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Kolumne «Glücklich wohnen»: Die Designkerze mit Duft

Die feminine Design-Duftkerze «Rose»














Es gibt Momente, in denen man sich unbedingt etwas Besonderes gönnen sollte: Wenn man frisch verliebt ist, wenn alles daneben geht, bei einem gelungenen Geschäftsabschluss oder – richtig, zu Weihnachten. Wenn draussen romantischer Neuschnee liegt, gibt es nämlich nichts Feierlicheres, solche Momente auszukosten als – mit einer Kerze. Zwei ganz besonders edle Modelle, die wegen ihrer quadratischen Form Cubes genannt werden, sind «Rose» und «Mahogany». Das Hand gefertigte Duo für Sie und Ihn aus der Schweiz.

Weil Weihnachten naht, beginnen wir ausnahmsweise mit der Verpackung: Der Zürcher Designer Stéphane Houlmann hat dafür schlichten, einheimischen Karton gewählt. Ein von Hand gefertigtes Verschachtelungssystem, das hübsch anzusehen ist und mit seinem pinkfarbenen Innenleben überrascht. Einfach, aber genial. Und unter einem Weihnachtsbaum absolut unprätentiös und doch wirkungsvoll!


Das maskuline Pendant «Mahogany» Architektonischer Cube
Das zweite Mal wird man beim Anblick der Kerze selber überrascht. Sie sieht nämlich ein bisschen anders aus als ihre Konkurrenz. Ungewöhnlich ist zum Beispiel der rote, strenge Balken im Rumpf des Cube. «Ich wollte immer eine Kerze entwerfen, die Charakter und Persönlichkeit ausstrahlt», erklärt Stéphane Houlmann. Und wo der Designer recht hat, hat er recht. Die meisten Duftkerzen werden lediglich ziemlich lieblos in Gläser abgefüllt und das war es. Die Kerze selber geht dabei vollkommen unter. Seinen Cubes «Rose» und «Mahogany» hingegen hat Stéphane Houlmann ihren ursprünglichen Körper wieder zurückgegeben. Man darf sie also in ihrer ganzen Pracht bestaunen. Eine angenehme Nebenerscheinung ist zudem: Wo kein Glas ist, ist auch kein Russ, der das Glas unschön zuschwärzt. Nur Kerze!

Und jetzt, der Duft: Die Konzentrate von Rosen und Honig für den «Rose»-Cube und von Würze und holziger Note für den «Mahogany»-Cube entfalten ihren Duft erst beim Anzünden und nicht schon in der Einkaufstasche und reichen, zusammen mit dem Wachs, für eine Brenndauer von rund 90 Stunden. Was romantisch Veranlagte etwa mit einem Monat flackerndem Abendlicht veranschlagen können. Die Kerzen entsprechen – und das ist ja nicht unwichtig! – den Anforderungen des RAL-Gütezeichens und den IFRA-Empfehlungen, was heisst, sie sind russ- und raucharm. 

 
Designer Stéphane Houlmann Edles Handwerk

Eine weitere kleine Besonderheit ist, dass die würfelförmigen Designkerzen mit einem knappen Kilogramm Körpergewicht erst seit zwei Jahren erhältlich sind. Somit sind sie also ein kleiner Geheimtipp. Von Hand werden sie im zürcherischen Wald in einem 36-stündigen Vorgang hergestellt. Dabei wird der Wachs schrittweise in die Form eingefüllt. Es folgt ebenso schrittweise das Warten, bis er trocken ist, damit die rote Schicht nicht verläuft, die der Kerze ihre architektonische Ausstrahlung gibt. Wiederholt wird dieser Vorgang insgesamt 15 Mal. Dann geht der Cube ab in den Ofen und wird zum Schluss mit einem feinen Pinsel liebevoll glatt gestrichen. Besonders ist weiter, dass von den Cubes lediglich 500 Stück produziert werden und sie ausschliesslich in der Schweiz verkauft werden. Womit man also getrost behaupten kann, man schenkt ein fast einzigartiges Stück.

Und jetzt zum Preis: Ich hoffe, Sie sitzen? Gut, 125 Franken für jede Kerze. Das ist wirklich viel, zugegeben. Wirklich viel! Aber wie gesagt, eine einheimische, von Hand gefertigte Designduftkerze ist eben etwas Aussergewöhnliches. Eigentlich mindestens so besonders wie Weihnachten.


von Delia Lenoir
Bilder: zvg

Datum: 23.05.2012
Letzte Aktualisierung: 30.03.2011
URL: http://www.hausinfo.ch/home/de/wohnen/kolumne/designkerze_duft.html