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Tipps des Monats Februar

Gemüsegarten
     
Die Engerlinge im Komposthaufen sind keine Wurzelschädlinge, sondern die Larven des geschützten Rosenkäfers.Engerlinge im Kompost
Mai- und Junikäfer haben sich in den letzten Jahren masslos vermehrt und wurden zur Plage. Und plötzlich entdecken wir die Engerlinge auch noch beim Umsetzen des Komposthaufens. Doch das ist Fehlalarm, denn diese Engerlinge haben nichts mit den üblen Wurzelschädlingen zu tun, obwohl sie zum Verwechseln ähnlich aussehen. Was sich da im verrottenden Kompost tummelt, ist die Larve des geschützten, hübschen Rosenkäfers. Diese Engerlinge fressen keine frischen Wurzeln, sondern ernähren sich von abgestorbenen Pflanzenteilen, die dabei in wertvollen Humus verarbeitet werden. Finden sich diese Tiere beim Umschaufeln im warmen Inneren des Komposthaufens, müssen sie sorgfältig umdeponiert und wieder möglichst tief im neuen Haufen platziert werden.


Obstgarten
 

 
Pfirsichbäume, die nicht vor Regen geschützt sind, werden regelmässig von der Kräuselkrankheit befallen.Kräuselkrankheit bekämpfen
Pfirsichbäume, die nicht vor Regen geschützt sind, werden regelmässig von der Kräuselkrankheit befallen. Die Infektion setzt früh ein, weshalb eine rechtzeitige, vorbeugende Behandlung notwendig ist. Zum Einsatz gelangt dabei Kupfer (z.B. «Curpromaag», Maag) von Mitte bis Ende Februar, sobald die Knospen zu schwellen beginnen. Vorsicht bei Hausfassaden: Kupferhaltige Produkte färben blau.


Ziergarten 

       
Vor allem Kissenprimeln Primula acaulis oder korrekter Primula vulgaris machen es einem leicht, schon im Februar einen Hauch Frühling in den Garten zu bringen.Primus ist der Erste
Das lateinische «primus» steckt auch im Namen der Primel: Kennzeichen dafür, dass auch sie zu den ersten Blühern gehört. Vor allem Kissenprimeln Primula acaulis oder korrekter Primula vulgaris machen es einem leicht, schon im Februar einen Hauch Frühling in den Garten zu bringen. Die Pflanzen stehen massenhaft und in fast allen Farben zur Verfügung für Vor- und Steingärten, als Begleitpflanzen für Töpfe, Schalen und Rabatten.
Unterschiede beachten: Die reinen Winterblüher dieser Primeln brauchen kühle, helle, vor voller Sonne geschützte Plätze und einen gleichmässig feuchten Wurzelballen. Sie sind weniger für draussen geeignet. Mittelfrühe halten zwar leichte Fröste aus, sind aber auch nicht so frosthart wie Sorten für den Garten (erhältlich in Staudengärtnereien). Je nach Lage und Witterung öffnen sich deren erste Knospen im März, meist mit einer Vorblüte im Herbst. Sie passen gut zu Leberblümchen, Lungenkraut, Veilchen, Blumenzwiebeln und auch wunderbar zu weissen Narzissen.
Volkstümliche Schlüsselblumen (Primula veris) sind etwas zurückhaltender mit ihren hell- oder dunkelgelben Blüten auf höheren Stängeln. Einst wuchsen Wiesen- und Waldschlüsselblumen in Massen, inzwischen werden sie in freier Natur rar. Im Garten kann man Waldschlüsselblumen leicht wieder ansiedeln, zum Beispiel durch eine Direktsaat zu Füssen einer immergrünen Hecke, neben Vergissmeinnicht und kleinen Blumenzwiebeln wie Scilla. Für weitere Stellen im Garten sammelt man die braunen Samenstände kurz vor der völligen Reife. Ein paar Tage an der Wärme nachreifen lassen und danach sofort aussäen. Bis Herbst sind die Keimlinge da.


Balkon
 

     
Aus echten Ablegern lassen sich ganz einfach neue Pflanzen ziehen.Pflanzen einfach gezogen
Echte Ableger lassen sich ganz einfach ziehen. Völlig unproblematisch und besonders für Kinderhände leicht zu bewerkstelligen ist dies bei Ablegern von Grünlilie (Fliegender Holländer, Chlorophytum) und Judenbart (Saxifraga stolonifera). Mit einer Schere schneidet man sie von der Mutterpflanze weg und setzt sie in eigene Töpfchen. Ideal ist, wenn sich vorgängig schon einige Würzelchen gebildet haben – diese wachsen dann zügig an. Andernfalls ist es gut, im Sinne eines kleinen Treibhäuschens für einige Tage einen Plastiksack über den Topf zu stülpen oder das Pflänzchen mit dem Wurzelansatz ins Wasser zu stellen. Es gibt auch verschiedene Dickblattgewächse wie Fetthenne (Sedum), Geldbaum (Crassula) und Brutblatt (Bryophytum), die leicht bewurzelte Blätter und Triebe abwerfen, welche nach kurzer Zeit zu beachtlichen Pflanzen heranwachsen.



Text und Bilder: Zeitschrift «Schweizer Garten»  

Zeitschrift «Schweizer Garten»

 
 


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Letzte Aktualisierung: 15.02.2012