Warmwasseraufbereitung und Heizen mit Sonnenkollektoren
Die Energie der Sonne kann auf verschiedene Arten genutzt werden. In der Schweiz ist die Kollektorfläche zuletzt um über 60'000 Quadratmeter pro Jahr gewachsen. So entsteht umweltfreundliche Heizenergie und warmes Brauchwasser.
(knü) Der Einbau einer Solaranlage hat viele Vorteile: Eine Solaranlage ist ökologisch, trägt zur Wassererwärmung bei und hilft Heizenergie einzusparen. Ausserdem richten mehrere regionale Energieversorger und der grosse Teil der Kantone Förderbeiträge dafür aus. Meistens sind Kollektoranlagen nicht darauf ausgelegt, neben dem Wärmebedarf für Warmwasser auch den Heizbedarf in der Wohnung zu decken. Eine Kombination der Solarthermie mit einem bestehenden Heizsystem ist aber auf alle Fälle sinnvoll. Neue Waschmaschinen und Geschirrspüler sind zudem mit einem Warmwasseranschluss ausgerüstet und können an das solare Energiesystem angeschlossen werden.Wassererwärmung
Sonnenkollektoren werden in Einfamilienhäusern vorwiegend zur Wassererwärmung genutzt. Rund die Hälfte des jährlichen Warmwasserbedarfs wird so durch die Sonne erzeugt.
In grösseren Gebäuden (Mehrfamilienhäuser, Hotels etc.) wird das Warmwasser häufiger solar vorgewärmt. Dies bedeutet, dass das Wasser auch ausserhalb der Heizperiode durch eine konventionelle Heizung «nachgeheizt» werden muss. Die Solaranlage deckt etwa einen Drittel des jährlichen Warmwasserverbrauchs. Je grösser die Anlage ist, desto mehr sinken die Anlagekosten.
Die neuesten Kompakt-Solaranlagen ermöglichen es, Warmwasser ähnlich kostengünstig zu erzeugen wie mit einem Elektroboiler. Letzterer ist ein Auslaufmodell. Gemäss den Empfehlungen der kantonalen Energiedirektoren werden neue Boiler nurmehr bewilligt, wenn zumindest die Vorwärmung über die Heizungsanlage bewerkstelligt wird. Dieser Vorschlag wird durch die einzelnen Kantone in den kommenden beiden Jahren in Kraft gesetzt.
Heizung
Um mit einer Solaranlage nicht nur das Wasser erwärmen, sondern auch heizen zu können, muss die Kollektorfläche grösser als für die Wasserererwärmung ausgelegt werden. Etwa 20-25 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs für Heizung und Warmwasser können so gedeckt werden.
Passive Sonnenenergie
Auch ohne Sonnenkollektoren hilft die Sonne Heizenergie einzusparen. Grosse nach Süden ausgerichtete Fensterfassaden oder Wintergärten lassen eine starke Einstrahlung ins Innere des Gebäudes zu. In Böden und Innenwänden wird diese Wärme gespeichert und wieder abgestrahlt, wenn die Raumlufttemperatur niedriger ist als jene der Wände und Böden. Wer die Sonnenenergie auf diese Art optimal nutzen will, sollte die Zusatzheizung mit einer passenden Steuerung ausrüsten. Für die passive Sonnenenergienutzung sind Spezialgläser erhältlich, welche für das Licht durchlässig sind, die Wärmestrahlen jedoch stärker reflektieren.
Text: hausinfo
Bild: Heizplan AG
Letzte Aktualisierung:
29.07.2009
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