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Kalk in Haushaltgeräten

Leitungswasser mit hohem Kalkgehalt ist gesund, kann aber auch zu Kalkschäden in Haushaltsgeräten führen. Waschmaschinen und Boiler müssen deshalb regelmässig gewartet werden.
 
Der Kalkgehalt von Trinkwasser ist sehr unterschiedlich.(mas) Trinkwasser, das aus einer Grundwasserquelle gefasst wird, enthält je nach Region eine unterschiedlich grosse Menge an Kalziumkarbonat (Kalk), Magnesium und anderen Mineralien. Der Kalkgehalt wird in französischen Härtegraden (fH) oder Millimol pro Liter (mmol/l) gemessen. In den Hausinstallationen kann hartes Wasser Probleme verursachen, weil sich der Kalk in Boilern und auf den Heizstäben von Wasch- und Kaffeemaschinen ablagert. Mit einer regelmässigen Wartung lässt sich aber das Schlimmste verhindern.
  
Waschmaschine
Ein Entkalkungsmittel ist dann sinnvoll, wenn das Wasser eher hart ist und bei Temperaturen von mehr als 60 °C gewaschen wird. Je nach Wasserhärte sollte die Maschine dann einmal jährlich oder öfter bei 60 °C entkalkt werden. 


 Tipps

  • Eine bis zwei Flaschen Essigessenz oder Entkalkungsmittel in die Maschine geben und den Abwasserschlauch in das Waschmittelfach hängen, so dass das abgepumpte Wasser wieder in die Maschine zurückfliesst. Sobald die Störungsanzeige aufleuchtet, das Programm manuell beenden und das Entkalkungsmittel etwa eine Stunde lang einwirken lassen. Danach den Schlauch wieder an das Abwasser anschliessen und einen normalen Waschvorgang starten.
  • Nach der Entkalkung auf jeden Fall das Flusensieb und die Pumpe kontrollieren und allfällige Kalkreste entfernen.
  • Das Waschmittelfach ab und zu separat entkalken. Dazu die Schublade und den Einspülkasten herauslösen und den Kalkstein mit Entkalkungsmittel, Essig, Urinsteinlöser, Kukident oder einem ähnlichen Produkt einweichen. Danach die Waschmaschine einmal leer laufen lassen, damit die Reste nicht in die Wäsche gelangen.

Boiler
Boiler sollten nicht höher als auf 60 °C eingestellt sein. Wenn die Temperatur höher ist, lagert sich massiv mehr Kalk ab. Wird das Wasser im Boiler einmal täglich während einer Stunde auf 60 °C erhitzt, kann die Gefahr der Legionellenbildung vermieden werden. Wichtig ist, dass ein Boiler je nach Wasserhärte alle drei bis vier Jahre entkalkt wird. Eine Wartung ist fällig, wenn das Wasser offensichtlich weniger stark aufgeheizt wird und der Stromverbrauch ansteigt.
 
Geschirrspülmaschine
Bei Geschirrspülmaschinen ist Kalk weniger ein Problem, weil sie über einen eingebauten Ionentauscher verfügen. Dieser tauscht Kalzium- und Magnesium-Ionen gegen Natrium-Ionen (Salz) aus und verhindert somit die Kalkbildung. Eine manuelle Entkalkung ist daher nicht nötig.

Zum Entkalken einer Kaffeemaschine sollte ein Spezialentkalker benützt werden, da Putzessig oft zu scharf ist.
Kaffeemaschine
Kaffeemaschinen und Wasserkocher können geschützt werden, wenn das Leitungswasser vorher mit einem Wasserfilter entkalkt wird. Ein weiterer Vorteil dabei ist, dass sich das Kaffee- und Teearoma in weichem Wasser besser entfaltet. In gefiltertem Wasser entwickeln sich aber rasch Keime, deshalb sollte es schnell verbraucht werden.

 
 
Entkalkungsanlage 
Eine teure, aber effektive Lösung ist eine zentrale Entkalkungsanlage in einer Liegenschaft. Das gesamte Wasser, das in den Haushalt gelangt, wird dadurch vom Kalk befreit. Die Anlage sollte aber so installiert werden, dass nur das Warmwasser enthärtet wird. So bleiben die wertvollen Mineralien im kalten Trinkwasser erhalten, und das Salz aus dem Entkalkungsvorgang gelangt nur in das warme Brauchwasser.

Ein Nachteil von Entkalkungsanlagen ist, dass sie das Abwasser stark mit Salz belasten. Bei ungenügender Wartung können sie sich auch zu Bakterienherden entwickeln.
 
Wasserhärte
Wer den Härtegrad des eigenen Trink- und Brauchwassers erfahren will, kann sich per Internet oder per Telefon bei der jeweiligen Wasserversorgung oder unter www.trinkwasser.ch informieren.


 Wasserhärte

Wasserhärte in °fH
Wasserhärte in mmol/l
Bezeichnung
0 bis 7
0 bis 0.7
sehr weich
7 bis 15
0.7 bis 1.5
weich
15 bis 25
1.5 bis 2.5
mittelhart
25 bis 32
2.5 bis 3.2
ziemlich hart
32 bis 42
3.2 bis 4.2
hart
über 42
über 4.2
sehr hart
 
Gesundheitliche Aspekte
Kalk im Wasser ist für die Gesundheit nicht schädlich. Im Gegenteil: Ein hoher Mineralgehalt im Wasser ist sogar ein Qualitätsmerkmal. Kalzium und Magnesium dienen nicht nur dem Aufbau von Knochen und Zähnen, sondern bewirken auch, dass das Wasser besser schmeckt. Handelsübliche Mineralwasser weisen deshalb meistens eine Härte von 40 bis 50°fH auf.


 
Text: hausinfo
Bilder: Hansgrohe, Siemens

Letzte Aktualisierung: 17.05.2011