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Der Kürbis ist ein Sonnenkind
Kürbis bildet die grössten Einzelfrüchte im Pflanzenreich aus. Kultiviert werden mehrere Arten, die zum Wachsen alle viel Sonne benötigen.

(sku) Der Kürbis war ursprünglich ausschliesslich in Amerika beheimatet. Heute werden die unterschiedlichsten Arten fast weltweit kultiviert. Der Kürbis gehört zur Familie Cucurbitaceae. Die Hauptarten sind der Gartenkürbis (Cucurbita pepo), der Riesenkürbis (Cucurbita maxima), der Moschuskürbis (Cucurbita moschata) sowie der Feigenblattkürbis (Cucurbita ficifolia). Insgesamt gibt es mehr als 800 verschiedene Kürbissorten, die sich in Form, Farbe und Grösse unterscheiden.
Alle Arten sind frostempfindlich und benötigen zum Wachsen viel Sonne. Der Kürbis zählt zu den grössten Einzelfrüchten im Pflanzenreich. Botanisch korrekt zählt er nicht zum Gemüse, sondern zu den Beerenfrüchten, wie zum Beispiel Bananen und
Tomaten.
Die Aussaat des wärmebedürftigen Kürbis erfolgt im Frühjahr als Vorkultur unter Glas in kleine Töpfe. Eigene Kürbiskerne aus dem Vorjahr sollten nicht zur Neuaussaat verwendet werden. Kürbisse kreuzen sich miteinander, so das selten wieder die selbe Sorte heranwächst. Ins Freie kommen die Jungpflanzen erst dann, wenn keine Nachtfröste mehr drohen.
Der Platzbedarf der einzelnen Kürbisse ist sehr unterschiedlich, manche Sorten wachsen buschförmig, andere Sorten bilden lange Ranken. Bewährt hat sich ein Pflanzabstand von etwa 1 m bis 1,5 m. Kürbisse wachsen am besten in humoser Erde an sonniger Stelle. Die Pflanzen sind sehr nährstoffbedürftig. Es lohnt sich deshalb, die Pflanzerde mit
Kompost anzureichern oder die Pflanzen direkt auf gebrauchsfertige Kompostmieten zu pflanzen.
Reichlich Vitamine
Kürbisse enthalten die Vitamine A, B, C und E. Vitamin A ist besonders wichtig für die Augen und den Stoffwechsel der Haut und Schleimhaut. Im Kürbis ist Vitamin A als Carotin enthalten. Vitamin B trägt zur Energiegewinnung bei und ist erforderlich für die Funktionsfähigkeit des Nervensystems. Vitamin C schützt das Immunsystem. Vitamin E ist ein wichtiges Vitamin für den Fettstoffwechsel. Zudem enthalten Kürbisse Ballaststoffe und die Mineralien Kalium, Calcium und Folsäure.
Verwendet werden Kürbisse als gekochtes, gebratenes oder gebackenes Gemüse. Kürbiskuchen oder Kürbissuppe sind Beispiele. Speisekürbisse sind im Prinzip auch roh essbar, aber nicht unbedingt sehr schmackhaft. Seltener werden Sprossspitzen und Blätter als Gemüse verwendet. Die Samen werden dagegen häufig genutzt, geröstet als Snack oder zum Herstellen von Öl. Kürbiskernöl enthält die wichtigen Inhaltsstoffe des Kürbisses in konzentrierter Form und zusätzlich einen besonderen Stoff namens Beta Sitosterin. Dieses Pflanzenhormon vermindert im menschlichen Körper die Cholesterinaufnahme. Kürbiskernöl wirkt deshalb cholesterinsenkend.
- Muscat de Provence, aromatisches Fruchtfleisch, sehr haltbar
- Cinderella, sehr ertragreich und gut haltbar
- Rouge Vif d'Etampes, schmackhaftes Fruchtfleisch, stark rankend
- Atlantic Giant, Riesenkürbis, späte Reife
- Baby Bear, schmackhaftes Fruchtfleisch, gut haltbar
- Potimarron oder Hokkaido, Edelkastanien-Geschmack, zwiebelförmig, grosser Zierwert
- Spooktacular, flachrunde Früchte, gut geeignet für kleine Laternen
- Early Butternut, sehr frühe Sorte mit glatten, hellen Früchten
- Sunshine, aussergewöhnlich süsses Fruchtfleisch
- Jack be little, sehr beliebt zum Kochen und Frittieren, gut haltbar
Die verschiedenen Kürbissarten unterscheiden sich in der Erntereife. In der Regel beginnt die Ernte im Spätsommer und zieht sich bis in den Herbst hinein. Am besten erkennt man die Reife am Stielansatz. Er sollte hart und trocken sein. Bei der Ernte sollte immer ein Stück vom Stiel am Kürbis bleiben. Er hält dann besser. Die Kürbisse vor den ersten Nachtfrösten ernten. Gelagert werden die Früchte kühl und trocken, aber frostfrei. Reif geerntete und gut gelagerte Kürbisse sind bis zum Frühjahr haltbar.
Kürbis als Laterne
Weit verbreitet ist der Brauch, zu Halloween Kürbisse in Laternen zu verwandeln. Dazu besonders geeignet sind die Sorten 'Jack O'Lantern', 'Racer' oder 'Aspen'. Ganz einfach geht's, wenn der Deckel des Kürbisses weggeschnitten und das Fruchtfleisch mit einem Kürbismesser, Butterflöckchen-Schaber oder Eislöffel bis auf 1-1,5 cm Rand herausgeschnitten wird. Mit einem Teppich- oder Schnitzmesser können danach beliebige Formen in den Kürbis geschnitzt werden.
Text: hausinfo
Bilder: ImagePoint (Creativ Studio Heinemann, Marina Horvat / Fotostudio Lenslines)
Letzte Aktualisierung:
10.05.2012