«Glücklich wohnen»: Stilvolles Design für Katz und Hund

Tiere mit einem Gespür für Stil? Nun ja, eigentlich dürfte es einer Katze oder einem Hund egal sein, worauf sie sich niederlegen – solange es nur möglichst bequem ist und vertraut riecht. Oder nicht? Die Amerikanerin Elizabeth Paige Smith ist da anderer Meinung. Die Designerin entwirft in Los Angeles sinnliche und minimalistische Möbel und Skulpturen und wurde in Ausstellungen mit ihren Arbeiten von den Medien bereits zur «neuen kulturellen Ikone» gekürt. Aber ihre wahre Passion hat sie zufällig entdeckt: Das Entwerfen von durchgestylten Katzenmöbeln. Sie habe, meint sie, eines Tages an einem ihrer Möbelentwürfe aus Wellpappe gearbeitet, als sich ihre Katze Simon genüsslich in den Sessel legte und keine Absicht zeigte, ihn wieder zu verlassen. Simon ist also mitverantwortlich, dass seine Artgenossen inzwischen kontinentübergreifend den minimalistischen Geschmack schulen.
Schlichtes Material
Natürlich, wo Katzen sind, sind auch Hunde nicht weit. Aus diesem Grund hat sich Elizabeth Paige Smith für ihre Tierkollektion einen Kompagnon gesucht. Einen, der die Problematik von formschönem Design für Vierbeiner bestens versteht. Der Architekt und Bildhauer Jon Wesley Rahmann hatte für seinen Hund nämlich lange, aber vergeblich einen ansprechenden Fressnapf gesucht: Keines der Modelle, die auf dem Markt angeboten wurden, konnte sich der Ästhet in seiner gepflegten Wohnung vorstellen. Also setzte er sich an seinen Zeichentisch und entwarf einen neuen. Beim Hundenapf ist es nicht geblieben. Zusammen mit Elizabeth Paige Smith und ihrer eigenen Kollektion präsentiert Wesley Rahmann inzwischen die Plywood Collection und die klare Form seines Dog Beds.
Datum:
09.02.2012
Letzte Aktualisierung:
30.03.2011
URL:
http://www.hausinfo.ch/home/de/wohnen/kolumne/stillvolles-design-katz-hund.html
Nehmen wir stellvertretend für die Tiere die beiden Betten unter die Lupe: Das Katzenbett – namentlich die Couchette – ist aus moderner Wallpappe gefertigt. Die leicht raue Oberfläche bürgt für eine angenehme Temperatur, was den Wärme suchenden Büsis entgegen kommen dürfte. Einziger Einwand bei diesem Entwurf: Die Pappe ist nicht besonders wasserresistent.
Dieses Problem ist beim Dog Bed besser gelöst. Dort ist das Schichtholz robust und mit einem feuchten Tuch leicht zu pflegen. Mehrere Holzlagen wurden übereinander verleimt und dann in die gewünschte, geschwungene Form getrimmt. Bei den Decklagen kann man wahlweise zwischen Walnuss oder Kirschlaminat auswählen. Aber ob alle Hunde für diesen Entwurf asketisch genug eingestellt sind?