Fleischfressende Pflanzen
Ob Fallgrube, Klapp-, Klebe-, Gruben- oder Reusenfalle: Die fleischfressenden Pflanzen zeichnen sich durch raffinierte Fangmethoden aus.
Kobralilie, Affenbecher, Fettkraut, Sonnentau, Venusfliegenfallen und Schlauchpflanzen – alle sind Insektivoren, d.h. Pflanzen, die sich von Insekten ernähren. Das Fettkraut oder der Sonnentau mit den dekorativen Blattrosetten und glitzernden Tautröpfchen hält für Insekten eine Klebefalle bereit. Die Schlauch- oder Kannenpflanze hingegen fängt ihre Nahrung mit einer Fallgrube. Die Darlingtonia californica – auch Kobralilie oder Draculapflanze genannt – besitzt ähnlich wie die Schlauch- und Kannenpflanze eine Grubenfalle. Die Öffnung im Kopf des Schlauches ist jedoch nach unten gerichtet. Wenn Insekten, die auf der Suche nach Nektar sind, die Pflanze wieder verlassen wollen, werden sie durch helle Flecken (Fenster) im Kopf des Schlauches getäuscht. Versucht ein Insekt, diesen Ausgang zu benutzen, rutscht es in den Kelch und wird durch die abwärts gerichteten Reusenhaare am Entkommen gehindert.
So schnappt die Venusfliegenfalle zu Die Venusfliegenfalle, eine der bekanntesten fleischfressenden Pflanzen, ist mit einer Klappfalle ausgerüstet. Auf jeder Hälfte der Falleninnenseiten sitzen drei Fühlborsten. Wenn die Borsten eine Berührung spüren, verändert sich der Druck in den Zellen, so dass die beiden Fallenhälften zusammen-klappen. Damit sich die Falle erneut öffnen kann, müssen die Zellen wieder wachsen. Nach drei Fängen stirbt die Falle.
Text: Zeitschrift «Schweizer Garten», Elsi Wepf
Bild: ImagePoint (Markus Haacke)
Letzte Aktualisierung:
16.02.2012

