkonsum zeigen sich weitere grosse Unterschiede im Energieverbrauch: Für Waschen, Trocknen, Geschirrspülen und automatische Raumlüftung konsumieren die Privathaushalte fast doppelt so viel Strom wie vor 15 Jahren. Auch fürs Kochen und Backen ein wenig mehr verbraucht. Einzig bei Beleuchtung, Unterhaltungselektronik und Kühlgeräten sind die Verbrauchsanteile markant gesunken. Somit wird in der Küche der meiste Privatstrom verbraucht; im Einzelfall zeigt sich dennoch, wie die Energieeffizienz steigen kann.

Effiziente Geräte

Die Schweizerische Agentur für Energieeffizienz (S.A.F.E.) hat 1'200 Haushalte analysiert. Die repräsentativen Daten aus dem Jahr 2011 bestätigen, dass sich der Absatz energieeffizienter Geräte positiv auf das private Energiebudget auswirkt und den Anstieg des Stromkonsums insgesamt dämpft. Darum nahm der Stromverbrauch pro Haushalt seit 2006 durchschnittlich um mehr als 20 % ab.

Verbrauchsanteile im Energiebudget eines Privathaushalts

Anteile der unterschiedenen Verwendungszwecke am Endenergieverbrauch der Privaten Haushalte im Jahr 2013, BFE 2014

Anwendung im Privat-HH

Anteil am Energiekonsum

Energieform

Raumwärme

70,7 %

Hauptsächlich Wärme; vereinzelt Strom

Klima, Lüftung, Haustechnik

1,8 %

Strom

Warmwasser

12,5 %

Hauptsächlich Wärme; teilweise Strom

Kochen (inkl. Mikrowelle, Kaffeemaschine etc.), Geschirrspülen

3,7 %

Strom

Gefrieren, Kühlen

2,6 %

Strom

Waschen, Trocknen

2,0 %

Strom

Beleuchtung

1,9 %

Strom

Unterhaltung, Information, Kommunikation

1,9 %

Strom

sonstige Geräte, u. a. Föhn, Staubsauger

3,0 %

Strom

Teil 1 von 3

Teil 1: Energiespartipps: Genügsamer Haushalt

Teil 2: Effizientere Haushaltsgeräte, sparsamere Haushalte

Teil 3: Standby: Energie sparen im Haushalt

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