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Elementarschäden an Gebäuden

Hochwasser, Sturm, Erdrutsche, Lawinen oder Hagel: Elementarereignisse treffen Gebäude in Extremfällen mit grosser Wucht. Oft könnten bereits einfache Objektschutzmassnahmen grösseren Schaden verhindern oder wenigstens vermindern.
 
Brienz nach dem Hochwasser 2005(msc) Aus den Schadensstatistiken der letzten 10 Jahre der Gebäudeversicherungen geht hervor, dass 95 % der bezahlten Gebäudeschäden durch Stürme, Hagel und Überschwemmungen verursacht wurden und 5 % durch Lawinen/Schneedruck und Erdrutsche. Durchschnittlich gab es während dieser Zeit in der Schweiz jährlich 61'435 Schadenfälle wegen Elementarereignissen, 297 Millionen Franken betrug die Schadensumme. Auch wenn die Daten aufgrund der kurzen Beobachtungsdauer von zehn Jahren nur bedingt aussagekräftig sind: Sie zeigen jene Risiken, für welche die kantonalen Gebäudeversicherungen einen grossen Teil der Mittel ausgegeben haben.

 
Sturmrisiko am höchsten
Auf die Anzahl der Schadenfälle bezogen ist statistisch gesehen das Risiko am höchsten, dass das Eigenheim von einem Sturm in Mitleidenschaft gezogen wird. Gleichzeitig sind Sturmschäden an Gebäuden relativ günstig: Im Schnitt kosteten sie seit 1996 gut 2'250 Franken pro Fall. Dagegen stehen Überschwemmungsschäden mit 15'190 Franken zu Buche; im Jahr 2005 allein waren es sogar durchschnittlich 37'780 Franken pro Schadenfall.
 
Wo welche Gefahren drohen, müssen Grundstück- und Hausbesitzerinnen und -besitzer an verschiedenen Stellen herausfinden. Eine wichtige Quelle sind die Gefahrenkarten der Gemeinden, auf denen das Risiko für Überflutung, Lawinen, Murgänge, Übersäuerung, Absenkung, Einsturz, Steinschlag und Felssturz festgehalten wird. Aber Achtung: Gefahrenkarten sind nicht endgültig – sie werden laufend angepasst. Weitere Elemente sind Überflutungsgefähdungskarten und natürlich Auskünfte von Baubewilligungsbehörden, Ortsfeuerwehren, Einheimischen und Nachbarn.

 
Vorsorgen ist besser
Prävention zahlt sich für Hausbesitzerinnen und -besitzer aus. Es gibt gegen die unterschiedlichen Gefahren einige einfache und effiziente Massnahmen:
  • Beim Bau grundsätzlich sturm- und hagelsichere Materialien verwenden.
  • Das Gebäude gut unterhalten, insbesondere die Gebäudehülle (Dach und Fassaden) – Beratung durch Fachleute wird empfohlen. 
  • Hohe, schiefe oder kranke Bäume in Gebäudenähe fällen.
  • Beim Verlassen des Hauses: Lamellenstoren und Rolläden hochziehen, Fenster schliessen. Sonnenstoren einziehen. 
  • Waschmaschine, Tumbler, Heizung und Haustechnikeinrichtungen entweder erhöht oder gar nicht im Keller einbauen.

Artikel-Reihe zum Thema Elementarschadenprävention
Unter dem Titel «Elementarschadenprävention – Eigentümer handeln» zeigen wir Ihnen Beispiele, mit welchen Präventionsmassnahmen Hauseigentümer ihr Gebäude gegen Elementarschäden schützen.



Text: Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen und hausinfo
Bild: Gebäudeversicherung Bern

Letzte Aktualisierung: 10.11.2011