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«Garten der fünf Sinne»

Seit 1655 wird das Schloss Yvoire von der Familie Bouvier bewohnt. Im Jahre 1986 gestaltete sie einen der Gärten im Zentrum der mittelalterlichen Anlage nach der Gartenkunst jener Epoche. 
 
Der «Garten der fünf Sinne» ist der Kunst und Symbolik der mittelalterlichen Gärten nachempfunden und stellt ein wahres Pflanzenlabyrinth dar. Jedes Jahr kommen weitere Pflanzen dazu. Der Garten besteht aus mehreren Teilen:
 

Sicht auf Garten und Schloss
  • Die «Prairie Alpine» erinnert daran, dass das Genferseebecken einst ein Gletschertal war. Die Besucher und Besucherinnen können sich an der alpinen Pflanzenwelt erfreuen, die auf das nahe gelegene Gebirge hinweist.
  • Der «Cloître des Charmilles» lädt zu Ruhe und Meditation inmitten von Heil- und Aromapflanzen ein. Im Mittelalter, als es noch keine eigentlichen medizinischen Fachbücher gab, waren diese Pflanzen von grosser Bedeutung. 

Eine Artischockenblüte in voller Pracht
  • Die «Tissage» stellt eine stark parfümierte weisse Rose einem «wilden Kraut» gegenüber. Auf diese Weise wird die Begegnung des Menschen mit der Natur und die Verbindung des Einfachen mit dem Raffinierten symbolisiert. Die Anlage bietet eine herrliche Aussicht auf Garten und Schloss.

Sicht auf einen der Labyrinthgärten
  • Das «Labyrinth» ist um ein grosses Vogelhaus herum angelegt. Es besteht aus vier Gärten, die von Buchenhecken und Obstbaumspalieren begrenzt sind.
  • Der «Jardin du Goût» enthält mittelalterliches Gemüse, Beeren, essbare Blumen, Kuriositäten aus dem Gemüsegarten sowie allgemein bekanntes Saisongemüse.
  • Im «Jardin de l'Odorat» betören die Pflanzen durch ihr Aroma. Der Duft der Blumen wird sanft eingeatmet – die Blätter entfalten ihren Duft bei der leisesten Berührung.
  • Der «Jardin du Toucher» macht auf die unterschiedlichen Oberflächenstrukturen der Pflanzen aufmerksam. Die Besucher berühren die Blätter, die vom sanften Flaum bis zum struppigen Brombeerstrauch reichen, und lassen sich von den Klebe- und Gummipflanzen beeindrucken.
  • Der «Jardin de la Vue» stellt mit seinen vielfältigen Farbnuancen, die von Hellblau bis Purpur reichen, eine wahre Augenweide dar. 

Brunnen und Sitzplatz im Schatten Der Gehörsinn wird durch das Vogelgezwitscher in den Käfigen und das Plätschern des Wassers in den Brunnen symbolisiert. Die Reben entlang den Mauern, die Obstbäume und ungewöhnliche Pflanzen wie die Lagerstroemia oder der Kakipflaumenbaum verleihen diesem Garten seinen ganz besonderen Charme.


Reisetipps
Öffnungszeiten 10. April bis 31. Mai 2010: 11.00 bis 18.00 Uhr, Montag geschlossen
01. Juni bis 31. August 2010: 10.00 bis 19.00 Uhr, täglich
01. September bis 03. Oktober 2010: 11.00 bis 18.00 Uhr
Eintrittspreise
Erwachsene: 10 Euro 
Kinder 6 bis 16 Jahren: 5.50 Euro
Studenten bis 26 Jahre: 8 Euro 
Anfahrt
In nur 25 Minuten gelangt man vom Genfer Stadtzentrum nach Yvoire. Richtung Thonon Evian bis Douvaine fahren. 300 m vom Garten entfernt gibt es zahlreiche Parkmöglichkeiten. Je nach Saison ist von Genf, Nyon, Lausanne, Thonon und Evian aus eine Anfahrt per Schiff möglich.



Text: Zeitschrift «Jardin romand», Marc-Henri Jan
Bilder: Zeitschrift «Jardin romand», Marc-Henri Jan, und «Jardin des Cinq Sens»
«Jardin romand»
 
 
 
 
 
 

Letzte Aktualisierung: 30.03.2011