Pharaoameise
Die Arbeiterinnen der Pharaoameisen sind winzig klein, etwa 1,5-2 mm lang, bernsteingelb mit einem rotbraunen Hinterleibsende.
Die Königinnen sind dunkler gefärbt, mit einer Körperlänge von ca. 3,5-4,5 mm, die Männchen sind schwarzbraun und etwa 3 mm lang. Bei Pharaoameisen gibt es in einem Volk mehrere Königinnen. Lebensweise
Ungestörte Populationen der Pharaoameisen können aus über 300 000 Einzeltieren bestehen. Häufig werden Tochternester angelegt, die lange miteinander in Verbindung stehen. Später trennen sich die Einzelvölker. Als ein Insekt der Tropen kann die Pharaoameise in unseren gemässigten Klimabereichen nur in relativ warmen Gebäuden überleben. Die Nester werden für den Menschen schwer erreichbar tief im Mauerwerk angelegt. Nester im eigentlichen Sinne mit Brutkammern, Kanälen, Schächten usw. sind Pharaoameisennester nicht, vielmehr werden nur Hohlräume besiedelt. Pharaoameisen sind «Allesfresser». Sie ernähren sich hauptsächlich von eiweisshaltigen und süssen Nahrungsmitteln.
Gefahren und Schäden
Pharaoameisen verursachen an Lebensmitteln Frassschäden, übertragen Krankheitskeime und Fäulniserreger.
Prävention
Vorbeugende Massnahmen sind schwer möglich, denn Pharaoameisen werden mit Waren eingeschleppt und vermehren sich in warmen, beheizten Häusern schnell.
Bekämpfung
Zur Bekämpfung der Pharaoameisen werden Köder eingesetzt. Das Prinzip dieser Technik besteht darin, dass die Ameisen-Aussendienstarbeiterinnen den Giftköder in das Nest tragen, um damit die Brut und die Königinnen zu töten oder an der Nachzucht zu hindern. Dabei sterben die Futter eintragenden Arbeiterinnen erst nach der Weitergabe der Nahrung. Wichtig für den Bekämpfungserfolg ist die Tatsache, dass vor, während und nach der Durchführung der Aktion von Seiten der Hausbewohner auf die Verwendung von Insektiziden, beispielsweise mit Sprühdosen, verzichtet wird. Die Bekämpfung von Pharaoameisen dauert in der Regel ein halbes bis ein Jahr und wird in mindestens vier Phasen durchgeführt.
Text und Bild: Desinfecta AG

Letzte Aktualisierung:
11.01.2012

