Haustechnik und Energieeinsparung

Haustechnik und Energieeinsparung
Modernes Wohnen ist mit einem hohen Anspruch an Komfort verbunden. Die Gebäudetechnik kann diesen Komfort bieten – ohne Umwelt und Bewohner unnötig zu belasten. Zum ökologisch verträglichen Energiekonzept gehört eine ganzheitliche Haustechnikplanung.
 
Wärmeabstrahlende Heizelemente wie Kachelofen, Grundofen, Hypokausten, Sockelleistenheizung oder Heizwand eignen sich für die Wärmeabgabe besonders gut: So wird die Luft-Staub-Zirkulation (Hausstaub) möglichst gering gehalten.
Wärmeabstrahlende Heizelemente wie Kachelofen, Grundofen, Hypokausten, Sockelleistenheizung oder Heizwand eignen sich für die Wärmeabgabe besonders gut: So wird die Luft-Staub-Zirkulation (Hausstaub) möglichst gering gehalten. Wandoberflächentemperaturen sollten die Raumlufttemperatur nicht wesentlich unterschreiten. Deshalb sollten die Aussenwände gut wärmegedämmt sein. Für die Wärmedämmung von Leitungen und Kanälen sollten Naturbaustoffe verwendet werden. In Schlafräumen sind Fussbodenheizungen nach Möglichkeit zu vermeiden, da einerseits die Wasserströmung zu unruhigem Schlaf führt und andererseits die Luft trockener und für die Schleimhäute unvorteilhaft wird. Ansonsten ist bei Fussboden- und auch bei Wandheizungen die bifilare, schneckenartig ineinander greifende Anordnung der Rohre empfohlen.
 
In Fussböden und Wänden können wärmespeichernde und feuchtigkeitsregulierende Naturmaterialien  (Lehm, Anhydrid, Kalk etc.) eingebaut werden, um dank gleichmässiger Wärmeverteilung ein behagliches Raumklima zu schaffen.
 
Feuchträume und Sanitär 
In Bad und Küche sind Oberflächen-, Wand- und Deckenmaterialien zu verwenden, die feuchtigkeitsregulierend wirken. Sperranstriche oder stark kunststoffhaltige Verputze sind dagegen zu vermeiden, um die anfallende Feuchtigkeit beim Küchendunst und Duschdampf puffern zu können. Whirlbadewannen und -duschen können nur bedingt empfohlen werden, da die ausreichende Desinfektion des in den Düsen stehenden Wassers nicht immer gewährleistet ist. Das Auftreten von Bakterien und die Verkeimung des Badewassers sind ohne chemische Desinfektionsmittel kaum zu verhindern.
Regenwasseranlagen zur Nutzung für das WC und die Gartenbewässerung sind eine sinnvolle und ökonomische Massnahme zur Wassereinsparung. Auch eine Verwendung für die Waschmaschine ist möglich: Das Regenwasser ist weich und schützt Maschine und Wäsche. Falls es die Härte des Trinkwassers erforderlich macht, ist für Boilerwasser und Waschmaschine eine Magnetentkalkung vorzusehen. Das Behandeln des Trinkwassers ist aber grundsätzlich unnötig, da die Mineralien im Wasser für den Menschen wichtig sind. 
 
 
Text: Schweizerische Interessengemeinschaft für Baubiologie/Bauökologie SIB und hausinfo
Bild: SIB
Letzte Aktualisierung: 29.07.2009

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