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Immobilienmarkt Schweiz: Stagnation bei den Preisen

Lange gab es für die Preise für Wohneigentum in der Schweiz bloss eine Richtung: immer höher. 2017 hat sich der Immobilienmarkt abgekühlt und das Preiswachstum verlangsamt. Dieser Trend dürfte sich 2018 fortsetzen.

2017 hat sich der Immobilienmarkt abgekühlt und das Preiswachstum verlangsamt. Dieser Trend dürfte sich 2018 fortsetzen.
2017 hat sich der Immobilienmarkt abgekühlt und das Preiswachstum verlangsamt. Dieser Trend dürfte sich 2018 fortsetzen.

(rh) Jahrelang sind die Preise für Wohneigentum in der Schweiz gestiegen. Seit 2007 um 73 Prozent in Zürich, 59 Prozent in Genf und 53 Prozent in Basel. Aber auch abseits dieser Zentren liegen die Preise einen Drittel bis 60 Prozent höher. Auf comparis.ch/immobilien/preisentwicklung können Sie online abfragen, wie sich die Immobilienpreise in Ihrer Gemeinde entwickelt haben. In Oberwinterthur beispielsweise ist der Angebotspreis für eine Eigentumswohnung (ETW) von 4380 auf 6750 Franken pro Quadratmeter (plus 57 Prozent) und für ein Einfamilienhaus (EFH) von 761'000 auf 1'190'000 Franken (plus 60 Prozent) gestiegen. Niedrige Zinsen, fehlende Anlagealternativen und die steigende Nachfrage haben die Immobilienpreise seit 14 Jahren in die Höhe getrieben.

Das Preiswachstum verlangsamt sich

Laut SWX IAZI Private Real Estate Price Index sind die Transaktionspreise für ETW im Jahresvergleich (3. Quartal) um 1,8 Prozent und für EFH um 3,2 Prozent gestiegen. Gemäss Wüest & Partner sind die Angebotspreise für ETW um 0,8 Prozent gesunken und für EFH um 0,5 Prozent gestiegen. Die Spitzenpreise liegen in fast allen Regionen tiefer als vor einem Jahr. Das bestätigt den Trend, dass sich die Nachfrage nach unten verschiebt. Selbst wer gut verdient kann sich nicht mehr jeden Preis leisten, wie ein IAZI-Rechenbeispiel belegt: Wer sich im Jahr 2000 mit einem Jahreseinkommen von 120'000 Franken und 150'000 Franken Eigenkapital eine 109 Quadratmeter grosse Wohnung in Zürich leisten konnte, muss sich heute mit 58 Quadratmetern begnügen. 

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* 3. Quartal 2017, Preis für einen Quadratmeter | Quelle: Wüest & Partner, Zürich

Eigentumswohnung

Leerstandquote

(Juni 2017)

Angebotsziffer

Insertionsdauer

(2. Quartal 2017)

Angebotspreis*

(Median)

Transaktionspreis*

Spitzenpreis*

Schweiz

0,5 %

4,8 %

70 (71) Tage

6710 Franken/m2

6800 Franken/m2

Basel

0,0 %

1,1 %

 

8620 Franken/m2

9530 Franken/m2

15'200 Franken/m2

Bern

0,0 %

0,7 %

 

7050 Franken/m2

7780 Franken/m2

14'500 Franken/m2

Genf

0,4 %

4,0 %

 

11'890 Franken/m2

13'740 Franken/m2

30'800 Franken/m2

Lausanne

0,3 %

3,0 %

 

9590 Franken/m2

10'720 Franken/m2

27'700 Franken/m2

Zürich

0,1 %

1,4 %

 

11'730 Franken/m2

12'990 Franken/m2

26'400 Franken/m2

* 3. Quartal 2017, Preis für 6- bis 6,5-Zimmer-Einfamilienhaus | Quelle: Wüest & Partner, Zürich

Einfamilienhaus

Leerstandquote

(Juni 2017)

Angebotsziffer

Insertionsdauer

(2. Quartal 2017)

Angebotspreis*

(Median)

Transaktionspreis*

Spitzenpreis*

Schweiz

0,7 %

3,3 %

61 (65) Tage

1'155'000 Franken

900'000 Franken

Basel

0,1 %

1,1 %

 

1'264'420 Franken

1'916'000 Franken

2'884'000 Franken

Bern

0,3 %

0,6 %

 

1'130'520 Franken

1'601'000 Franken

2'406'000 Franken

Genf

1,4 %

9,1 %

 

1'444'650 Franken

2'081’000 Franken

3'245'000 Franken

Lausanne

0,0 %

7,8 %

 

1'350'420 Franken

1'600’000 Franken

2'486'000 Franken

Zürich

0,1 %

0,8 %

 

1'693'490 Franken

2'442’000 Franken

3'741'000 Franken

2018: Das Jahr der Stagnation

Die hohen bis sehr hohen Preise und die schärferen Tragbarkeitskriterien der Banken haben den Immobilienmarkt abgekühlt. Die Immobilienpreise dürften in diesem Jahr noch leicht steigen oder stagnieren. Einfamilienhäuser werden im Durchschnitt besser abschneiden als Eigentumswohnungen. Die Experten von Wüest & Partner rechnen für 2018 mit einem Preiswachstum von 0,5 Prozent für Eigentumswohnungen und 1,1 Prozent für Einfamilienhäuser. Gegen sinkende Preise sprechen die immer noch tiefen Zinsen, die nachlassende Neubautätigkeit, das reale Wirtschaftswachstum (BIP-Prognose plus 2 Prozent), die sinkende Arbeitslosigkeit (SECO-Schätzung 3 Prozent) und die Mehrwertsteuersenkung, die den privaten Konsum ankurbeln sollte.

Geld bleibt günstig

Nach den Präsidentschaftswahlen in den USA sind die Zinsen weltweit gestiegen. Danach sind sie wieder gesunken. Nicht mehr so tief wie auch schon in den letzten Jahren, aber im historischen Vergleich ist Geld immer noch günstig. Daran wird sich so schnell auch nichts ändern. Die Wirtschaftsfachleute der Credit Suisse erwarten, dass die Schweizerische Nationalbank ihr Zielband für die Leitzinsen (minus 1,25 bis minus 0,25 Prozent) in den nächsten zwölf Monaten nicht verändern wird. Sie glauben, dass sich die Zinsen für Libor- und Festhypotheken mit kurzen Laufzeiten seitwärts bewegen und für Festhypotheken mit langen Laufzeiten leicht steigen. 

Zusätzliche Informationen

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