Erbschafts- und Schenkungssteuer

Erbschafts- und Schenkungssteuern werden zur Zeit nur von den Kantonen, nicht aber vom Bund erhoben. Sie fallen in dem Kanton an, in dem eine Liegenschaft oder ein Grundstück liegt.

Grundsätzlich gilt, dass die Steuer umso geringer ausfällt, je näher Erblasser und Erben bzw. Schenker und Schenkungsempfänger verwandt sind.
Grundsätzlich gilt, dass die Steuer umso geringer ausfällt, je näher Erblasser und Erben bzw. Schenker und Schenkungsempfänger verwandt sind.

(mas) Grundsätzlich gilt, dass die Steuer umso geringer ausfällt, je näher Erblasser und Erben bzw. Schenker und Schenkungsempfänger verwandt sind. Die Erbschafts- bzw. Schenkungssteuer muss vom Erben bzw. Beschenkten entrichtet werden. Aufgrund der Steuerprogression fallen die Steuern umso höher aus, je mehr Wert die Liegenschaft aufweist. Besteuert wird jedoch nur das in der Liegenschaft angelegte Kapital; allfällig auf der Liegenschaft lastende Hypothekarschulden werden von deren Wert abgezogen.

Bezüglich der Erbschafts- und Schenkungssteuer sind grosse Änderungen in Gang. Die Initiative «Millionen-Erbschaften besteuern für unsere AHV (Erbschaftssteuerreform)» ist am 12. März 2013 zustande gekommen. Sie soll über kurz oder lang Volk und Ständen zur Abstimmung unterbreitet werden. Der Bundesrat empfiehlt, die Initiative abzulehnen. Mit Annahme der Initiative würde neu der Bund eine Erbschafts- und Schenkungssteuer erheben. Zwei Drittel des Ertrags würde an den Ausgleichsfonds der AHV fallen, ein Drittel an die Kantone. Es lohnt sich sicherlich, die Entwicklung der Initiative weiter zu verfolgen.

Zurzeit bestehende kantonale Unterschiede (Achtung laufenden Änderungen unterworfen)

  • Alle Kantone, ausser Schwyz, erheben eine Erbschaftssteuer. Die Schenkungssteuer wird von allen Kantonen, ausser Schwyz und Luzern, erhoben.
  • Im Kanton Bern werden Liegenschaften nach dem amtlichen Steuerschatzungswert bewertet. Dieser Wert liegt normalerweise unter dem Marktwert einer Liegenschaft. In anderen Kantonen wird eine Liegenschaft hingegen nach dem Ertragswert, Verkehrswert oder einer Kombination aus Verkehrs- und Ertragswert bewertet.
  • Erbschaften und Schenkungen zwischen Eltern und Kindern werden in den Kantonen Appenzell Innerrhoden, Waadt, Neuenburg und Luzern (nur Erbschaftssteuer und nur teilweise auf Gemeindeebene) besteuert, wobei jedoch Freibeträge gewährt werden. Der Kanton Solothurn erhebt eine Nachlasstaxe. Im Kanton Graubünden ist es eine Nachlasssteuer, von der die Nachkommen aber befreit sind.
  • Erbschaften zwischen Konkubinatspartnern werden überall besteuert, ausser in den Kantonen Zug, Nidwalden, Obwalde, Uri und Graubünden. In den meistens anderen Kantonen sind Abzüge oder Freibeträge vorgesehen.
  • Vermögensübergänge zwischen Ehepartnern sind in allen Kantonen von der Steuer befreit, einzig der Kanton Solothurn erhebt auf Erbschaften eine Nachlasstaxe in der Höhe von 8 bis 12 Promille.

Zusätzliche Informationen

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