Schutz vor Blitzschlag

Schutz vor Blitzschlag
Achtung Blitzgefahr: In der Schweiz schlägt der Blitz jedes Jahr rund 200'000-mal ein. Dabei sterben jährlich 5 Personen.
 
Hohe Türme, Bäume, elektrische Leitungen oder ein nahes Gewässer bieten keinen Schutz vor Blitzschlag.Wenn der Blitz in ein Haus einschlägt
Bei der Einschlagstelle entstehen je nach Materialeigenschaften Temperaturen bis 30'000 °C. Trifft der Blitz auf elektrisch schlecht leitendes Material (Dachbalken), verdampft die in ihm vorhandene Feuchtigkeit und der Balken wird durch die thermische Wirkung auseinandergerissen.
 


Bei gut leitendem Material hingegen, zum Beispiel einem Blitzableiter, entstehen keine hohen Temperaturen. Blitze erzeugen sehr hohe Überspannungen und Ströme. Es entstehen Magnetfelder, die elektrische Installationen – insbesondere elektronische Geräte und Steuerungen – beschädigen können.
  
Wenn der Blitz in ein Lebewesen einschlägt 
Menschen oder Tiere, die von einem Blitz getroffen werden, erleiden oft lebensgefährliche Verletzungen. Dabei können Herzkammerflimmern, Atemstillstand, Verbrennungen und Bewusstlosigkeit zum Tod führen.
 
Stimmt nicht!                                        Stimmt!
Falsche Aussagen über den Blitz:
  • «Hohe Türme, Bäume, elektrische Leitungen oder ein nahes Gewässer bieten Schutz.»
  • «Blitzableiter ziehen Blitze an.»
  • «Ein Blitz schlägt am gleichen Ort nicht zweimal ein.»
  • «Blitzschutzanlagen schützen vor Blitzeinschlägen.»
 Richtig ist:
  • Blitze schlagen auch neben Türmen, Bäumen, Hochspannungsleitungen und in Gewässernähe ein.
  • Blitzableiter ziehen Blitze nicht an; sie leiten sie ab.
  • Blitze können mehrmals am gleichen Ort einschlagen.
  • Blitzschutzanlagen verhindern keine Einschläge, schützen jedoch Gebäude und Bewohner vor grösseren Schäden.
So schützen Sie sich im Freien
 
Der beste Schutz
  • In Gebäuden (auch Gartenhäuser) mit Blitzschutzanlage
  • Im Innenraum von Autos oder Wohnwagen mit Ganzmetallkarosserie
Hier sind Sie besonders gefährdet
 
Beim Wandern
  • Verweilen unter einem Baum, am Waldrand, an Fluss- oder Seeufern
  • Berggrate und -gipfel, Felswände
  • In der Nähe von elektrischen Leitungsmasten und Weidezäunen
  • In der Nähe von Metallgegenständen (Pickel, Regenschirme usw.)
Beim Baden
  • Wassersport (Baden, Schwimmen, Segeln, Windsurfen, Rudern usw.)
  • Verweilen in Ufernähe, unter Bäumen, in kleinen Zelten
  • In der Nähe von Metall (Geländer, Zäune, Masten von Schiffen usw.)
Beim Grillieren
  • Verweilen unter einem Baum, am Waldrand
  • In der Nähe von Metall (Gartengrill, Sonnenschirm usw.)

Text: Gebäudeversicherung Bern
Bild: ImagePoint (Klaus Steiner)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2009

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