Do-it-yourself: Laminat verlegen
Laminatböden sind eine gebräuchliche Alternative zu Parkett-, Stein-, Kunststoff- oder Teppichbelägen. Sie sind leicht zu reinigen und unter Verwendung von Klicklaminaten recht einfach und ganz ohne Leim zu verlegen.
Materialwahl(stö) Die Beanspruchung des Bodens soll über die Materialwahl entscheiden. Lassen Sie sich bei Ihrem Einkauf daher beraten.
Laminatplatten sind mehrschichtig aufgebaut und bestehen in der Regel aus einer 6 bis 8 mm dicken mittel- oder hochdichten Faserplatte. Darauf klebt eine Dekorschicht mit Holz, Stein- oder Fantasie-Mustern. An der Unterseite der Laminat-Paneele befindet sich mit dem formstabilisierenden Gegenzug eine weitere Schicht.
Ausmessen
Erstellen Sie einen massstabgetreuen Grundriss der zu belegenden Fläche und zeichnen Sie allfällige Besonderheiten des Raumes wie Nischen, Aussparungen für Fenster, Heizungsrohre etc. ebenfalls ein. Beim Ermitteln des Bedarfs gilt die Faustregel
- Fläche des Raumes plus 10 % Verschnitt.
Bei der Feuchtigkeitsisolation sind Überlappungen von 20 cm in die Berechnung miteinzubeziehen.
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Vorarbeiten
Der Untergrund muss trocken und eben sein. Bei einer Bodenheizung sowie bei einem mineralischen Unterboden (Beton- oder Steinplatten) ist die Verwendung einer Feuchtigkeitssperre zwingend notwendig. Bitte beachten Sie die genauen Hinweise auf der Rückseite der entsprechenden Produkteinleger.
- Nivellieren
Wenn der Untergrund höhere Unebenheiten als 4 mm auf einen Meter aufweist, sollten sie mit Spachtelmasse nivelliert werden. Für grossflächigere Nivellierungen (auch Holzböden) empfiehlt sich Fliessspachtel. Auch sollten knarrende Holzböden vorgängig festgeschraubt werden. - Dampfsperre
Bei der Verwendung einer Dampfsperre (Feuchtigkeitssperre), z.B. in Form einer PE-Folie, muss diese immer zuunterst zu liegen kommen. Die einzelnen Bahnen sollten sich mindestens um 20 cm überlappen und zusätzlich mit breitem Klebband abgedichtet werden. - Trittschallisolation
Je nach Bedarf kann über die Feuchtigkeitssperre eine Trittschallisolation aus Schaumstoff, Kork oder Filz gelegt werden. Die Verlegung erfolgt nicht überlappend, sondern aneinanderstossend. Fixierung mit Klebband.
Hauptarbeiten
Die Verlegung erfolgt schwimmend, d.h. der Laminatboden wird mit dem Untergrund nicht fest verbunden, weder verleimt noch angenagelt oder -geschraubt.
- Laufrichtung / Versatz
Die Platten werden in der Regel in der Laufrichtung der Lichtquelle verlegt (Ausnahme: Auf alten Holzböden erfolgt die Verlegung quer zu deren Laufrichtung). Der seitliche Versatz (Verschiebung der Laminatplatten in der Längsrichtung) sollte aus Stabilitätsgründen mindestens 40 cm aufweisen. - Dehnungsfuge
Zwischen dem Laminatboden und den Wänden muss mit Abstandhaltern eine Dehnungsfuge von mind. 10 mm offen gelassen werden. - Rechtwinkliger Raum
In einem rechtwinkligen Raum kann gleich mit dem Verlegen begonnen werden. Falls die letzte Reihe der Laminatplatten an der gegenüberliegenden Wand schmaler als 5 cm werden sollte, stutzen Sie die erste Reihe der Länge nach. So wird die letzte Reihe entsprechend breiter. Stirnseitige Schnittstellen vor dem Sägen vorgängig mit rechtem Winkel anzeichnen. Die seitlichen Schnittkanten müssen beim Verlegen wandwärts zeigen, damit Nut und Feder auf der gegenüberliegenden Seite ineinander geklickt werden können. - Nicht rechtwinkliger Raum
Läuft der Raum aus dem Winkel, so empfiehlt es sich, den gewünschten Winkel (z.B. 90 Grad zur Lichtquelle) zu bestimmen und diesen am Boden für die erste Bahn anzuzeichnen. Die erste Bahn muss danach entsprechend zugeschnitten werden. - Zuschneiden
Für das Zuschneiden eignet sich eine elektrische Stichsäge. Um einen möglichst sauberen Schnitt zu erhalten, sollten die Laminatbeläge mit der nach oben gewendeten Rückseite gesägt werden. - Einpassen
Anschliessend werden die weiteren Elemente satt eingeklickt. Immer zuerst in der Längsrichtung, anschliessend quer einklopfen. Das letzte Stück einer Reihe wird um 180 Grad gedreht, damit die benötigte Länge genau angezeichnet werden kann.
Am Schluss, respektive vor dem Verlegen der Fussleisten, können die Distanzstücke entfernt werden.
Infobox
Text: hausinfo
Bilder: Bosch, ImagePoint (f8-Das Bild)
Letzte Aktualisierung:
04.02.2010

Sie können die Trockenheit des Untergrunds nachprüfen, indem Sie eine Glasplatte oder eine Plastikfolie über Nacht darauf legen. Ist die Platte am nächsten Morgen beschlagen oder weist sie Tropfen auf, ist der Boden zu feucht. 