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Gebäudebedingte Krankheitsbilder

Schon vor Jahrzehnten wurden massive Erkrankungen mit «ungesunden» Bauten in Verbindung gebracht. Die Krankheitsbilder werden seither systematisch untersucht.
 
Mangelhaft konstruierte Klimaanlagen belasten Grossraumbüros.
Seit Mitte der 1980er Jahre können gesundheitliche Probleme nachgewiesen werden, die in direktem Zusammenhang zu «ungesunden» Bauten stehen. Die Ursache lag damals bei mangelhaft konstruierten Klimaanlagen: Die Grossraumbüros waren so stark mit Pilzsporen und anderen Mikroben belastet, dass die Angestellten über gleichartige Beschwerden klagten. In der Folge wurde das Sick-Building-Syndrom (SBS) medizinisch als schwerwiegende Gebäudeerkrankung anerkannt. Erkrankungen, die auf einzelnen und unterschiedlichen Empfindlichkeiten von Personen in Gebäuden beruhen, werden hingegen als Building-Related-Illness (BRI) bezeichnet. Inzwischen ist als neues Krankheitsbild das sogenannte MCS-Syndrom, die «multiple chemical sensitivity», eine empfindliche Reaktion auf synthetische Chemikalien in Baustoffen, aber auch in Alltagsgegenständen, verbreitetet.
 
Störfelder beeinträchtigen die Regeneration 
Zusätzlich zu diesen schulmedizinischen Krankheitsbildern können zahlreiche leichtere und unspezifischere Beschwerden festgestellt werden, die durch ungesunde Räume und Lebensbedingungen verursacht werden. Besonders sensible Menschen, beispielsweise Kleinkinder, Menschen in Wachstumsphasen sowie alte Menschen, leiden stärker, wenn die vielfältigen Störfelder eines Gebäudes eine vollständige physische Regeneration erschweren.

In Zusammenarbeit mit dem Hausarzt oder der Hausärztin können BaubiologInnen spezifische Sensibilitäten und Zusammenhänge diagnostizieren. Geeignete Sanierungsmassnahmen tragen zur gesundheitlichen Entlastung bei.
 
Text: Schweizerische Interessengemeinschaft für Baubiologie/Bauökologie SIB und hausinfo
Bild: SIB

Letzte Aktualisierung: 19.05.2011