Energieverbrauch

Energieverbrauch
In der Schweiz steigt der Energieverbrauch kontinuierlich an. In den letzten Jahren hat sich die jährliche Zunahme bei über einem Prozent eingependelt. Dieser Trend zum wachsenden Energiekonsum wird sich mittel- und langfristig fortsetzen.
 
Die Ursachen für den steigenden Energieverbrauch sind nicht nur im Wachstum der Bevölkerung zu suchen, sondern auch bei der erhöhten Nachfrage durch die Haushalte.(knü) Seit dem Jahre 1950 hat sich der Schweizer Energieverbrauch beinahe verfünffacht. Insbesondere ab den 70er Jahren hat sich das Wachstum unter anderem aufgrund von Erdölkrisen und der Energiepolitik etwas abgeschwächt. Doch auch in Anbetracht der aktuellen Klimadiskussion wird der jährliche Endenergiekonsum in der Schweiz weiter zunehmen. Gemäss den Energiesperspektiven des Bundes ist ohne zusätzliche Sparanstrengungen mit einer Steigerung des Energiekonsums von knapp 2 Prozent für die nächsten 30 Jahre zu rechnen.
 
Mit einem Anteil von knapp unter 60 % wird der Energieverbrauch nach wie vor am stärksten durch das Erdöl abgedeckt. Elektrizität (rund 23 %) und Erdgas (zirka 12 %) folgen an zweiter und dritter Stelle. Ihre Anteile nahmen zuletzt leicht zu. Während die Bedeutung der Kohle als Energieträger gegen Null sinkt, befinden sich insbesondere Holz und weitere erneuerbare Energien wie Wind und Sonne im leichten Aufwärtstrend – nicht zuletzt dank der Förderung von Bund und Kantonen.
 
Der verringerte Stromverbrauch neuer wird häufig durch die Anschaffung zusätzlicher Geräte wieder wettgemacht.Energieverbrauch im Haushalt
Die Ursachen für den steigenden Energieverbrauch sind nicht nur im Wachstum der Bevölkerung zu suchen, sondern auch bei der erhöhten Nachfrage durch die Haushalte. Diese allein sind für einen Viertel des Konsums verantwortlich. Zum einen steigt hier der Wärmebedarf. Beim Neubau beziehungsweise bei der Sanierung wird zu wenig in eine bessere Dämmung der Gebäudehülle investiert. Zum andern nimmt die Automatisierung im Wohnbereich zu. Mittlerweile sind viele Wohnungen mit Elektrogeräten ausgerüstet, die vor wenigen Jahren oder Jahrzehnten gar nicht oder höchstens einmal pro Haus zu finden waren. Dazu gehören Kühlgeräte, Wasch- und Geschirrspülmaschine und Tumbler. Nicht mehr wegzudenken sind auch Fernseher, Computer, Drucker, Stereoanlage und Mikrowelle. Auch bei der Beleuchtung wird zu oft nicht an einen sparsamen Energiekonsum gedacht.
Je grösser der Gerätepark im Privathaushalt wird, und je stärker dieser in Anspruch genommen wird, umso mehr steigt auch der Energiekonsum. Dennoch kann beim Kauf von Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik auf deren Energieeffizienz geachtet werden. Bei vielen Produktetypen ist beispielsweise auf die energieEtikette zu achten.
 
Strom sparen in der Zukunft
Unterhaltungsgeräte im Stand-By-Modus sind schlafende Stromfresser. Wer HiFi-Anlage, Video, DVD und Fernseher konsequent beispielsweise mit einer Steckerleiste ausschaltet, kann den Elektrizitätsverbrauch im Haushalt deutlich reduzieren. In den kommenden Jahren sollen neue Technologien und Optimierungen dazu beitragen, den Energiekonsum zu senken:
  • Haushaltsgeräte mindestens mit energieEtikette A
  • Induktions-Kochherd
  • Geschirrspüler und Waschmaschinen mit Warmwasseranschluss (bei Wärmepumpen , moderner Zentralheizung, Holz und Sonnenkollektoren)
  • Leuchtstofflampe statt Glüh-/Halogenlampe
  • LED-Leuchten
  • LCD-Fernseher statt Röhren
  • Notebook-Technologie für Desktop-PC
 
Text: hausinfo
Bilder: Gebäudeversicherung Bern, Electrolux
Letzte Aktualisierung: 04.06.2009