Architektur-Reportage: Haus der Öfen
In jedem Zimmer ein antiker Ofen: Ein Chalet im Berner Oberland wurde praktisch um seine sechs Öfen herum gebaut. Hausinfo konnte einen Blick auf die originellen Stücke werfen, die von der traditionsreichen Geschichte der Holzöfen erzählen.

(ves/mei) Der grösste Ofen – und damit das eigentliche Herzstück des Chalets – befindet sich in der grosszügigen und hellen Stube. Mit den «klassischen» flaschengrünen Kacheln erstrahlt der Ofen in bäuerlich-rustikalem Stil. Daniel Perler und seine Mitarbeiter entwarfen und installierten den Ofen extra für die Stube: Die Kacheln wurden restauriert und neu zusammengefügt, die Platte aus Sandstein musste neu gegossen werden.
Kochen auf antikem HerdBlickfang in der Küche ist der herrschaftliche Herd, der aus zwei Teilen besteht: Auf der linken Seite befindet sich die Holzfeuerung, auf der rechten Seite ist ein Glaskeramik-Kochfeld eingebaut. Auf diese Weise wurden alte und neue Elemente miteinander verbunden. Neu gefertigt werden musste die schwarze Haube über dem Herd: In ihr verbergen sich der Dampfabzug und Lichtelemente, die für eine optimale Beleuchtung des Herdes sorgen.
Ein Ofen für jedes SchlafzimmerNeben Küche und Stube sind auch die vier Schlafzimmer des Chalets mit jeweils einem Ofen ausgestattet. Die Modelle unterscheiden sich nicht nur in ihrer Form, sondern auch in ihrer Gestaltung. So wirkt der schwarze, viereckige Triumph-Ofen (Sursee) aus dem Jahre 1880 durch seine schmale Form filigran und schlicht.
Der runde, mit weissen Kacheln ausgestattete Ofen aus der Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie hingegen zieht wegen der für einen Ofen aus dieser Epoche ungewöhnlichen Farbe sofort die Blicke auf sich.
Die RealisierungFür die Restaurierung und den Einbau der antiken Öfen waren Daniel Perler und die Mitarbeiter von Perler, Herrmann & Co. zuständig. Die Firma aus Wabern hat sich auf die Restaurierung antiker Herde und Öfen spezialisiert.
Text und Bilder: hausinfo
Letzte Aktualisierung:
11.01.2012

