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Ferienzeit als Einbruchszeit?

Lassen Hausbesitzer bei ihrer Erholungssuche ein unzureichend gesichertes Haus zurück, schlagen Einbrecher gerne zu. Tipps für den Schutz Ihrer Liegenschaft.

Einbrüche in Wohnobjekte geschehen in der Sommerzeit meist tagsüber.(mei) Einbrüche in Wohnobjekte geschehen in der Sommerzeit meist tagsüber: Dann sind die Bewohnerinnen und Bewohner ausser Haus und die Einbrecher laufen am wenigsten Gefahr, plötzlich überrascht zu werden. Die Sicherheitsberatung der Kantonspolizei Bern, rät deshalb allen Ferienreisenden, Anwesenheit zu signalisieren: «Ein überquillender Briefkasten ist ein klares Indiz dafür, dass die Bewohner schon seit längerem nicht mehr zu Hause waren. Wer verreist, sollte seinen Briefkasten regelmässig von einem Nachbarn, Freund oder Familienmitglied leeren lassen.» Falls möglich, sollten auch die Roll- und Fensterläden regelmässig herauf- und heruntergezogen bzw. geöffnet und geschlossen werden. Andernfalls empfehlen die Fachpersonen der Polizei, sie hoch gezogen bzw. geöffnet zu lassen. Bleibt das Auto zuhause, sollte es in der Garage abgestellt werden. «Kurzfristig vermittelt ein auf dem Vorplatz parkierter Wagen zwar Anwesenheit. Wird die Liegenschaft beobachtet, fällt es jedoch schnell auf, dass das Auto nicht bewegt wird». Weitere Auskünfte erteilt die Öffentliche Sicherheitsberatung der Kantonspolizei Bern unter Tel. 031 634 82 81, sibe@police.be oder www.police.ch.


Wichtig beim Verlassen eines Gebäudes ist auch, dass sämtliche Eingänge vom Keller bis zum Dach verschlossen sind und beispielsweise Fenster nicht gekippt werden. Fenster und Türen ohne Einbruchschutz lassen sich oft mit einfachen Massnahmen nachrüsten. Bereits ein einzelnes Zusatzschloss kann einem Einbrecher die Tat erschweren oder ihn sogar davon abhalten.

Da Einbrecher sich gerne einfache Zugänge zunutze machen, sollten beispielsweise Grüntonnen oder Leitern nicht so hingestellt sein, dass man von ihnen einfach ins erste Stockwerk gelangt. Die klassischen Fehler wie das Deponieren eines Reserveschlüssels unter der Hausmatte seien zwar seltener geworden, kämen jedoch immer noch vor. «Es gibt kein sicheres Schlüsselversteck», meint die Sicherheitsberatung der Kantonspolizei Bern.

Die Experten raten ausserdem zur Zurückhaltung bei der Bekanntgabe von privaten Daten: «Verweisen Sie auf Ihrem Anrufbeantworter nicht auf Ihre Ferienabwesenheit. Besser ist es, den Anrufbeantworter abzustellen oder allenfalls den Festnetzanschluss aufs Handy umleiten zu lassen.» Auch auf einer privaten Homepage oder so genannten sozialen Netzwerken im Internet wie Facebook sei es nicht ratsam, seine Feriendaten zu veröffentlichen. «Je mehr jemand von seinem Privatleben preisgibt, desto angreifbarer wird er, und zwar nicht nur bezüglich Einbrüchen», warnt die Sicherheitsberatung der Kantonspolizei Bern. 

 

Text und Bild: hausinfo 


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Letzte Aktualisierung: 04.10.2011