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Rauchwarnmelder warnen frühzeitig

Rauchwarnmelder sind klein, günstig und einfach zu montieren. Und sie können Leben retten: Im Brandfall wecken sie einen mit ihrem schrillen Ton selbst aus dem tiefsten Schlaf.

Herdplatten sollten nie unbeaufsichtigt eingeschaltet sein.(mei/pd) Die Chance, mit einem Brand konfrontiert zu werden, ist in der Schweiz nirgends so gross wie in Wohngebäuden. Gemäss der Beratungsstelle für Brandverhütung (BfB) ereignen sich 70 % aller Brände in Wohnungen und Wohnhäusern – jährlich sind dies 14'000 Brände. Herdplatten gehören laut Kurt Steck, Brandschutzexperte BfB, zu den grössten Brandgefahren. Werde man abgelenkt, beispielsweise durch das Klingeln des Telefons, so vergesse man beim Verlassen der Küche oft, den Herd auszuschalten. «Das in der Pfanne erhitzte Öl entzündet sich und weitet sich innert weniger Augenblicke zu einem verheerenden Küchenbrand aus», meint der Experte. Er empfiehlt in einer solchen Situation, sich mit Kochhandschuhen zu schützen und die Flammen mit einem Deckel zu ersticken. Auf keinen Fall darf überhitztes oder brennendes Fett mit Wasser gelöscht werden, da dies eine Explosion auslösen könnte. 


Gefährlich sind auch alte oder defekte Haushaltapparate oder TV-Geräte im Standby-Modus. Die BfB rät deshalb, alle elektrischen Apparate, von der Kaffeemaschine über den Fernseher bis zum Drucker und Computerbildschirm, nach dem Gebrauch auszuschalten. Fernsehgeräte sollte zudem frei aufgestellt werden. Insbesondere die Lüftungsschlitze dürfen nicht mit Decken oder Nippes zugedeckt werden, damit es nicht zu einem Wärmestau kommen kann. Moderne Geräte mit Flachbildschirmen sollten gemäss Steck ebenfalls so platziert werden, dass die Lüftungsschlitze frei sind. Wichtig sei es auch, die Angaben des Herstellers zu beachten.

Besonders gefährlich sind Feuer nachts. Schlafende riechen den Rauch kaum, und wenn sie erwachen, ist es meist schon zu spät: Wegen der Rauchentwicklung ist die Sicht behindert, weshalb sich die Betroffenen schlecht orientieren können. Zudem atmen sie giftigen Rauch ein, was sehr schnell zu einer tödlichen Rauchvergiftung führen kann. Ein wirksames Mittel, um Leben zu retten, ist deshalb eine frühe Warnung. Die Gebäudeversicherung Bern (GVB) hat aus diesem Grund die Kampagne «rauch-Signal» lanciert. Sie empfiehlt Rauchwarnmelder mit Batterien als günstige Lösung für den Wohnbereich, da sie mit ihrem durchdringenden akustischen Signal Schlafende aufschrecken. Die kleinen Geräte lassen sich einfach an die Decke schrauben – am besten in jedem Wohn- und Schlafraum, im Korridor sowie im Treppenhaus. 



Text: hausinfo
Bild: GVB

BfB




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Letzte Aktualisierung: 12.01.2012