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Kanton Bern bittet Wohneigentümer stärker zur Kasse

Im Januar 2015 hat die Steuerverwaltung des Kantons Bern den Eigenmietwert von Wohneigentum erhöht. Für viele überraschend. Warum? Und was heisst das für Sie als Wohneigentümerin, als Wohneigentümer?

In 143 Gemeinden des Kantons Bern wird der Eigenmietwert erhöht.
In 143 Gemeinden des Kantons Bern wird der Eigenmietwert erhöht.

(rh) Der Eigenmietwert ist per Definition der Betrag, den jemand als Miete für ein Haus oder eine Wohnung zahlen müsste. Gemäss einem Bundesgerichtsentscheid dürfen die Kantone die Eigenmietwerte bis auf 60 Prozent des Marktwertes senken. Wenn die Mieten steigen, müsste also der Eigenmietwert erhöht werden, falls er unter diese 60-Prozent-Grenze fällt. Im Kanton Bern wurden mit der Mietzinserhebung von 2012 mehr als 11'000 Häuser und Wohnungen erfasst und statistisch ausgewertet. Auf der Grundlage dieser Resultate hat die kantonale Steuerverwaltung die Mietwertfaktoren aller 356 Berner Gemeinden überprüft.

Mehr Steuereinnahmen für Kanton und Gemeinden

Das Ergebnis: In 143 der 356 Gemeinden wird der Eigenmietwert erhöht. Die Spanne reicht von plus 2,5 Prozent in Kandergrund bis plus 22 Prozent im Breitenrain-Quartier in Bern. Mit dieser Eigenmietwerterhöhung sollen Mieter und Wohneigentümer steuerlich gleich behandelt werden. 1999 hat die kantonale Steuerverwaltung ihre Mietwerte das letzte Mal angepasst – und zwar nach unten. Seither sind die Mieten zum Teil stark gestiegen. Die Erhöhung kostet Wohneigentümerinnen und -eigentümer 20,5 Millionen Franken im Jahr. 14,5 Millionen Franken davon fliessen in die Kantonskassen, 6 Millionen Franken in die Kassen der Gemeinden mit höheren Eigenmietwerten.

Höhere Steuerbelastung für viele Wohneigentümer

Warum? Der Eigenmietwert muss wie ein fiktives Einkommen versteuert werden. Wenn der Eigenmietwert steigt, müssen Sie als Wohneigentümerin oder Wohneigentümer also mehr Einkommen versteuern und darum mehr Steuern bezahlen. Das dürfte vor allem Rentnerinnen oder Rentner schmerzen, die mit wenig Geld auskommen müssen. Die kantonale Steuerverwaltung hat die betroffenen Wohneigentümerinnen und -eigentümer im Jahr 2015 über den neu massgeblichen Eigenmietwert orientiert. Die Anpassung gilt für das Steuerjahr 2015 und wurde erstmals mit der Steuererklärung erfasst, die im Frühling 2016 eingereicht werden musste.

Was können Sie gegen die Mietwerterhöhung tun?

Eine Einsprache gegen den neuen Eigenmietwert ist erst möglich, wenn die definitive Veranlagung für die Einkommenssteuern 2015 vorliegt. Wie Sie vorgehen müssen, steht in den ausführlichen Erklärungen, die das kantonale Steueramt 2015 mit dem neuen Mietwertblatt verschickt hat. Die Informationen sind auch auf der Homepage der Steuerverwaltung aufgeschaltet. 

In 143 Gemeinden im Kanton Bern wird der Eigenmietwert erhöht. Grafik: Steuerverwaltung des Kantons Bern.
In 143 Gemeinden im Kanton Bern wird der Eigenmietwert erhöht. Grafik: Steuerverwaltung des Kantons Bern (Quelle www.fin.be.ch)
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