Zukunftstrends: So werden wir wohnen

Gesellschaftliche, technologische und politische Entwicklungen haben Einfluss auf die Art, wie wir wohnen. Cluster-Grundrisse für gemeinschaftliche Wohnformen, effizientere Haustechnik und die Vernetzung der Geräte von der Küche bis in den Heizungskeller sind einige der Trends für die Zukunft. Das Ziel: mehr Komfort und Lebensqualität für die Nutzerinnen und Nutzer.

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Gesellschaftliche, technologische und politische Entwicklungen haben Einfluss auf die Art, wie wir wohnen.

(aes) Wie werden wir in Zukunft wohnen? Wie werden unsere Häuser aussehen? Wird die Technik künftig stärker unseren Alltag beeinflussen? Werden wir eines Tages Häuser bauen, die keine Energie mehr verbrauchen? Forscher ebenso wie Architekten und Städtebauer setzen sich seit Jahren intensiv mit diesen Fragestellungen auseinander. Grundlage für die Wohnideen der Zukunft bilden nebst technologischen Neuheiten gesellschaftliche, demografische und politische Entwicklungen. Heute leben etwas über 8 Millionen Menschen in der Schweiz, deutlich mehr als noch vor zehn Jahren. Die Menschen werden immer älter und der Platzanspruch pro Person ist über die Jahre auf gut 45 Quadratmeter gestiegen. Als Folge davon und um der Zersiedelung der Landschaft entgegenzuwirken, wird dichter gebaut und bereits überbaute Areale, etwa ehemalige Industrieareale in der Peripherie der Städte, zu Wohnzwecken umgenutzt.

Flexible Grundrisse ermöglichen eine Anpassung der Raumstruktur an die sich ändernden Bedürfnisse in verschiedenen Lebensabschnitten.
Flexible Grundrisse ermöglichen eine Anpassung der Raumstruktur an die sich ändernden Bedürfnisse in verschiedenen Lebensabschnitten.

Private und gemeinschaftliche Nutzung

Diese Entwicklungen sowie die neuen Lebensentwürfe der heutigen Gesellschaft verlangen nebst den klassischen Familienwohnungen andere Wohnformen. Mit Cluster-Wohnungen haben bislang vornehmlich Genossenschaften einen neuen Weg eingeschlagen. Die Zürcher Genossenschaften Karthago, Kalkbreite oder Kraftwerk 1 haben in den vergangenen Jahren Projekte im Bereich gemeinschaftliches Wohnen realisiert, die auf die Bedürfnisse von Menschen ausgerichtet sind, die nicht in der klassischen Kleinfamilie oder in einem Einzelhaushalt leben wollen. Cluster-Wohnungen, bei denen ein Teil der Räume privat genutzt wird und ein Teil gemeinschaftlich, kennt man aber nicht nur von den Genossenschaften. Die Zürcher Architektin Vera Gloor hat nach dem Neubau an der Neufrankengasse in Zürich kürzlich an der Langstrasse ein marodes Haus saniert und Wohnungen geschaffen, die nebst privaten Räumen auch über einen gemeinschaftlichen Koch-, Ess- und Aufenthaltsbereich verfügen. Flexible Grundrisse sollen eine Anpassung der Raumstruktur an die sich ändernden Bedürfnisse in verschiedenen Lebensabschnitten ermöglichen: Die Wohnung wächst mit ihren Bewohnern mit. «Mit wandelbaren Strukturen können verschiedene Nutzungskonzepte entwickelt werden: für heutige und zukünftige Bewohner, für Individualisten und Gemeinschaften. Mit Nutzungsüberlagerungen, etwa von Wohnen und Arbeiten, wird wertvoller Raum gewonnen», ist Vera Gloor überzeugt.  

Qualitätsmöbel haben nach den Jahren der selber zusammengesetzten Billigmöbel wieder einen festen Platz in der Einrichtung.
Qualitätsmöbel haben nach den Jahren der selber zusammengesetzten Billigmöbel wieder einen festen Platz in der Einrichtung.

Nachhaltiger, gesunder Lifestyle

Ob in der klassischen Form oder gemeinschaftlich genutzt: Das Zuhause als Wohlfühlzone geniesst nach wie vor einen hohen Stellenwert in unserem Alltag. In den persönlichen vier Wänden soll unsere Individualität zum Ausdruck kommen. Experimentieren mit Materialien und Farben ist wieder an der Zeit. Als Gestaltungsmittel kommen beispielsweise vermehrt Wandbekleidungen in Form von Tapeten zur Anwendung – dies wohl nicht zuletzt deshalb, weil sich die Vliestapeten einfach wieder entfernen lassen. Auch ist das Bewusstsein für den Wert des traditionellen Handwerks heute wieder deutlich höher. Dies macht sich nicht nur in hochwertigen Accessoires bemerkbar, auch lokal gefertigte Qualitätsmöbel haben nach den Jahren der selber zusammengesetzten Billigmöbel wieder einen festen Platz in der Einrichtung. Der Lifestyle of Health and Sustainability (LOHAS), nach dem immer mehr Menschen leben, legt Wert auf die Qualität und Nachhaltigkeit von Produkten, auf regionale Werkstoffe und auf die Gesundheit.  

Teil 1 von 2:

Teil 1: Zukunftstrends Wohnen: Gemeinschaftlich und nachhaltig

Teil 2: Zukunftstrends Wohnen: Energieeffizient und vernetzt

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