Inneneinrichtung: Preisgekröntes Design
Die Zusammenarbeit von renommierten Möbelherstellern und erfolgreichen Designern kann zu einem wahren Preisregen führen. Wir stellen einige ausgezeichnete Objekte vor.
Für Faulenzer und Geniesser
(mei) Die französische Lebensart auf den Punkt gebracht hat Thomas Sauvage mit der Sonnenliege «Tandem», die er für Ego Paris entworfen hat. Die Liegen lassen sich einzeln, nebeneinander und einander zugewandt aufstellen und werden somit dem Bedürfnis nach Zweisamkeit ebenso gerecht wie dem Wunsch nach Rückzug. Und das alles ohne schweisstreibende Plackerei: Dank ihres leichten Gestells können die Liegen problemlos umplatziert werden. Einfach montierbare Ablageflächen für Cocktails runden die Leichtigkeit des Sommergefühls ab und machen die Entspannung perfekt. Für so viel Stil erhielt «Tandem» 2008 in der Kategorie Garten den Award «red dot: best of the best».
Für Visionäre und Verpackungskünstler
Der französische Architekt und Designer Jean Nouvel, der einem grösseren Publikum durch seine umstrittenen Verpackungen von Cailler bekannt ist, hat für Molteni & C. das mit einem Red-dot-Award ausgezeichnete, avantgardistische Sofa «SKiN» kreiert. Inspiriert wurde Nouvel dabei durch seine Arbeiten für das Musée du Quai Branly in Paris, die er für das Sofa auf ein kleineres Format übertrug. Das Gestell aus Röhrenstahl wird auf beiden Seiten mit einem Bezug aus Leder ergänzt, wodurch der Eindruck entsteht, als sei das Sofa aus einem einzigen Stück gefertigt. Auslassungen verleihen «SKiN» Leichtigkeit und Präsenz. Gut verpackt ist eben doch halb gewonnen.
Für Dichter und Denker
Die von den schwedischen Designern Mats Broberg und Johan Ridderstråle für Iittala entworfene Leuchte «August» hat an der Messe «Ambiente» den Design Plus Award erhalten. Die Leuchte ist eine Hommage an die Öllampe, deren nostalgische Form sie aufnimmt und puristisch interpretiert. Damit niemand auf den Komfort von heute verzichten muss, ist «August» mit modernster LED-Technologie ausgestattet. Namensvater der Leuchte ist der Schriftsteller August Strindberg, der seine Stücke beim Licht einer Öllampe verfasste. Bleibt zu hoffen, dass bei so viel Romantik auch die künstlerische Ader der Besitzer fliesst.
Für Sparsame und Umweltbewusste
Die beiden Designer Dan Sunaga und Staffan Holm haben an der Stockholm Furniture Fair für die Formensprache ihres Couchtischs «Newton» den Nordiska Designpriset erhalten. Das geschwungene, kreisförmige Gestell sorgt für eine dynamische Verbindung von Boden und Glasoberfläche. Kennzeichnend für «Newton» ist auch eine spezielle Produktionstechnik, dank der ein Minimum an Abfall entsteht. Nicht ganz so klar wie das Design ist der Produktbeschrieb: «Durch das snillrika, das in einem Schichtklebernahrungsmittelbasismaterial skärningar ist, hat ein herabgesetzt dem materiellen Überlauf», ist beim Hersteller Karl Andersson & Söner zu lesen. Für Übersetzungen gibt es vorerst wohl keinen Preis.
Für Fragende und Sinnsuchende
Mit «Question Mark» hat der Designer Stefan Heiliger ein Produkt geschaffen, der viele Juroren beeindruckt hat: Bereits zweifach ausgezeichnet und drei weitere Male nominiert, besticht der Stuhl vor allem durch sein extravagantes Äusseres in Form eines Fragezeichens, das je nach Perspektive eher einer Calla oder einer Muschel ähnelt. Für einen freien Blick sorgt das um 360 Grad drehbare Fussuntergestell. Der Hersteller Tonon bietet «Question Mark» in nicht weniger als 196 verschiedenen Stoffen und Lederfarben an, damit beim Einrichten möglichst viele Fragen offen bleiben – nomen est halt omen.
Text: hausinfo
Bilder: zvg
Datum:
09.02.2012
Letzte Aktualisierung:
11.01.2012
URL:
http://www.hausinfo.ch/home/de/wohnen/inneneinrichtung/designer-haeppchen.html