Erdrutschschäden an Gebäuden

Das beste Mittel, um ein Gebäude vor Erdrutsch zu schützen, ist das Bauen ausserhalb der Gefahrenzone. Aber auch bei bestehenden Häusern kann etwas unternommen werden.

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Unter Erdrutsch versteht man das Abgleiten von Gesteins- oder Erdmassen. Erdrutsche werden häufig durch starke Niederschläge, aber auch durch Erschütterungen - beispielsweise durch ein Erdbeben - ausgelöst. Als Bergrutsch bezeichnet man das Abgleiten meist grösserer Teile einer Bergflanke durch geologisch bedingte Unstabilitäten.

Einwirkungen auf das Gebäude

Je nachdem, wie der Erdrutsch das Gebäude erfasst, können Risse im Mauerwerk entstehen, Wandpartien einstürzen oder eingedrückt sowie ganze Bauten verschüttet werden. Das Gebäude kann auf der gleitenden Schicht verschoben oder schief gestellt werden.

Schutzmassnahmen

Den Hang stabilisieren

  • rutschgefährdete Hänge sichern (tief wurzelnde Bäume und Sträucher pflanzen)
  • rutschgefährdete Hänge mit «Erdnägeln» oder Holzkonstruktionen sichern
  • Meteorwasser abführen (Drainage des Hanges)

Bei einem Neubau

  • Prüfen Sie in den so genannten Gefahrenkatastern und Gefahrenkarten (bei der Gemeinde einsehbar), ob Ihre Parzelle in einem gefährdeten Gebiet liegt. Die Kataster und Karten geben die Art und das mögliche Ausmass einer Gefährdung an. Diese Prüfung empfiehlt sich vor allem für Bauparzellen in Bergregionen oder Hangsituationen.
  • Ziehen Sie Spezialisten bei. Fachpersonen für die Prüfung der Baugrundbeschaffenheit sind örtlich ansässige Geologen oder Ingenieure. Informieren Sie sich auch bei langjährigen Anwohnern, lokalen Bauunternehmen und beim Bauverwalter der Gemeinde über die Bodenbeschaffenheit resp. mögliche Gefahren.

Bei bestehenden Gebäuden

  • Abführung für Meteorwasser einbauen
  • mit Scheiben oder Pfählen die Last des Gebäudes in die unbewegte Erdschicht ableiten
  • Bodenplatte und Aussenwände verstärken

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