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Bedürfnisanalyse vor dem Haus- oder Wohnungskauf

Für die meisten Menschen ist der Hauskauf oder Wohnungskauf die grösste finanzielle Entscheidung in ihrem Leben. Darum lohnt es sich, etwas Zeit in die Bedürfnisanalyse zu investieren und sich klar zu werden, was Sie wollen und was Sie vor allem brauchen.

Familie im Garten
Möchten Sie vom Balkon oder der Terrasse aus eine schöne Aussicht geniessen? Oder ist Ihnen ein grüner Garten wichtiger?

(rh) Jede und jeder ist anders und stellt andere Ansprüche an sein Zuhause. Das sollten Sie bedenken, bevor Sie Geld für ein Haus oder eine Wohnung ausgeben. Als kleine Hilfe für die Bedürfnisanalyse haben wir Fragen rund um drei wichtige Themen für Sie zusammengestellt: Lebensgewohnheiten, Objekt und ob Sie städtisch oder ländlich leben wollen. Die Antworten helfen Ihnen, sich für das richtige Objekt zu entscheiden.

Stellen Sie sich die folgenden Fragen zu Ihren Lebensgewohnheiten

  • Wie viele Personen werden im neuen Haus oder in der neuen Wohnung leben? Sie? Sie und Ihr Partner oder Ihre Partnerin? Ihre Kinder?

  • Haben Sie oder Ihre Partnerin, Ihr Partner Kinder, die vielleicht später bei Ihnen leben werden?

  • Für wie lange soll das Haus oder die Wohnung Ihr Heim sein? Haben Sie Kinder, die ausziehen werden? Wollen Sie Ihr Zuhause dann verkaufen oder weiter bewohnen?

  • Bewirten Sie gerne Gäste und empfangen Sie viel Besuch? Brauchen Sie ein grösseres Wohnzimmer, ein Gästezimmer oder ein Gäste-Badezimmer?

  • Arbeitet jemand in der Familie zu Hause? Benötigen Sie ein Arbeitszimmer?

  • Übt jemand in der Familie ein Hobby im Gebäudeinnern aus, zum Beispiel basteln, musizieren oder Velo fahren auf dem Hometrainer?

  • Möchten Sie einen eigenen Weinkeller?

  • Wünschen Sie sich einen Wintergarten?

  • Arbeiten Sie gerne im Garten oder wünschen Sie sich lieber einen Garten, der nicht so viel zu tun gibt?

  • Wo essen Sie lieber: In der Wohnküche oder im grossen Wohn- und Esszimmer?

  • Besitzen Sie Haustiere? Falls ja, räumen Sie ihnen genügend Platz ein.

  • Passen Ihre Lebensgewohnheiten zur Lage? Wünschen Sie sich Abendsonne, wenn Sie nach der Arbeit nach Hause kommen, oder nicht?

  • Sollte das Haus oder die Wohnung alters- und behindertengerecht sein? Dies beinhaltet Wohnen auf einer Etage, einen barrierefreien Zugang und einen Lift oder Treppenlift.

Stellen Sie sich die folgenden Fragen zum Objekt

  • Wie weit ist es bis zur Arbeit oder bis zur Schule?

  • Ist jemand in der Familie auf den öffentlichen Verkehr angewiesen? Wie gut sind die Verbindungen?

  • Wie verkehrsgünstig ist die Lage, falls jemand in der Familie den Arbeitsplatz oder die Schule wechselt?

  • Können Sie Ihre Hobbys immer noch gut ausüben oder müssen Sie lange Wege in Kauf nehmen?

  • Wie leicht erreichen Sie Ihre bisherigen Einkaufsmöglichkeiten, vor allem Fachgeschäfte, die Ärzte, den Coiffeur oder die Kosmetikerin? Gibt es nähere Alternativen?

  • Wie wichtig ist Ihnen und Ihrer Familie eine städtische Infrastruktur mit Theater, Kino oder Restaurants – und wie nahe ist die nächstgelegene Stadt?

  • Wie nahe und erreichbar sind Ihre Verwandten, Freunde und Bekannten?

