Do-it-yourself: Verlegen von Gartenplatten
Beton, Naturstein, Kies, Verbund- oder Pflastersteine: Den Materialien zur Erstellung eines Garten-Gehwegs sind kaum Grenzen gesetzt. Zu den am häufigsten gewählten Varianten gehört das Verlegen von Platten.
Materialwahl(pg) Gehwegplatten sind in vielen verschiedenen Materialien, Farben und Formen erhältlich. Unabhängig davon, ob Sie Ihren Traum vom gepflegten englischen oder zierlichen japanischen Garten erfüllen oder ob Sie eine schlichte Magerwiese bevorzugen: Für jeden Geschmack und für jedes Portemonnaie lassen sich problemlos die passenden Platten für Ihren Gehweg finden. Die Witterungsbeständigkeit der Naturstein- oder Betonplatten, die Stoss- sowie natürlich die Frostfestigkeit sind die wichtigsten Kriterien. Ausserdem sollte der Weg rutschfest sein. Grundsätzlich gelten Gehwegplatten aus Naturstein als etwas empfindlicher und entsprechend auch etwas teurer als Platten aus Beton. Gebräuchliche Natursteine sind Basalt, Sandstein, Granit, Quarzit, Schiefer, Basaltlava und Marmor.
Ausmessen
Beachten Sie bei den Massen des Gehwegs immer dessen Sinn und Zweck und überlegen Sie sich den genauen Verlauf des Wegs. Der Hauptgehweg vom Garten zum Haus oder in die Garage darf also ruhig etwas breiter sein als beispielsweise der Weg zwischen verschiedenen Gartenbeeten. Gehwegplatten finden sich in verschiedensten Längen und Breiten. Im Fachhandel oder zu Hause lassen sie sich mit entsprechenden Werkzeugen wie Steinknacker oder Winkelschleifer auf die gewünschten Masse anpassen.
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Die einfachste Variante
Wer seinen Gehweg in erster Linie dazu anlegen will, schnell und ohne verdreckte Schuhe vom Haus zum Garten und zurück zu gelangen, findet im riesigen Angebot von Natursteinplatten bestimmt die passenden Exemplare, die in loser Folge im Rasen des Gartens verlegt werden können. Platzieren Sie die Platten entsprechend der von Ihnen gewählten Schrittlänge, beachten Sie, dass die Platten fest auf dem Untergrund zu liegen kommen – und fertig ist Ihr Gartenweg. Der Nachteil dieser Variante ist, dass beim Rasenmähen das Gras an den Plattenrändern von Hand zurückgeschnitten werden muss.
Die «Profi-Variante» / HauptarbeitenDie fachmännischere Art des Plattenverlegens im Garten ist aufwändiger, erfordert aber gleichwohl nur wenig Kenntnisse:
- Markierung
Markieren Sie zuerst die Länge, Breite und Höhe des geplanten Gehwegs mit Hilfe von Holzpflöcken und Schlagschnüren.
- Aushub
Anschliessend heben Sie den Weg innerhalb der Markierung 25 bis 30 cm tief aus. Füllen Sie nun rund 15 cm Schotter auf und verdichten Sie diesen. Anschliessend füllen Sie eine Schicht von rund 5 cm Basaltsplitt (3-5 mm) ein und ziehen diesen längs oder quer mit einer Latte ab. - Platten verlegen
Auf dieser Kofferung genannten Schicht werden nun die Gehwegplatten verlegt. Dabei gilt es zu beachten, dass immer zuerst eine Längsseite, dann eine Kurzseite zu verlegen ist. Die Platten dürfen nicht in direktem Kontakt zueinander zu liegen kommen. Sie müssen bei der Platzierung der Platten daher schmale Fugen offen lassen. Möchte man die Fugen später begrünen, können zwischen den Steinen spezielle Distanzstückchen verlegt werden, die dann später vom Fugenmaterial verdeckt werden. In der Regel bleiben bei Platten die Fugen sehr schmal. Klopfen Sie die einzelnen Platten immer mit einem Gummihammer leicht an und bringen Sie alle bereits verlegten Platten in eine einheitliche Höhe. Wenn eine Platte zu tief liegt, sollten Sie die Platte nochmals ganz entfernen und vollflächig mit mehr Schotter und Basalt unterlegen, damit möglichst wenig Hohlräume entstehen. Ist der Belag komplett, muss er mit einem Stampfer oder einem motorisierten Rüttler fixiert werden. - Fugen einschwemmen
Abschliessend gilt es, die Fugen mit Quarzsand einzuschwemmen. Dabei wird Sand auf die Platten verteilt und in die Fugen gefegt. Mit Hilfe eines Gartenschlauchs wird der Sand anschliessend ohne allzu viel Druck tief in die Fugen gespült, wobei er sich verdichtet.
Unkraut / Reinigung
Durch die Fugen zwischen den einzelnen Platten wächst häufig Gras oder Unkraut hindurch. Mit einem passenden Fugenkratzer lässt sich dieses problemlos entfernen. Sie können dem Unkraut im Rahmen der Plattenreinigung auch mit dem Hochdruckreiniger zu Leibe rücken, allenfalls spülen Sie damit aber auch den Sand zwischen den Fugen aus und müssen ihn nachher wieder auffüllen.
Laden Sie hier die Infobox (PDF) mit Angaben zu Material, Werkzeug, Schwierigkeitsgrad und Zeitaufwand herunter.
Text: hausinfo
Datum:
22.05.2012
Letzte Aktualisierung:
21.03.2012
URL:
http://www.hausinfo.ch/home/de/gebaeude/do-it-yourself/garten.html

