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Gesundes Bauen und Wohnen

Die meisten Menschen in Mitteleuropa verbringen neun von zehn Stunden in geschlossenen Räumen. Deren Beschaffenheit kommt grosse Bedeutung für die Gesundheit zu.
 
Baubiologisches Bauen ist ein aktiver und unverzichtbarer Beitrag für die Gesundheitsvorsorge des Einzelnen und der Gesellschaft sowie ein Beitrag zur schonenden Nutzung der vorhandenen Rohstoffe unseres Planeten.
Ein Störfaktor kommt selten allein: Viele Bewohner und Bewohnerinnen werden von der Summe und Intensität unterschiedlicher negativer Einflüsse geschädigt. Daher umfasst die Baubiologie eine Vielzahl von Einzelaspekten, die betrachtet und beurteilt werden müssen. Das Gebäude und seine Bewohner werden als untrennbares System verstanden, in dem alle Zusammenhänge einen Einfluss haben können.
 
 

Die Gewichtung der unterschiedlichen Einflüsse ist Teil einer baubiologischen Beratung. Unter Umständen können danach nicht sämtliche gesundheitlichen und psychologischen Störfaktoren vollständig vermieden werden. Aber zumindest lassen sie sich soweit minimieren, dass ein gesundes und gering belastetes Wohnen möglich ist.
Insofern gehört es zur wichtigsten Aufgabe der Baubiologie, übermässige Häufungen von schädlichen Einflüssen und eine gebäudebedingte Erkrankung der Bewohner zu vermeiden. Besonders im Ruhe- und Regenerationsbereich (vorzugsweise: Schlafzimmer sollten Störeinflüsse auf ein absolutes Minimum reduziert werden.
 
Gesundheitsvorsorge und Schonung der Ressourcen
Für die Schaffung gesunder Räume sind die Auswahl und Bewertung des Baugrundstückes, gebäudeplanerische Aspekte sowie Materialauswahl und Baukontrolle wesentliche Aspekte.
Ein spezifisches Problem stellen die zahllosen synthetischen Zusätze dar, die seit Jahrzehnten eingesetzt werden, um Baumaterialien besser verarbeitbar und haltbar zu machen. Problematisch ist unter anderem aber auch, dass energieeffiziente und gut gedämmte Häuser die ausgasenden synthetischen Stoffe länger in der Raumluft halten.
 
 
Text: Schweizerische Interessengemeinschaft für Baubiologie/Bauökologie SIB und hausinfo
Bild: SIB

Letzte Aktualisierung: 02.02.2012