Hausinfo

Heizen mit Köpfchen

Einfache Massnahmen ermöglichen auch bei einem älteren Heizungsmodell eine effizientere und daher günstigere Nutzung.
 
Die Montage von Thermostatventilen ist in kurzer Zeit bereits amortisiert.
(mei) Mit geeigneten Massnahmen lässt sich im Energiebereich einiges an Kosten einsparen. Mit Thermostatventilen, die Sie durch einen Heizungsinstallateur am Heizkörper anbringen lassen können, lässt sich die gewünschte Temperatur in jedem Raum einfach einstellen. Für Räume mit regelmässiger Nutzung, wie der Ess- und Wohnbereich, gilt eine Temperatur von 20 bis 21 °C als ideal. Im Schlafzimmer darf es einige Grad kühler sein. Wenn Sie zum Beispiel in den Wohnräumen die Temperatur von 22 °C um 2 °C reduzieren, sparen Sie 12 % Energie, was in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus jährlich rund 300 Liter Heizöl ausmacht. Bei einem Preis von rund Fr. 90.- pro 100 Liter (Stand März 2011) haben Sie mit dieser einen Massnahme Ende Jahr Fr. 270.- gespart.  


Werfen Sie Ihr Geld zum Fenster raus?
 
Durch Fenster entweicht Wärme, selbst wenn sie geschlossen sind. Wenn Sie nachts die Fenster- und Rollläden schliessen, können Sie die Abkühlung des Raumes verringern. Falls Sie bei offenem Fenster schlafen, sollten Sie die Heizkörperventile schliessen.
Die Raumtemperatur sollte nicht mittels Fensterlüftung reduziert werden, weil dies zu viel Energie benötigt. Regulieren Sie stattdessen die Einstellung am Heizkörper. Energetisch alles andere als sinnvoll sind auch dauernd geöffnete Kippfenster. Besser ist es, stossweise mehrmals täglich 5-10 Minuten lang mehrere Fenster ganz zu öffnen. Eine energetisch sinnvolle Ergänzung bei einer Gebäudesanierung stellt die kontrollierte Wohnungslüftung dar.
Achten Sie darauf, dass die Heizkörper in den Räumen frei zugänglich sind. Grosse Möbel oder Vorhänge vor dem Heizkörper führen dazu, dass die Wärme nicht in den Raum abgegeben wird, sondern nach aussen entweicht. Ziehen Sie schwere Vorhänge deshalb zur Seite und platzieren Sie Ihre Möbel so, dass sich die Wärme nicht hinter ihnen stauen kann. Bei Bodenheizungen gilt das gleiche Prinzip: Sie können ihre Wirkung nur entfalten, wenn die Böden nicht mit Teppichen belegt werden.
  
Macht auch Ihre Heizung Ferien?  
Wenn Sie in die Winterferien fahren oder für ein Wochenende verreisen, empfiehlt es sich, die Fensterläden zu schliessen und die Heizung auf Sparbetrieb umzustellen. Ferienhäuser sollten in der Zeit, in der sie leer stehen, nur auf eine Temperatur von 6 °C beheizt werden. Dies bedingt, dass die Heizung mit einer Sperre ausgerüstet ist, die ein Abkühlen der Temperatur auf unter 6° C verhindert. Wird die Raumluft wieder auf 20 °C erwärmt, benötigt dies weniger Energie, als sie während fünf Tagen auf 15 °C zu halten.
Achten Sie darauf, dass die Umwälzpumpe bei der Ausserbetriebnahme der Heizung abgestellt wird. Zu gross dimensionierte Pumpen sorgen zudem für einen unnötig hohen Stromverbrauch.
 
Vermeiden Sie Durchzug  
Heizen Sie nur dann, wenn es wirklich nötig ist: Schalten Sie die Heizung im Frühling ab, sobald es wieder warm wird. In den Übergangsphasen kann die Heizung je nach Wetterlage ein- und ausgeschaltet werden. Durchzug ist nicht nur ungemütlich, sondern führt auch zu Wärmeverlusten. Lassen Sie undichte Fenster, Türen und Fugen abdichten und schliessen Sie auch die Cheminéeklappen, wenn das Cheminée nicht in Betrieb ist.
Eine regelmässige Entlüftung und die periodische Wartung des Heizsystems tragen viel zur Effizienzsteigerung bei. Noch mehr sparen lässt sich mit dem Ersatz der alten Heizanlage: Hier liegt das Sparpotenzial gemäss der von EnergieSchweiz betriebenen Website www.bau-schlau.ch bei 15 %.

 
 
Text und Bild: hausinfo


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Datum: 09.02.2012
Letzte Aktualisierung: 27.09.2011
URL: http://www.hausinfo.ch/home/de/gebaeude/energie/spartipps/Heizen-Koepfchen.html