Hausinfo

Tipps des Monats Mai

Gemüsegarten
        
Jetzt sind Brennnesseln, Beinwell, Ackerschachtelhalm und Rainfarn so weit gediehen, dass sie einen ersten Schnitt fürs Jauchefass hergeben.Pflanzenjauche
Jetzt sind Brennnesseln, Beinwell, Ackerschachtelhalm und Rainfarn so weit gediehen, dass sie einen ersten Schnitt fürs Jauchefass hergeben. Brennnessel und Beinwell liefern den besten organischen Volldünger. Davon kann eine ordentliche Menge angesetzt werden. Schachtelhalm und Rainfarn wirken bei Pilzbefall. Hier reichen für den Sommer kleine Jauchemengen aus. Die Kräuter grob zerkleinern. Die Faustregel sagt: Für 10 l Wasser benötigt man 1 kg frisches Kraut. Im Holzfass oder in einer Kunststofftonne mit kaltem Wasser ansetzen, mit einem Deckel oder einem Gitter als Schutz vor Kleinlebewesen locker abdecken. Nach wenigen Tagen beginnt der Gärprozess und damit auch der Gestank. Steinmehl oder EM-Keramikpulver dämmen die «Düfte» ein. Täglich mit einem hölzernen Stock die Jauche umrühren, was den Reifeprozess fördert. Je nach Witterung nach drei Wochen, im warmen Sommer nach 14 Tagen, klärt sich das Gebräu und kann mit 100 ml bis 200 ml pro 10 l Wasser, bei trübem Wetter oder abends in den Wurzelbereich gegossen werden. Gemüse ausser Hülsenfrüchte vertragen alle zwei Wochen eine Gabe vom nährstoffreichen Ansatz. Gegen Pilzbefall das Blattwerk mit Schachtelhalm- oder Rainfarnjauche (nur 100 ml auf 10 l Wasser) übersprengen.
Tipp: Die vergorenen Blätterreste (Bodensatz) können bei den Starkzehrern wie Kohlgewächse als Mulch ausgebreitet oder im Kompost eingearbeitet werden!


Obstgarten
 

 
Jetzt ist der geeignete Zeitpunkt, um Obstbäume zu pfropfen.Rindenpfropfen an Obstbäumen
Derzeit verzeichnen die Pflanzen den maximalen Blattzuwachs und sind voll im Saft. Das ist der geeignete Zeitpunkt, um Obstbäume zu pfropfen. Die grösste Herausforderung stellt die korrekte Lagerung der Edelreiser dar – diese dürfen bis zur Verwendung weder vertrocknen noch austreiben. Jetzt wird das Rindenpfropfen (Bild) vorgenommen. Dabei wird das Edelreis unter die Rinde des zu pfropfenden Baumes geschoben.
Vor dem Pfropfen wird der Baum grosszügig «abgeworfen»: Die Leitäste werden stark eingekürzt, die bestehende Krone entfernt. Diese Massnahme sorgt dafür, dass im Saftstrom des Baumes genügend Druck entsteht und die Edelreiser gut versorgt werden. Beim Kernobst sind – bei guter Edelreiser-Qualität – Anwachsraten von 80 bis 90 % üblich, beim Steinobst liegen sie deutlich tiefer. Bereits nach kurzer Zeit ist ersichtlich, ob das Edelreis anwächst – die Knospen beginnen zu schwellen und treiben aus – oder der Baum den «Fremdkörper» abstösst.


Ziergarten 

      
Ein Highlight im Ziergarten ist die Blüte des Staudenmohns (Papaver orientale).Staudenmohn
Ein Highlight im Ziergarten ist die Blüte des Staudenmohns (Papaver orientale). Gute Pflanzpartner dazu sind Lupinen, Rittersporn, Taglilien, Gartenmargeriten. Mohn wünscht einen nahrhaften Gartenboden an einem vollsonnigen Standort. Er braucht nicht viel Platz, da sich die Blätter bald nach der Blüte einziehen und erst im Frühherbst wieder austreiben. Bei normaler Pflege zeigen sich die Pflanzen erfreulich ausdauernd, stauende Nässe ist aber lebensbedrohlich.
Blaue Sibirische Schwertlilien eignen sich ebenfalls als Partner zu Mohn. Sie wünschen jedoch etwas feuchtere Erde. Beiden Stauden wird man gerecht, wenn man eine blaublühende Sibirische Schwertlilie im Uferbereich eines Gartenteiches setzt und den roten Mohn in der anschliessenden trockeneren Staudenrabatte. Sibirische Schwertlilien blühen lange und genügsam. Man gräbt sie erst zum Teilen aus, wenn die Horste innen «verkahlen». Gleich nach der Blüte oder im Frühjahr bei Wachstumsbeginn teilen und neu pflanzen.


Balkon
  
Ende Mai bekommen die Töpfe mit Tomaten, Peperoni und Auberginen ihren Sonnenplatz auf Balkon und Terrasse.Leckeres Balkongemüse
Ende Mai bekommen die Töpfe mit Tomaten, Peperoni und Auberginen ihren Sonnenplatz auf Balkon und Terrasse. Regelmässig werden die Seitentriebe der Tomaten entfernt, nur der Haupttrieb bleibt stehen. Tomaten sind hungrige Gewächse. Im Sommer wird der Wurzelballen täglich durchdringend gegossen, was aber die Nährstoffe ausschwemmt, sodass ein Tomaten- oder Gemüsedünger verabreicht werden muss (eine Handvoll pro Pflanze). Die genaue Düngermenge findet man auf der Verpackung. Oberflächlich etwas einarbeiten und wieder gut giessen genügt.
Auberginen und Peperoni lässt man bis zu einer Höhe von 5 bis 6 Blättern wachsen. Dann werden sie entspitzt. Erst an den nun entstehenden Seitentrieben bilden sich die begehrten Früchte aus.



Text: Zeitschrift «Schweizer Garten»  

Bilder: Zeitschrift «Schweizer Garten»  

Zeitschrift «Schweizer Garten»

 
 


Aktuell im Forum diskutiert
Aktuell im Forum diskutiert
Datum: 20.05.2012
Letzte Aktualisierung: 09.05.2012
URL: http://www.hausinfo.ch/home/de/garten/aktuelle_gartenarbeiten.html