Katzensicherer Balkon
Damit Katzen sich sorglos auf dem Balkon oder der Terrasse bewegen können, empfiehlt sich das Anbringen von Netzen. Wir zeigen, worauf es dabei zu achten gilt.
Achtung Kletterkünstler
Die gute Nachricht: Für jeden Balkon und jede Terrasse gibt es das passende Netz. Je grösser die einzuzäunende Fläche jedoch ist, desto teurer wird das Unterfangen. Für einen Balkon muss man mindestens 500 Franken, für ein Fenster mindestens 450 Franken einkalkulieren, Zeit und Spesen für die Anfahrt nicht miteingerechnet, sagt Martin Imhof, Geschäftsführer von Mick's Katzennetzen. Eine Einzäunung für eine Terrasse ist bei ihm ab 800 Franken zu haben – «Dach» inklusive. Da Katzen gewiefte Kletterkünstler sind, empfiehlt er eine durchgehende Einzäunung, so dass alle sechs Seiten gesichert sind. Ansonsten klettert die Katze am Netz hoch und hangelt sich dann auf die Aussenseite – womit die Schutzfunktion des Netzes hinfällig wird. Für Kitten ist das Netz übrigens noch zu weitmaschig: Es eignet sich erst für Kätzchen ab sechs Wochen.
Der Vermieter redet mit
Der Grundsatz, der für die Haltung von Hunden und Katzen gilt, kommt auch bei baulichen Veränderungen wie dem Anbringen eines Katzennetzes zur Anwendung: Der Vermieter muss im Vorfeld seine Zustimmung erteilen. Bei Minergiebauten kann dies ein Problem sein, weiss Imhof: «Obwohl ich den Dübel mit einer Manschette verschliesse und die Isolation damit gewährleistet bleibt, gibt es Vermieter, die bei Minergiebauten grundsätzlich nein zu Katzennetzen sagen.»
Doch auch bei einem positiven Entscheid ist es damit in der Regel nicht einfach gemacht: «Die Zustimmung des Vermieters erfolgt oft mit der Auflage, dass der Mieter oder die Mieterin beim Auszug den ursprünglichen Zustandwiederherstellen lässt – für die damit verbundenen Kosten muss er oder sie selbst aufkommen», sagt Lukas Manuel Herren vom Hauseigentümerverband Bern und Umgebung. Im Falle von Katzennetzen sind diese laut Imhof glücklicherweise gering: Das Verstopfen der Dübellöcher mit Silikon kostet zwischen 50 und 100 Franken zuzüglich Wegspesen. Die Stangen und die Halter können übrigens wiederverwertet und im nächsten Daheim wiederum angebracht werden.
Text und Bilder: hausinfo
Letzte Aktualisierung:
08.08.2011
(mei) 