  • Wie wichtig ist Ihnen eine sonnige Lage? Im Talgrund ist die Sonnenscheindauer deutlich kürzer als an Hanglagen.

  • Möchten Sie vom Balkon oder der Terrasse aus eine schöne Aussicht geniessen? Oder ist Ihnen ein grüner Garten wichtiger?

  • Befinden sich in der Nähe des Gebäudes Störfaktoren wie Industriebauten, verkehrsintensive Strassen oder andere Lärm- oder Geruchsquellen?

  • Stimmt die Anzahl der Räume mit Ihren Bedürfnissen, die Sie unter «Ihre Lebensgewohnheiten» formuliert haben, überein?

  • Wie gross sollten die einzelnen Räume sein?

  • Welche Räume sollten in welchem Stockwerk liegen?

  • Welcher Raum sollte neben welchem Raum liegen? Überlegen Sie sich, wie Sie von einem Raum in den anderen gelangen und wen Sie allenfalls stören. Empfehlenswert ist zum Beispiel, dass die Schlafzimmer nicht neben dem Wohnzimmer liegen.

  • Welche Räume sollten auf der Sonnseite liegen, welche sollten die schönste Sicht haben? Berücksichtigen Sie die Himmelsrichtungen:
    • Der sonnenarme Norden eignet sich für Räume, in denen Sie sich wenig aufhalten, zum Beispiel Bad, Treppenhaus oder Garage.
    • Wohnen und Essen sind wegen der Sonne im Süden am besten platziert.
    • Für die Schlafzimmer eignen sich der Osten und Westen am besten.
  • Ausgefallene Anordnungen und Einteilungen machen Ihr Haus oder Ihre Wohnung zum Liebhaberobjekt, das Sie später wahrscheinlich nur mit Mühe verkaufen können.

  • Vermeiden Sie gefangene Räume, in die Sie nur gelangen können, wenn Sie einen anderen Raum durchqueren, und innen liegende Räume, die nicht mindestens an einer Seite die Aussenwand bilden.

Wohnen in der Stadt oder auf dem Land?

Ende 2018 lebten mehr als 8,5 Millionen Menschen in der Schweiz. Ein Viertel von ihnen wohnen in ländlichen und drei Viertel in städtischen Gebieten. Seit 1998 wachsen unsere Städte und Agglomerationen schneller, weil mehr Menschen vom Land in die Stadt ziehen als umgekehrt. Das gilt besonders für die drei Metropolen Zürich, Genf und Lausanne sowie die meisten Städte im Grossraum Zürich. Die wichtigsten Gründe für das Wachstum der Städte sind unsere Arbeit und unser Lebensstil. Einerseits ziehen immer mehr Firmen – und damit Arbeitsplätze – in Städte oder die Gemeinden darum herum, andererseits wollen vor allem junge oder kulturell interessierte Menschen urban leben. Doch es gibt auch eine Gegenbewegung: Familien oder Menschen, die nach der Arbeit richtig abschalten wollen, ziehen vermehrt aufs Land.

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Wie viel ist Ihnen Ihre Zeit wirklich wert?

Die Entscheidung «Stadt oder Land?» hat oft finanzielle Gründe. Auf dem Land kostet Wohneigentum weniger als in der Stadt oder Agglomeration. Viele vergessen aber, dass sie ein zweites Auto brauchen, weil der idyllische Weiler abgelegen ist und weder Schule noch Tante-Emma-Laden besitzt. Dafür fahren sie Tag für Tag zwei Stunden zur Arbeit. Wer die Pendlerkosten – Zeit plus ÖV-Abo oder Auto – kapitalisiert, kommt oft zum Ergebnis, dass sich weite Arbeitswege nicht lohnen, weil die hohen Pendlerkosten die tieferen Kaufpreise mehr als ausgleichen. Und die Steuervorteile, die in der Regel mit höheren Bodenpreisen erkauft werden, zahlen sich erst ab einem steuerbaren Einkommen von 120'000 Franken aus. Ob Sie auf dem Land wirklich günstiger wohnen, müssen Sie selber herausfinden und (ehrlich) berechnen.

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