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Bauherrenbegleitung: Das Raumprogramm
Wie wissen Bauherren, was sie genau wollen? Heidi Lutstorf und Dietrich Bögli begannen mit dem Raumbedarf und kamen über Material- und Energiewünsche ohne grosse Probleme zur endgültigen Form.
(msc) Sich das eigene künftige Haus im Geiste vorstellen ist das Eine. Geht es an die richtige Planung, gilt es, sich in vielen Dingen klar zu werden: Wie viele Räume muss es haben? Wie gross sollen sie sein? Unseren Bauherren fielen die Entscheidungen relativ leicht.
«Wir haben zuerst ein Raumprogramm gemacht», sagt Dietrich Bögli. Anhand eines Vergleichs mit der heutigen Wohnung hätten sie geschaut, wo der Platz ausreichend ist, wo zu knapp und wo eher überflüssig. Ein Büro im Erdgeschoss sei eine Voraussetzung gewesen, sagt Heidi Lutstorf. Und: «Da wir mehr als ein Kind haben möchten, brauchen wir genug Zimmer.» So kamen Bögli und Lutstorf auf sechs Zimmer und die ungefähren Flächen der Räume.

Eindeutig Holz
Sofort einig war sich das Paar beim Material: Für beide war klar, dass es ein Holzhaus sein sollte, insbesondere die Fassade. Der Rohstoff gefällt ihnen sehr, ausserdem passe es auch gut zum Bauernhaus der Eltern von Dietrich Bögli nebenan, findet Heidi Lutstorf.
Für das Satteldach – das «normale» Schrägdach mit einem Giebel – anstelle eines Flachdaches entschieden sie sich unter anderem, weil sie auf einen Keller verzichteten: «Wir wogen ab, ob wir wirklich einen Keller brauchen würden. Abgesehen von der Funktion als Lagerraum ist es aber nicht zwingend notwendig», sagt Dietrich Bögli. Im Gewölbekeller seiner Eltern hat es genügend Platz, und um doch noch etwas Stauraum zu erhalten, gibt es jetzt ein Schrägdach. Dieses bietet mit einer Südausrichtung zudem bereits die Neigung zur Nutzung von Sonnenenergie. Und es habe ihnen in der Nachbarschaft zum Bauernhaus auch vom Aussehen her am besten gefallen, meint Heidi Lutstorf.
In Diskussion einig geworden
Ganz ohne anfängliche Meinungsverschiedenheiten ging es beim Bauherren-Paar nicht. Aber gestritten hätten sie nie, meint Dietrich Bögli: «Wir haben schon ein paar Sachen diskutiert, fanden uns aber meistens schnell.» So hat sich bei der Heizung Heidi Lutstorf durchgesetzt; ihr Partner fand zu Beginn eine Wärmeverteilung vom Stückgutofen im Parterre durch Radiatoren in der oberen Etage nicht nötig. Jetzt soll sie realisiert werden. Dagegen ist der Verzicht auf einen Keller das Ergebnis von Böglis Überzeugungsarbeit.
Dass ihr neues Haus Energie effizient nutzen soll, war für beide Bauherren von Beginn weg klar. Vom Label Minergie kamen sie rasch auf Minergie-P, wie Dietrich Bögli erklärt: «Wir haben gesehen, dass der strengere Standard bei einem Neubau ohne grossen Mehraufwand möglich und am Ende auch wirtschaftlich ist.» Dieser Entscheid habe schliesslich die Form des Hauses mit beeinflusst, sagt Heidi Lutstorf. Denn Minergie-P-Häuser setzen einfache und schlichte Formen voraus, damit die hohe Dichtigkeit der Gebäudehülle realisiert werden kann.
Text und Bilder: hausinfo
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Letzte Aktualisierung:
02.02.2011