Datenschutz

Ihr Datenschutz liegt uns am Herzen. Deshalb haben wir unsere Datenschutzrichtlinie angepasst. Die neuste Version finden Sie hier. Wenn Sie auf OK klicken, stimmen Sie der neuen Datenschutzerklärung zu.

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren, Werbeanzeigen masszuschneidern, Social Media-Funktionen bereitzustellen und zu messen sowie die Sicherheit unserer Nutzer zu erhöhen. Wir informieren auch unsere Social Media-, Werbe- und Analysepartner über die Nutzung unserer Website. Wenn Sie auf OK klicken stimmen Sie der Erfassung von Informationen durch Cookies auf dieser Website zu. Weitere Informationen zu unseren Cookies und dazu, wie Sie die Kontrolle darüber behalten, erfahren Sie aus unserer Datenschutzerklärung.

Hausverkauf mit einem Makler

Ein guter Makler macht einen Hausverkauf einfacher. Nicht alle Makler aber sind seriös. Wie Sie die Spreu vom Weizen trennen und weshalb sich eine Zusammenarbeit lohnt.

05_kauf_und_verkauf_kauf_und_verkaufsabwicklung_verkauf_mittels_makler_quer
Wer seine Liegenschaft verkaufen möchte, steht meist vor der Frage, ob er dies alleine oder mit der Hilfe eines Maklers tun sollte.

(mei) Wer seine Liegenschaft verkaufen möchte, steht meist vor der Frage, ob er dies alleine oder mit der Hilfe eines Maklers tun sollte. Anders ausgedrückt: Soll man sich das Geld für den Makler sparen? Auf keinen Fall, findet Thomas Graf, Sekretär der Berner Sektion des Schweizerischen Verbandes der Immobilienwirtschaft (SVIT). Und führt einen Vergleich ins Feld: «Bei Zahnschmerzen suchen Sie einen Zahnarzt auf, für den Ölwechsel fahren Sie in die Garage. Beides kostet. Ausgerechnet beim Hausverkauf, dem grössten Geschäft des Lebens, will man sparen und auf eine Fachperson verzichten. Der Gedanke, man sei selbst ein Immobilienspezialist, ist jedoch ein Trugschluss.»

Gute Gründe für den Beizug eines Maklers

Schief gehen kann beim Verkauf auf eigene Faust nämlich einiges: Die Festlegung des Verkaufspreises, das Aufsetzen des Vertrags – vor allem aber auch der Verkaufsprozess selbst. «Ist ein potenzieller Käufer dem Eigentümer unsympathisch, stirbt das Gespräch ab und es kommt nicht zum Abschluss. Dasselbe gilt, wenn der Interessent sich negativ über das Objekt äussert», sagt Graf. Denn die meisten Eigentümer nehmen es persönlich, wenn die liebevoll ausgesuchten Plättli oder die aufwendig restaurierte Küche dem Besuch nicht gefallen. Der Makler jedoch verfügt über die nötige Distanz zum Objekt, weshalb er Kritik an ihm gut akzeptieren kann. Zudem sind viele Interessenten befangen, wenn ihnen der Eigentümer selbst das Haus zeigt: «Man traut sich dann nicht, genau hinzusehen und auch die Schubladen zu öffnen», sagt Graf, der vor einigen Jahren beim Verkauf seines eigenen Hauses selbst einen Makler hinzuzog, um nicht in die gleichen Fallen zu tappen, vor denen er andere warnt. Der Verkauf mittels Makler hat noch einen weiteren Vorteil: Dank ihres guten Beziehungsnetzes finden diese häufig rasch einen Käufer – was ganz im Sinne des Verkäufers sein dürfte. Kommen Makler hingegen erst dann zum Zug, wenn der Eigentümer vergeblich versuchte, seine Liegenschaft zu verkaufen, hat das Objekt unter Umständen bereits einen schlechten Ruf auf dem Markt.

Was einen guten Makler auszeichnet

Seriöse Makler gehören meist einem Verband an, wie dem SVIT oder der Maklerkammer des SVIT. Der Makler sollte überdies das Business kennen und schon einige Jahre im Geschäft sein. Ausserdem muss er zu einem passen: Damit er erfolgreich arbeiten kann, sollte die zu verkaufende Liegenschaft mit dessen Angebotsstruktur übereinstimmen. Graf rät deshalb, nachzufragen, was die in Frage kommenden Makler in den letzten zwei, drei Jahren an ähnlichen Liegenschaften verkauft haben. Zu einem professionellen Vorgehen gehört ferner ein Termin vor Ort, gefolgt von einer Offerte, die einen Verkaufspreis und das weitere Vorgehen vorschlägt. Wer hingegen schon beim ersten Gespräch am Telefon sagt, zu welchem Preis er das Haus verkaufen könne, arbeite nicht seriös, meint Graf: «Eine Preisfestlegung ohne Objektbesichtigung ist ein Eigentor.» Nicht zuletzt sollte bei der Wahl des Maklers natürlich auch das Bauchgefühl stimmen. Der Verlockung des grossen Geldes erliegt man dagegen vorzugsweise nicht: «Wer denjenigen Makler wählt, der den höchsten Verkaufspreis verspricht, bleibt oft auf der Liegenschaft sitzen, wechselt dann den Makler und muss schlussendlich mit dem Preis runter – und aus dem vermeintlichen Geschäft sind hohe Insertionskosten geworden», so Graf.

Was in den Vertrag gehört

Wer seinen Makler gefunden hat, schliesst mit ihm einen Vertrag ab, der den Makler zum Verkauf bevollmächtigt und die Höhe und die Bedingungen seiner Provision regelt. Dies umfasst auch den Anspruch des Maklers im Fall, dass der Verkäufer selbst einen Käufer findet. Mitglieder des SVIT verfügen über einen Standardvertrag, den es nur noch anzupassen gilt. Graf empfiehlt, darüber hinaus ein monatliches Reporting mit dem Makler zu vereinbaren, in dem aufgelistet wird, wie viele Besucher die Liegenschaft besichtigten, was sie als Gründe für eine Absage ins Feld führten und wie hoch die Insertionskosten sind. Damit diesbezüglich keine bösen Überraschungen entstehen, empfiehlt es sich zu vereinbaren, dass man alle entstehenden Kosten vorgängig genehmigen möchte. So sollte einem entspannten Hausverkauf nichts mehr im Wege stehen.

Zusätzliche Informationen

ImagePoint (ImagePoint AG) Artikel drucken