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Hightech gegen Schimmelbefall
Schimmel kann die Gesundheit gefährden - dessen Bekämpfung allerdings auch. Viele herkömmliche Methoden der Schimmelbekämpfung zeigen Mängel beim Produkt oder bei der Anwendung. Dies kann zur Belastung der Raumluft, zu Gesundheitsschäden bei der Anwendung oder zu wiederholtem Schimmelbefall führen. Neue Produkte und Verfahren beheben diese Mängel.

Je grösser der Schimmelbefall, desto aufwändiger die Behandlung. Daher nehmen Vorbeugung und frühzeitiges Handeln einen hohen Stellenwert ein. Nur kleinste Pilzflächen (wenige cm²) sollten eigenhändig gereinigt werden. Bei grösserem Befall, muss dieser professionell untersucht und bekämpft werden. Dabei können folgende Schritte nötig sein:
- Messen und Bewerten des Raumklimas: Bestimmung der Luftfeuchtigkeit, Raumluftuntersuchung, Feuchtigkeitsbestimmung der Bausubstanz
- Abklatschproben zur Bestimmung der Schimmelart
- Erstellen eines Sanierungsplans
- Die nachhaltige Behandlung der befallenen Flächen und Räume
- Kommunikation vorbeugender Anweisungen und Massnahmen
Ein solches Vorgehen geht der Ursache auf den Grund und maximiert den Nutzen der Behandlung. Unprofessionelle und problematische Ansätze sind die oberflächliche Entfernung des sichtbaren Schimmels oder das einfache Überstreichen der betroffenen Stellen bzw. Räume. Hierbei wird die Raumluft häufig hohen Schadstoffbelastungen ausgesetzt. Darüber hinaus wird der Schimmel mit grosser Wahrscheinlichkeit weiterwuchern.
Gift bekämpft Gift
Trotz fundierter Untersuchungen kann eine Schimmelsanierung am Produkt oder an der Anwendung scheitern. Weiter sind herkömmliche Mittel zur Schimmelbekämpfung oft giftig oder aggressiv. Hierzu zählen vor allem Produkte, die chlorhaltig sind oder Urotropin (Hexamethylentetramin, Methenamin) enthalten. Letzteres ist besonders für Allergiker bedenklich. Auch der Einsatz von Wasserstoffperoxid ist nicht ungefährlich. Das starke Oxidationsmittel wirkt bei Hautkontakt reizend. Auch sind Verfärbungen an Wandfarbe und Kunststoff teilen möglich. Die Probleme liegen vor allem an der chemischen Wirkungsweise dieser Mittel.
Schonend und hochwirksam
Im Gegensatz dazu gibt es Neuentwicklungen, die den Schimmelpilz physikalisch angreifen. Dazu zählt «akafog». Dieses Produkt besteht aus einer Lösung von Polymeren. Diese langkettigen Moleküle sind chemisch träge und lagern sich an den Zellwänden des Schimmels an. Dadurch wird die Zelle funktionsuntüchtig und stirbt ab. Da menschliche, tierische und pflanzliche Zellen anders aufgebaut sind, besteht keine Gefahr einer gesundheitlichen Beeinträchtigung. Auch auf Gegenstände ist kaum eine schädigende Wirkung möglich. Speziell ist auch die Anwendung: Neben einer gezielten Behandlung der betroffenen Flächen, wird der ganze Raum durch eine Kaltvernebelung von Schimmel und Schimmelsporen befreit. So erreicht der Wirkstoff jeden Winkel und dekontaminiert selbst die Raumluft. Dieses Verfahren garantiert einen langfristigen Schutz gegen Neubefall. BAG und EMPA bestätigen Sicherheit und Wirksamkeit des Produktes – damit sich nur der Schimmel Sorgen machen muss.
| Studie zum Thema Schimmelpilzgifte |
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Meist wird er erst dann sichtbar, wenn der Umzugswagen schon vor der Tür steht, die Schränke abgebaut und die Tapeten von der Wand gekratzt sind: der Schimmelpilz. Doch auch bereits im normalen Hausstaub können sich Schimmelpilzgifte befinden. Um ihre Ausbreitung in Innenräumen zu erforschen, untersucht das Duisburger Institut für Energie- und Umwelttechnik Hausstaubproben aus schimmelbelasteten Wohnungen.
Erste Ergebnisse der Studie zeigen, dass in bisherigen Proben tatsächlich Mykotoxine gefunden wurden und zwar nicht nur in Wohnungen, die sichtbar belastet waren. Die Resultate, so hofft Projektleiter Dr. Volker Plegge, können dabei helfen, Methoden zu entwickeln, um verdeckte Schimmelpilzquellen leichter und schneller zu finden. Ziel der Studie ist es, herauszufinden, ob und welche Mykotoxine in unseren Wohnungen vorkommen und welche Konzentration als normal bzw. als erhöht angesehen werden können. |
Text und Bild: Growe Holzschutz AG
Letzte Aktualisierung:
11.01.2012