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Inneneinrichtung: Bequeme Sessel für die Leseecke

Der Abend ist lang, und im Fernseher läuft nichts: Zeit für ein gutes dickes Buch. Mit den folgenden Möbeln bekommt die Leseecke ein spezielles Gesicht.
 
(msc) Sich hinfläzen und in eine Geschichte abtauchen: Wer Lust aufs Lesen verspürt, will bequem sitzen oder liegen oder etwas dazwischen und nicht mehr von vielen Fremdeindrücken abgelenkt werden. Ein paar Anregungen zu einer Leseecke mit nicht ganz alltäglichen Möbeln.
 
«Jolly» von WittmannGrossvaters Ohrensessel neu gedacht: Der Freischwinger «Jolly» von der österreichischen Firma Wittmann entspricht der Sehnsucht nach einem vertrauten Hochlehner mit angedeuteten Ohren, einem Möbel, welches Beständigkeit und Sicherheit ausdrückt. Gleichzeitig entsprechen die geringen Ausmaße des Möbels sowie die Freischwingervariante dem modernen Lebensgefühl und schaffen eine Anmutung von Leichtigkeit. Für diese Verbindung von Tradition und Moderne wurde der Sessel mit dem red dot award 2006 ausgezeichnet.
  
«mt3» von DriadeAuch der «mt3» der italienischen Designer von Driade ist eine Neuauflage eines alten Prinzips: Der Schaukelstuhl erhält hier eine neue, kraftvolle Form durch die Konstruktion aus Polyethylen im Rotationsdruckgussverfahren – vielleicht nicht ganz so bequem wie der «Jolly», dafür kann der «mt3» auch draussen in Regen und Schnee stehen gelassen werden.
«Circle Sofa» von Walter KnollEbenfalls runde Formen bietet das «Circle Sofa» von Walter Knoll aus Deutschland. Es spielt mit der elementaren Form des Kreises und lässt überraschend neue Formen dadurch entstehen, dass das Rund zerschnitten wird. Das einzelne Element ist ein Viertel des Kreises, je zwei bilden einen Halbkreis, vier Teile einen Kreis (Circle); alle gemeinsam wirken sie wie eine Plastik. Durch das «Zerschneiden» ergeben sich viele Variationsmöglichkeiten sowie interessante skulpturale Formen und Linien. Kann man am Beginn der Linie des Sofas noch bequem und aufrecht sitzen, ist in deren Verlauf ein entspanntes Liegen möglich. Auch wenn die Wahrnehmung täuscht: Die Höhe des Sofas bleibt dabei völlig konstant. Das «Circle Sofa» hat ebenfalls einen red dot award erhalten.
 
«Tongue Chair» von ArtifortEine Form, die geradezu zum Fläzen inspiriert, bietet der «Tongue Chair» von Artifort (Holland). Doch so modern er aussieht: Der Designer Pierre Paulin entwarf den Sessel bereits 1967. Konstruiert ist er aus einem Stahlrohrgestell mit einer horizontalen Federung, gepolstert mit Formschaum und mit verschiedenen Überzügen erhältlich.
  
 «Daybed» von Dieter KnollBereits auf der Grenze zum Bett steht das «Daybed» des Deutschen Dieter Knoll. Das reduziert gestaltete Polstermöbel hat drei unterschiedlichen Funktionen: Polsterliege, Sofa und Relaxliege. Die Verwandlung erfolgt rasch: Ein leichter Druck auf die Arm-/Rückenlehne genügt und diese fährt, von Gasdruckfedern unterstützt, nach oben. Aus der Liege entsteht ein bequemes Sofa. Zum Relaxen wird ein Teil der Sitzfläche angehoben, bis er in der idealen Neigung zum Entspannen einrastet. Für diese Fähigkeiten hat auch das «Daybed» 2006 einen red dot award errungen.
 
Sitzsack und- insel von Waschbär
Wer schliesslich auf Design verzichten und auch etwas günstiger sitzen will: Ganz unterschiedlichen Positionen passen sich Sitzsäcke oder Sitzinseln an, hier ein Beispiel von Waschbär. Denn im Zentrum steht ja die Geschichte im Buch – und nicht die Sitz- oder Liegegelegenheit.
 

 
 
 
Text: hausinfo
Bilder: zvg

Datum: 08.02.2012
Letzte Aktualisierung: 11.01.2012
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