Systemwahl für eine Wärmepumpen-Anlage
Welche Energiequelle und welches Wärmepumpen-System gewählt wird, hängt von der Höhenlage des Gebäudes, der vorhandenen Energiequelle und den Vorschriften über die Grundwasserschutzzonen ab.
(ves) In der Regel werden Ein- und Mehrfamilienhäuser (bis maximal 6 Wohnungen) monovalent – ausschliesslich mit einer Wärmepumpe – beheizt. Grössere Gebäude hingegen können auch bivalent (zusätzlich mit Gas, Öl) oder Holz betrieben werden.
Bei der Wahl des Systems sollte darauf geachtet werden, dass die Wärmequelle mit der höchsten Temperatur verwendet wird. Dadurch erhöht sich der Nutzungsgrad, es entsteht nicht Frostgefahr und bei kleiner Distanz zum Heizobjekt (Gebäude) bleiben die Investitions- und Unterhaltskosten tief.
Luft-Wasser-Wärmepumpen sind beliebt
Zwei Drittel der in der Schweiz installierten Wärmepumpen sind Luft-Wasser-Wärmepumpen. Als Wärmequelle nutzen sie die Aussenluft. Sonst wird vor allem die Erdwärme mittels Erdwärmesonden als Energiequelle genutzt. Weniger stark vertreten sind in der Schweiz bisher Wassernutzungsanlagen und Erdregister.
Die Luft-Wasser-Wärmepumpen sind in der Schweiz nicht nur am meisten verbreitet, sondern auch kostengünstiger als die anderen Wärmepumpen-Systeme.
Erdwärmesonden sind besonders für Ein- und kleinere Mehrfamilienhäuser zu empfehlen. Bei grösseren Mehrfamilienhäusern hingegen sollte auch der Einsatz einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe geprüft werden.
Kein Grundwasser
In der Regel kann man Erdwärmesonden nur dort installieren, wo kein Grundwasser vorhanden ist. Für eine Wasser-Wasser-Anlage hingegen wird Grund- oder Oberflächenwasser benötigt. Vor der Realisierung der Anlage müssen jedoch in beiden Fällen noch Abklärungen unter anderem bezüglich der Gewässerschutzzonen vorgenommen werden. Im Weiteren müssen die Bewilligungen von Kanton und Gemeinde eingeholt werden.
Der Einbau einer Wärmepumpe eignet sich in folgenden Fällen nicht:
- Der Anschluss an ein Fernwärmenetz ist möglich.
- Für die Heizung sind Vorlauftemperaturen von mehr als 55 °C erforderlich.
Text: hausinfo
Letzte Aktualisierung:
29.01.2008
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