Kreative Lösungen für Räume mit Doppelfunktion
Küche/Wohnzimmer
Wie bei der Kombination Küche/Esszimmer ist auch hier der Platz das A und O. Wer hat schon Freude beim Kochen, wenn er sich kaum drehen und wenden kann? Und wer möchte noch Stunden nach dem Essen die Düfte z. B. von gebratenen Zwiebeln in der Nase haben? Eine leistungsstarke Dunstabzugshaube ist in dieser Raumkonstellation daher unabdinglich.
Des Weiteren stellt sich die grundsätzliche Frage, ob Sie die Küche in das Wohnzimmer integrieren möchten oder ob Sie eine klare Unterteilung bevorzugen. Einen fliessenden Übergang erzielen Sie beispielsweise mit Möbeln, die farblich aufeinander abgestimmt sind, eine Trennung mit markanten Raumteilern. Doch egal, welche Variante Sie favorisieren – sorgen Sie für ein behagliches Ambiente und rücken Sie den Wohnbereich optisch ins Zentrum.
Küche/Arbeitszimmer
Diese Funktionen lassen sich am besten in einem entsprechend grossen Raum verbinden. Der Arbeitsplatz sollte dabei nicht nur weit entfernt von allen Küchenarbeitsflächen liegen, sondern so angenehm und anregend wie möglich gestaltet werden. Denn in einer dunklen Ecke mit Mikrowelle und Kaffeemaschine im Nacken sind Konzentration und Kreativität wahrscheinlich Fehlanzeige.
In puncto Büromobiliar eignen sich z. B. ein verschliessbarer Schrank mit herunter klappbarer Tischplatte sowie ein Stuhl, der perfekt auf dessen Höhe ausgerichtet ist. Für sporadische Schreibgelegenheit hingegen genügen unter Umständen bereits eine kleine Arbeitsplatte für den Laptop und ein Rollcontainer für die Unterlagen.
Arbeits-/Esszimmer
Diese Kombination empfiehlt sich vor allem, wenn Sie den Raum nur selten zum Essen nutzen oder aber nur hin und wieder zuhause arbeiten. Achten Sie darauf, dass Büro- und Esszimmer-Inventar ein harmonisches Ganzes bilden und der Bürocharakter nicht zu sehr dominiert.
Um Akten und sonstige Arbeitsutensilien schnell wegschaffen zu können, ist ausreichend Staufläche vonnöten. Und vielleicht zählen Sie einen bequemen Stuhl mit aufrechter Lehne zu Ihrem Fundus, der sowohl am Ess- wie auch Schreibtisch eine gute Figur macht. Wenn Sie für den Stuhl darüber hinaus noch mindestens 70 cm Platz vor dem Schreibtisch erübrigen können, so bringen Sie garantiert alles unter einen Hut.
| Die Expertin zum Schluss | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Räume, die verschiedene Funktionen in sich vereinen, brauchen vor allem eines: eine klare Struktur. Dies weiss auch Béatrice Ruef. Die Wohnpsychologin verrät, wie Sie eine sinnvolle Gliederung erzielen und den Räumen gleichsam eine gewisse Leichtigkeit verleihen. Frau Ruef, was gilt es bei der Einrichtung eines Multifunktionsraumes zu beachten? Das Wort multifunktional weist bereits darauf hin: In erster Linie müssen die Anforderungen an die Funktionen des Zimmers bestmöglich erfüllt werden. Zudem ist es lohnenswert, sich bei der Möblierung auf das zu beschränken, was tatsächlich notwendig ist und gefällt. Daraus folgt, dass bei der Wahl des Mobiliars besondere Sorgfalt und Aufmerksamkeit geboten sind – und dies unabhängig davon, ob Sie in der Brockenstube um die Ecke oder im Möbelhaus der Extraklasse einkaufen. Ein Mehrzweckraum gewinnt optisch und praktisch, wenn man ihn gliedert. Mit welchen Mitteln gelingt dies? Hierzu eignet sich beispielsweise ein flexibler Paravent. Ich selbst bevorzuge die textile Raumtrennung mittels Vorhängen oder anderen dekorativen Stoffen wie in einem Nomadenzelt. Aber auch beidseits zugängliche Regalelemente in jeder Höhe, ein niedriges Sideboard oder eine einfache Bank stellen Struktur her. Eine strikte Aufteilung kann auch starr und statisch wirken. Was kann man tun, um die einzelnen Funktionselemente harmonisch miteinander zu verbinden und ein grosszügiges Raumgefühl entstehen zu lassen? Wichtig sind Brücken von einem Funktionsbereich zum anderen. Dies können Dekorationsgegenstände sein wie z. B. ein Wandteppich, eine schön geformte Vase mit einer Blume bestückt, eine Keramikschale mit Früchten, eine aussergewöhnliche Leuchte. Der Phantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Apropos Grenzen: Was sollte man bei der Gestaltung von multifunktionalen Räumen möglichst vermeiden? Ganz klar: Unordnung und Chaos. Planen Sie stattdessen sorgfältig und setzen Sie auf durchdachte Möbel, die Ordnung schaffen. Frau Ruef, vielen Dank für Ihre interessanten Tipps und Anregungen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Buchtipps | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Text: hausinfo
Bilder: ImagePoint (anmuht.ch), zvg
Küche/Esszimmer
Arbeits-/Schlafzimmer
Räume, die verschiedene Funktionen in sich vereinen, brauchen vor allem eines: eine klare Struktur. Dies weiss auch Béatrice Ruef. Die Wohnpsychologin verrät, wie Sie eine sinnvolle Gliederung erzielen und den Räumen gleichsam eine gewisse Leichtigkeit verleihen. 
