Hausinfo

Sanieren und sparen

Pinselrenovationen mögen Glanz an ältere Häuser bringen. Doch erst eine Sanierung verbessert neben Komfort und Qualität auch die Energiebilanz – und wird mit Förderbeiträgen unterstützt.

Fassade neu, Fenster neu, Dach neu: So kann auch aus einer 25-jährigen «Energieschleuder» ein Sparhaus werden.(msm) Fast die Hälfte des schweizerischen Energieverbrauchs wird für den Bau und Betrieb von Gebäuden verwendet. Und Mehrzahl der Schweizer Häuser ist energietechnisch nicht auf dem neusten Stand. Die Erneuerung von Gebäuden bietet daher eine Riesenchance zur Verringerung des Energieverbrauchs. Hauseigentümer können dabei gleich mehrfach profitieren: Sie steigern den Wert ihres Hauses, erhalten je nach Massnahmen Beiträge an die Sanierung und müssen anschliessend für die Nebenkosten weniger tief in die Tasche greifen.

Wer sich für eine Haussanierung entschliesst, wird nicht allein gelassen. Die Kampagne bau-schlau.ch des Bundesamtes für Energie bietet Hauseigentümern leicht verständliche Informationen an, wie ein Gebäude energietechnisch verbessert werden kann. Verbände und Vereine wie der Hausverein, der Hauseigentümerverband, WWF, energie-cluster.ch und andere veranstalten Kurse und Seminare und beraten. Und: Der Kanton Bern baut sein Förderprogramm für energieeffiziente Gebäude und erneuerbare Energien deutlich aus. Mit 24 Millionen Franken steht dafür in diesem Jahr rund drei Mal so viel Geld zur Verfügung wie im Vorjahr. Besonders gefördert werden Gebäudesanierungen und der Ersatz von Elektroheizungen.

Das Förderprogramm des Kantons Bern ergänzt die Beiträge der Stiftung Klimarappen. Diese gibt es, wenn bestimmte Anforderungen bei der Sanierung von Dach, Boden, Wänden und Fenstern erfüllt werden – was sich vor dem Ersatz der Heizung sehr empfiehlt. Mit neuen Fenstern beispielsweise kann der Wärmeverlust gemäss bau-schlau-Kampagne bis zu 25% reduziert werden. Dringend empfohlen sind beim Fensterersatz flankierende Massnahmen zur Verhinderung von Bauschäden (Schimmelbildung) – beispielsweise die Wärmedämmung der Fassade und/oder der Einbau einer Wohnungslüftungsanlage.

Eine Fassadensanierung kann den Energieverbrauch eines Hauses um 30% senken, rechnet bau-schlau.ch vor. In den Aussenwänden liegt bei bestehenden Gebäuden also das grösste Sparpotenzial. Sehr gut ist eine Wärmedämmung von mindestens 18 cm Dicke. Wenn die Gebäudehülle saniert oder zumindest die Sanierung geplant ist, sollte eine neue Heizanlage genau darauf abgestimmt werden – was wiederum die Energieverluste um 15% reduzieren kann. Sonnenkollektoren zur Warmwasseraufbereitung sind praktisch überall eine ökologisch und ökonomisch gute Lösung und lassen sich ausserdem mit Wärmepumpen, Holzfeuerungen, Erdgas- und Ölheizungen kombinieren.


Text und Bild: hausinfo


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Datum: 22.05.2012
Letzte Aktualisierung: 16.05.2012
URL: http://www.hausinfo.ch/home/de/gebaeude/energie/sanierung/sanieren-und-sparen.html