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Küchenausstattung: Herd und Backofen

Der Kochherd ist ein wichtiger Faktor für den Komfort während des Kochens und die Qualität dessen, was schliesslich auf den Teller kommt.
 
(mas/knü) Die Palette an Kochherden ist enorm: Sie reicht vom einfachen Elektroherd bis zum Heissluft-Kombi mit Induktionskochfeld. Die Preisunterschiede sind dementsprechend gross.
 
Herde sind freistehend oder als Einbaumodell erhältlich. Bei Einbauherden kann man die Art der Kochfelder meistens frei wählen. Wird ein Gerät als Backofen deklariert, so wird es – ohne Kochfeld – auf Augenhöhe in die Küche eingebaut, was den Bedienkomfort erhöht.
  
Der Backofen «quantumSpeed» von Siemens.Backofen-Typen
  • Der konventionelle Ofen arbeitet mit Ober- und Unterhitze. Elektrische Energie wird direkt in Wärme umgewandelt.
  • Ein Umluftofen verfügt neben der Ober- und Unterhitze zusätzlich über einen Ventilator, der die Wärme gleichmässig verteilt. Dadurch können zwei Ebenen gleichzeitig benutzt werden.
  • Bei einem Heissluft-Ofen wird der Innenraum durch heisse Luft erhitzt. Backen und Braten ist auf bis zu drei Ebenen möglich.

  • Ein Heissluft-Kombi-Backofen (Ober- und Unterhitze mit Heissluft) erzielt die besten Kochresultate, weil er besonders gleichmässig bäckt.
  • So genannte Steamer erzeugen zusätzlich zur Funktion eines Umluft-Ofens auch heissen Dampf.
  • Gasöfen haben sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und verfügen über dieselben Eigenschaften und Zusatzfunktionen wie Elektroöfen.
Beim Induktionskochfeld «Maxima» von Electrolux können kleine und grosse Töpfe frei in den Kochzonen platziert werden.Arten von Kochfeldern
  • Gussplatte: Diese Kochplatten verbrauchen am meisten Energie und sind am schwierigsten zu reinigen. Strom wird direkt in Wärme umgewandelt.
  • Glaskeramik: Auf der ebenen Glasfläche sind die Kochzonen in Form von Kreisen angedeutet. Glaskeramikplatten sind einfach zu reinigen.

  • Gaskochfeld: In letzter Zeit finden Gasherde immer grössere Beliebtheit, da sie höchst ökonomisch und ökologisch sind. Während bei einem Elektroherd nur etwa 20 Prozent der eingesetzten Energie zum Kochen genutzt werden können, erreicht der Gasherd einen Wirkungsgrad von 55 Prozent.
  • Induktion: Bei diesen Kochfeldern wird die Wärme direkt im Pfannenboden erzeugt, nicht unter der Glasplatte. Induktionsfelder sind schnell aufgeheizt und können rasch und genau in der Temperatur reguliert werden. Manche Geräte haben sogar eine Pausentaste, um den Kochvorgang zu unterbrechen und später wieder fortzusetzen. Der Energieverbrauch ist um rund 30 % geringer als bei Glaskeramik-Kochfeldern. Ausserdem ist das Risiko von Verbrennungen gering, da sich die Platte kaum aufheizt. Wer sich für einen Induktionsherd entscheidet, hat aber meist das gesamte Kochgeschirr auszuwechseln – dieses muss magnetisch sein.
Extras
  • Infrarotgrill
  • kombinierbare Mikrowelle
  • Schnellaufheizung
  • Katalytische Reinigung: Fettspritzer oder andere Schmutzpartikel lösen sich von selbst von den mit einem speziellen Email beschichteten Innenwänden des Ofens ab.
  • Pyrolytische Reinigung: Verschmutzungen und Speiserückstände werden mit einem Spezialprogramm (500 °C während zwei bis drei Stunden) zu einem Häufchen Asche verbrannt. Ein feuchtes Tuch reicht, um die Rückstände wegzuwischen. Diese Art der Selbstreinigung ist teuer und sehr energieaufwändig.
Preisbeispiele
Wie teuer ein Herd ist, hängt von der Leistung, aber vor allem auch von der Art der Kochplatten und der Heizart (mit oder ohne Umluft/Heissluft) ab.

Preisbeispiele
Mini-Ofen für Sandwichs etc. (Tischmodell)
Fr. 70.- bis 400.-
Ober-/Unterhitze
ab Fr. 400.- bis 1'400.-
Glaskeramik-Kochfeld
ab Fr. 2'000.-
Aufpreis für Induktions-Kochfeld
+ ca. Fr. 1'000.-
Aufpreis für pyrolytische Reinigung
+ ca. Fr. 1'000.-
Ober-/Unterhitze und Heissluft
ab Fr. 1'200 bis 1'800.-
kombiniert mit Steamer
Fr. 2'200.- bis 3'000.-
Luxusmodell mit Mikrowelle
Fr. 6'600.-
 
Tipps
  • Vorheizen verbraucht nur unnötig Energie.
  • Eine Wärmeschublade dient dazu, Teller aufzuwärmen, sorgt aber auch für Energieverschleiss.
  • Eine leicht verschmutzte Glaskeramikplatte kann mit Abwaschmittel und einem feinen Tuch gereinigt werden. Stärkere oder eingebrannte Verschmutzungen können mit einem speziellen Glaskeramik-Reinigungsmittel oder einem Rasierklingenschaber entfernt werden.
  • Kochfelder mit Sicherheitsautomatik schützen vor Überhitzen.
  • Bei Backöfen mit katalytischer Reinigung sollte die Tür nach jedem Gebrauch geschlossen werden. Dadurch wird die Reinigung unterstützt.
  • Bei energieeffizienten Backöfen erhitzt sich die Fronttüre weniger stark, was die Verbrennungsgefahr reduziert.
 
Text: hausinfo
Bilder: Siemens, Electrolux

Datum: 23.05.2012
Letzte Aktualisierung: 30.03.2011
URL: http://www.hausinfo.ch/home/de/wohnen/kueche/Herd-und-Backofen.html