Berufsbild Baubiologe / Baubiologin
Baubiologen und -biologinnen verfügen in der Regel über eine baufachliche Grundausbildung und haben sich über ein mehrteiliges Aufbaustudium bei einer anerkannten Bildungseinrichtung fortgebildet.
Im deutschsprachigen Raum wird das Aufbaustudium Baubiologie/Bauökologie seit bald 20 Jahren von staatlich anerkannten Instituten für Baubiologie angeboten. In der Schweiz führt die Genossenschaft Bildungsstelle Baubiologie einen zertifizierten Lehrgang in neun Modulen durch, der den Abschluss den eidgenössisch anerkannten Fachausweis «Baubiologe/Bauökologe» oder «Baubiologin/Bauökologin» beinhaltet.In der beruflichen Praxis unterscheiden sich in der Regel drei Gruppen baubiologischer/ bauökologischer Fachpersonen, die ihre Beratung und Betreuung anbieten:
- Baubiologische Planer/Planerinnen (Architekten, Hochbauzeichner, Fachplaner etc.) berücksichtigen gesundheitsrelevante und nachhaltig-ökologische Ziele vom Planungsstadium bis hin zur Baufertigstellung umfassend und ganzheitlich.
- Baubiologische Handwerker/Handwerkerinnen (Zimmerleute, Schreiner, Gipser, Lehmbauer, Maler, Baustoffhändler etc.) sind in der Beratung und Anwendung von gesunden und ökologischen Baustoffen geschult und erfahren.
- Baubiologische Hausuntersuchungen werden von baubiologisch geschulten Fachpersonen (Baubiologen, Messtechniker etc.) durchgeführt. Sie sind in der messtechnischen Analyse von Gebäudestörfeldern und Schadstoffen speziell geschult.
Baubiologen und Baubiologinnen treffen sich in Fachvereinen und bilden sich permanent weiter. Die baubiologischen Interessensvereine und Fachgruppen pflegen in gleicher Weise den fachlichen Austausch untereinander. Die Fachvereine bieten Fortbildungen an und organisieren Tagungen zu Themen des baubiologischen/ökologischen Bauens.
Text: Schweizerische Interessengemeinschaft für Baubiologie/Bauökologie SIB und hausinfo
Bild: SIB
Letzte Aktualisierung:
26.01.2012

