Opulente Bescheidenheit
(mei) Wenn es heuer sehr weihnachtet, dann tun Beeren, Bären und Sterne sowie Zapfen, Nüsse und Rinde in der Stube ihren Dienst. «Frisch aus dem Walde» scheint das Motto des diesjährigen Weihnachtsschmucks zu sein. «Vanille» heisst dieser Stil bei Interio, der natürliche Materialien wie Baumwolle, Leinen und Filz umfasst. Der Name ist Programm: «Es riecht nach Vanille, Tannennadeln und Lebkuchen», sagt Lucia Guagliardi, Stylistin bei Interio.
Fest für die Kinder Johann Wanner, der Basler Haute Couturier der Weihnachtsbäume, spricht von einer «neuen Bescheidenheit», die er mit Strohsternen, roten Seidenbändern, bunten Kugeln aus Papiermaché und Deko-Äpfeln realisiert. Eher unbescheiden mutet allerdings seine Interpretation dieses Stils an: In gewohnter Fülle verwandeln die einfachen Motive einen Weihnachtsbaum in einen Rausch der Sinnlichkeit. Das ist gewollt: «Weihnachten ist ein Fest für die Kinder. Mit dem Weihnachtsschmuck will ich ihre Phantasie beflügeln», sagt er. Kinder bestimmen auch die Weiterentwicklung seiner Kollektion: «Ich beobachte immer, was sie begeistert – das wird im nächsten Jahr Trend», verrät Wanner, der die Kollektion für 2010 bereits im Kopf hat. Die diesjährigen Stücke zeigt er nicht nur in seinen beiden Geschäften in Basel, sondern wie bereits letztes Jahr auch im Berner Warenhaus Loeb.
Schillernde Silbervögel und einsame Gurken Angesagt sind auch dieses Jahr verspielte Vögel mit viel Weiss oder Silber, die sich einfach mit anderen Motiven kombinieren lassen. So präsentiert Interio mit «Zuckerguss» ein Thema in gebrochenem Weiss, frischen Pastelltönen und Silber, zu dem, Glas, Tüll, Kristall und Vögel passen. «Am besten eignen sich zarte Blüten sowie prachtvoll geschwungene, verspielte Formen», erklärt Guagliardi diesen Stil. Wanner setzt unter den klassischen Weihnachtsfarben ebenfalls stark auf Silber. «Beliebt sind jedoch auch Violett und – bei Damen ab vierzig ein eigentlicher Dauerbrenner – Rosa», meint er. Wieder im Trend liegt zudem der Brauch, eine einzelne Deko-Gurke im geschmückten Baum zu verbergen und dem Kind, das sie findet, ein spezielles Geschenk zu machen – ein Brauch, den Wanner bereits in seiner Kindheit liebte.
Alte Tupfen und edle Fabergé-Eier

Menü in Zimt Wer an Weihnachten auch seinen Tisch festlich schmücken will, kann sich von der Kollektion «Zimt» von Interio inspirieren lassen: Als Basis für einen geschmückten Tisch dienen Kupfer und weitere metallische Farbtöne sowie warmes Gold. «Bei den Motiven dominieren schlichte Formen und grafische Elemente. Dazu passen dunkle Hölzer», meint Guagliardi. Ihr Spartipp für Weihnachten: «Ergänzen Sie Ihre Lieblingsstücke mit wenigen neuen Produkten. So erhalten Sie eine individuelle und doch aktuelle Weihnachtsdekoration.» Ihr Rat könnte Gehör finden: Laut einer Umfrage von Ernst & Young will jeder dritte Schweizer bei den Weihnachtsgeschenken sparen. Und wenn weniger unter dem Baum liegt, dürfte auch weniger am Baum hängen.
Text: hausinfo
Bilder: hausinfo und zvg
Letzte Aktualisierung:
03.12.2009
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