Aussicht auf gutes Ende
(msm) Max Jung führt in Thun ein eigenes Unternehmen und bewohnt mit seiner Frau Barbara seit 20 Jahren eine eigene Maisonettewohnung im Gwatt – eine sehr schöne Wohnung, wie er sagt. Trotzdem wird das Paar in einem knappen Jahr umziehen. «Im Alter wird es immer mühsamer, auf zwei Stockwerken zu leben», nennt Max Jung den Hauptgrund – der bei dem Unternehmer noch stärker ins Gewicht fällt, weil er auf den Rollstuhl angewiesen ist. Zudem sei die Einstellhalle nur von aussen zugänglich, was besonders im Winter mitunter schwierig ist. Intensiv zu suchen begonnen hätten sie vor sechs Jahren, erzählt Jung. Die definitive Wahl für ein Objekt sei aber immer wieder an kleinen Details gescheitert. Deshalb dauerte die Suche so lange, obwohl das Ehepaar geradezu professionell vorging: «Wir schauten die Baupublikationen im Anzeiger an und meldeten uns jeweils sofort telefonisch. Zudem durchsuchten wir das Internet und Zeitungsinserate und hinterlegten unsere Adresse und Bedürfnisse bei verschiedenen Immobilienfirmen.»
Mit dieser Vorgehensweise kamen Max und Barbara Jung schliesslich auch zu ihrem neuen Heim in einem neuen Elf-Familienhaus der Ramseier und Stucki Architekten AG. Auf dieses freuen sie sich: Die Attika-Wohnung wird im dritten Stockwerk liegen und die gewünschte Weitsicht bieten. Und: «Wir haben ein Bödeli für uns; das ist sehr praktisch, weil ich so den Wohnungsrollstuhl im Gang stehen lassen kann», sagt Max Jung. Auf einer Bruttogeschossfläche von 146 m² werden 4½ Zimmer zur Verfügung stehen, und eine 50 m² grosse Terrasse mit Sicht auf die Alpen wird zum Ausspannen einladen.
Wegen Max Jungs Handicap müssen in der Wohnung einige Dinge angepasst werden. Bad und Dusche werden rollstuhlgängig und damit relativ gross sein, die Kochinsel wird tiefer liegen als üblich, ebenso Kochherd und Steamer. Die Türe auf die Terrasse hinaus muss ganz eben sein – «Ich kann zwar Schwellen passieren, aber nicht, wenn ich beispielsweise mit einem Tablett und vollen Gläsern auf die Terrasse fahren möchte», sagt Jung. Die Wohnung wird mit den Anpassungen etwas mehr kosten als mit der Grundausstattung. Und vor allem hoffen er und seine Frau, dass die Wohnung ihren Vorstellungen und den Plänen entsprechen wird; zurzeit ist die Stelle in einem Thuner Wohnquartier erst eine Baugrube mit Aussicht auf die Berge.
Text und Bild: hausinfo
Letzte Aktualisierung:
02.07.2009
