Wenn das Geld knapp wird: Sparen im Haushalt und beim Wohnen

Was Unternehmen in einer finanziell angespannten Situation tun, können auch die privaten Haushalte: Kosten senken, Verzicht üben, strikte Budgetkontrolle. Wir geben Ihnen einige wichtige Spartipps.

Basis eines ausgeglichenen Budgets ist eine detaillierte Haushaltsplanung und eine strikte Budgetkontrolle.
Basis eines ausgeglichenen Budgets ist eine detaillierte Haushaltsplanung und eine strikte Budgetkontrolle.

(pg) Gerade im internationalen Vergleich geht es der Bevölkerung in der Schweiz gut. Aber auch sie verspürt die wirtschaftlich raueren Zeiten, die gestiegenen Anforderungen, die Konkurrenz und die hohen Lebenshaltungskosten. Steigt der Spardruck, lohnt sich ein Blick auf die monatlichen Kosten, die beim Wohnen und im Haushalt anfallen - denn diese fressen einen grossen Teil der monatlichen Einkünfte weg.

Basis eines ausgeglichenen Budgets ist eine detaillierte Haushaltsplanung und eine strikte Budgetkontrolle. Wer in einem Haushaltsbuch - oder mit einer entsprechenden Software, Web-Budgetplaner oder App - über mehrere Monate seine Einnahmen und Ausgaben aufführt, hat die Kosten besser im Griff und einen guten Blick auf das Optimierungspotenzial.

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Zu den wichtigsten Spartipps im Bereich Wohnen und Haushalt gehören:

Mieten / Hypotheken: Eigenheimbesitzer profitieren seit Jahren von tiefen Zinsen. Doch auch Mieter wohnen günstiger, denn der Referenzzinssatz befindet sich ebenfalls auf einem Rekordtief. Freiwillig senken aber nur die wenigsten Verwaltungen die Miete. Als Mieter müssen Sie Ihren Anspruch schriftlich geltend machen. Da die Mieten zu den grössten Ausgabeposten gehören, sollte die Wohnsituation auch regelmässig überprüft und allenfalls ein Wohnungswechsel ins Auge gefasst werden.

Energie / Heizung / Wasser: Mit das grösste Einsparpotenzial besteht im Energiebereich. Zwei Drittel des gesamten Energiebedarfs im Haushalt werden dabei fürs Heizen eingesetzt. Hier Einsparungen vorzunehmen ist ein Leichtes und schont neben Ihrem Geldbeutel auch die Umwelt. Als Grundregel gilt: Mit jedem Grad weniger Raumtemperatur kann man 6 % Heizkosten sparen. Eine Temperatur von 20 Grad in Wohn- und 17-18 Grad in Schlafräumen reichen aus.

Der zweitgrösste Energieverbraucher im Haushalt ist die Warmwasseraufbereitung. Mit einfachen Lösungen und kleinen Verhaltensänderungen lässt sich Geld sparen. Zum Beispiel wird bei einer Dusche nur etwa 1/3 des Wassers verbraucht, das man für ein Bad benötigt. Ersetzen Sie alte Armaturen mit modernen Spararmaturen und installieren Sie Sparduschköpfe und Durchflussbegrenzer. 

Auch mit der Kontrolle des Stromverbrauchs lässt sich Geld sparen. Vergleichen Sie im Internet die Anbieter und die verschiedenen Stromtarife. Setzen Sie auf Energiesparlampen. Löschen Sie das Licht, wenn Sie einen Raum verlassen und vermeiden Sie es, elektrische Geräte andauernd im Standby-Modus zu halten. Abwaschmaschine, Waschmaschine und Tumbler verknurren Sie am besten zu Nachtarbeit, wenn die Stromtarife tiefer sind. Achten Sie beim Kauf von neuen Elektro-Geräten auf die Energieeffizienzklassen.

Telekommunikation / Internet: Ob Internet-Anschluss, Smartphones, Tablets oder Digital-TV - unsere Haushalte sind heute völlig vernetzt. Den Kampf um die Kunden entscheiden die Anbieter aber weniger mit ihren Angeboten als vielmehr mit den Tarifen. Überprüfen Sie, welche Angebote für Sie Sinn machen, welche Bandbreiten Sie beim Internet-Zugang benötigen und wie oft Sie das Smartphone tatsächlich brauchen. Anschliessend lassen sich im Internet die Angebote der verschiedenen Anbieter bequem vergleichen. Auch wenn man nicht von heute auf morgen aus einem laufenden Vertrag aussteigen kann, sollte man einen Wechsel des Anbieters nicht scheuen.

Versicherungen: Versicherungen sind grundsätzlich eine gute Sache, denn auch ein kleines Unglück kann schnell hohe Kosten verursachen. Überprüfen Sie aber dennoch regelmässig, was Ihnen eine Versicherung wirklich bietet und auf was Sie auch verzichten könnten. Zum Beispiel lohnt sich eine Überprüfung der Zusatzversicherungen bei der Krankenkasse und je nach Anbieter lässt sich auch bei der Motorfahrzeug-Versicherung viel Geld sparen.

Haushalt: Viel Sparpotenzial bergen die monatlichen wechselnden Ausgaben für Nahrung, Getränke, Bekleidung oder Freizeit in sich. Wer sparen muss, tut gut daran, sich beim Lebensmittelkauf an drei Regeln zu halten: Informieren Sie sich über Aktionen und günstige Angebote, erstellen Sie eine Einkaufsliste und gehen Sie nie hungrig zum Einkauf. Sparen lässt sich mit den Billiglinien der grossen Schweizer Detailhändler, aber auch mit Produkten der deutschen Hard-Discounter. Markenprodukte kosten mehr als No-Name-Artikel und Fertigprodukte sind zwar praktisch, in der Regel aber auch teurer als Nahrungsmittel, die man selber zubereitet. Auch beim Kleiderverkauf lässt sich viel Geld sparen, wenn man einen Blick auf die Aktionen wirft und im Ausverkauf lässt sich häufig ein Schnäppchen machen.

Wer diese Tipps beherzigt, wird Ende des Monats staunen, wie viel Geld sie oder er einsparen konnte. Vielleicht ist es sogar so viel, dass man sich zwischendurch wieder mal etwas leisten oder aber auch Schulden zurückzahlen kann.

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