Verkaufsunterlagen von Immobilien prüfen

Verkaufsdokumentationen von Wohnimmobilien überbieten sich gegenseitig in der Aufmachung. Was aber zeichnet gute Unterlagen aus, und wie vergleicht man Objekte?

Aus vollständigen Verkaufsunterlagen von Wohnimmobilien sollte eine Bank alles entnehmen können, was sie zur Beurteilung der Finanzierung benötigt.
Aus vollständigen Verkaufsunterlagen von Wohnimmobilien sollte eine Bank alles entnehmen können, was sie zur Beurteilung der Finanzierung benötigt.

(stö/msc) Aus vollständigen Verkaufsunterlagen von Wohnimmobilien sollte eine Bank alles entnehmen können, was sie zur Beurteilung der Finanzierung benötigt. Auf diesen Nenner bringt Thomas Graf, Mitinhaber der Berner Immobilienfirma graf.riedi AG, die Anforderungen, die eine Verkaufsdokumentation erfüllen sollte.

Grundbuchauszug, Grundrisse, Fotos

Idealerweise liefern die Unterlagen folgende Angaben:

  • Geografische Einbettung (z.B. anhand eines Ortsplanes)
  • Grundbuchauszug mit Situationsplan
  • Grundrisse
  • Fotografien oder Illustrationen
  • Baujahr
  • Gesamtnutzfläche
  • Rauminhalt
  • Grundbuchblatt- bzw. Grundstück-Nummer
  • Dienstbarkeiten
  • Amtlicher Wert
  • Eigenmietwert
  • Gebäudeversicherungswert
  • Steuersatz der Gemeinde
  • Allfälliges Vorhandensein von Schuldbriefen
  • Bei älteren Bauten: vorgenommene Instandstellungsarbeiten
  • Bei neuen Bauten: detaillierter Baubeschrieb
  • Kontaktadresse

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Wie vermeidet man, Äpfel mit Birnen zu vergleichen? Die Schwierigkeit beim Vergleich mehrerer Angebote bestehe darin, dass jedes Objekt anders ist, erklärt Graf; sie liessen sich somit kaum mit fest kalkulierbaren Werten vergleichen. Eigentlich lässt nur der Preis in Relation zur Fläche einen echten Vergleich zu. Aber auch hier muss darauf geachtet werden, dass man nicht die Bruttogeschossfläche eines Objektes mit der Nettowohnfläche eines anderen vergleicht. Erfahrungsgemäss beträgt der Unterschied zwischen diesen beiden Berechnungsarten zwischen 15 und 18 %.

Einen Hauskauf tätigen die meisten nur einmal im Leben. Es lohnt sich daher, Fachleute beizuziehen. Mindestens bei der Auswahl kann ein professioneller Immobilienschätzer helfen, oder aber es wird gleich der ganze Vorgang über eine Treuhandfirma abgewickelt.

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