
Rückstaumembran
Ein Problem in manchen an sich dichten oder geschützten Gebäuden ist der Rückstau durch Abwasserleitungen und Kanalisation. Gegen dieses Problem bietet die Firma Howasu eine Rückstaumembran an. Das Produkt besteht aus einem Stahlrohr und einer Gummimembran. Der Gummi ist schräg im Rohr eingebracht und lässt so das Wasser von einer Seite passieren. Gibt es aber einen Rückstau und somit einen Druck von der anderen Seite, presst das Wasser die Membran gegen das Rohr und verschliesst sich so selbst den Weg.
Das Produkt ist laut Howasu-Geschäftsführer Michael Dobler für alle Arten von Kanalisationssystemen geeignet. Es wird fest installiert – das ist auch nachträglich möglich – und muss nicht noch bei drohender Hochwassergefahr eingesetzt werden. Zudem funktioniert die Membran ohne jegliches Dazutun und ohne Strom oder andere Energie. Sie ist für Rohre mit Durchmesser von 10 bis 140 cm erhältlich. Für ein 10-cm-Rohr kostet sie Fr. 840.-.
FloodStop Gefahrenpotenzial bergen natürlich alle grösseren Öffnungen wie Türen, Fenster und Schächte. Dafür hat ebenfalls Howasu ein Element entwickelt, das leicht ist, schnell montiert sein und wenig Platz brauchen soll, wenn es nicht gebraucht wird. Das «FloodStop»-System besteht aus einem Kunststoffkissen, das mit einer Handpumpe oder einem Kompressor aufgepumpt wird. Für ein gängiges Kellerfenster soll dies nur einige Minuten in Anspruch nehmen. Trotz der leichten Bauweise verspricht Howasu Schutz für rund 200 Stunden bei einer maximalen Strömungsgeschwindigkeit von 14 km/h und einer Wasserhöhe von höchstens 2 m. Eine Gewebestruktur mit rund 28'000 Querfäden pro Quadratmeter sorgen für eine gleichmässige Verteilung des Druckes auf dem FloodStop.
Zum System gehören auch Abdichtelemente zum Verschluss von Öffnungen im Innenbereich des Gebäudes, wie Abflussrohre, WC-Abflüsse, Beckenabflüsse etc. Es ist zurzeit bis zu einer Grösse von 1 x 2 m erhältlich – wird es nicht gebraucht, kann man es zusammengerollt verstauen. Für eine Fläche von einem Quadratmeter kostet FloodStop gemäss Angaben von Howasu-Chef Dobler etwa Fr. 1'500.-.
Hochwasserfenster
Ein Fenster, das frische Luft hereinlässt, aber kein Wasser – und zwar ohne jegliche Massnahme: Das gibt es. Das Unternehmen Talimex hat ein 2 cm starkes Hochwasserfenster aus Acrylglas im Angebot. Es wird – massgeschneidert – an der Gebäudeaussenseite vor ein vorhandenes Fenster montiert und abgedichtet. Eine Lüftungsöffnung kann entweder von Hand betätigt werden oder schliesst sich bei der automatischen Version selbst, wenn aussen das Wasser ansteigt: «Durch einen Schwimmer wird die Öffnung geschlossen und ist dank des Wasserdrucks absolut dicht», beschreibt Talimex-Geschäftsführer Arnold Bischof. Geeignet sei das Hochwasserfenster für Lichtschächte oder Lüftungsschächte; Stellen, wo zwar Luft und Licht zirkulieren können soll, die aber nicht ohne weiteres sichtbar sind. Das Fenster soll einer Wassersäule von 2 m standhalten und kostet in der automatischen Version bei 70 x 90 cm Grösse ca. Fr. 2'000.-, in der manuellen Version rund Fr. 1'300.-.
Metallplanken und -platten 
Die Variante mit den meisten Anbietern sind Metallplanken oder -platten zum Versiegeln von Öffnungen. Dafür müssen meist an Türen, Öffnungen in Mauern oder anderen Durchlässen Metallprofile angebracht werden. Mit Zwischenpfosten sind auch längere Distanzen überwindbar. Sobald eine Überschwemmung droht, lassen sich in den Profilen brettförmige Elemente verankern, die das Wasser zuverlässig abprallen lassen sollen. Das System kommt beispielsweise beim Restaurant Dählhölzli in Bern zum Einsatz. Dank Gummi-Dichtungen (EPDM) mit sehr guten Alterungseigenschaften hielten die Aluminium-Dammbalken das Wasser zuverlässig fern, sagt Bruno Schmid, Product Manager bei der Neovac. Die Installation erfolge mit einer mitgelieferten Rätsche. Der Schutz einer Tür mit 60 cm Stauhöhe kostet bei Neovac etwa Fr. 1'400.-. Ähnliche Systeme bieten zahlreiche weitere Firmen an (siehe Links).
Kunststoff-Wassersperren 