Gartenarbeiten im Februar

Gemüsegarten

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Angenehme Feuchtigkeit im Kompost

Mittlerweile wird der Kompost fast überall vorbildlich gegen ein Allzuviel an Feuchtigkeit geschützt. Auf diese Weise vermeidet man gleichzeitig den Verlust an Nährstoffen und die Verschmutzung des Grundwassers. Für die Mikroorganismen, die aus den verrottenden Pflanzenresten Humus bilden, ist das Wasser hingegen ein Lebenselixier. Sind vor allem grobe Pflanzenteile in den Kompost gewandert, kann dieser schnell zu trocken werden. Gross ist dann die Enttäuschung im Frühjahr, wenn alles noch genauso daliegt, wie es im Herbst hineingegeben wurde. Deshalb gilt: Immer wieder die Feuchtigkeit der Rotte kontrollieren und nötigenfalls Wasser zugeben, oder es hineinregnen oder hineinschneien lassen. Vorsicht: Kompostgitter ohne Plastikauskleidung sind übrigens ganz besonders anfällig auf Trockenheit.

Obstgarten

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Zeit zum Schneiden

Der Winterschnitt bei Apfel- und Birnbäumen sowie bei Johannis- und Stachelbeeren lässt sich am besten an frostfreien Tagen vornehmen und sollte noch in diesem Monat abgeschlossen werden. Sowohl bei der anfänglichen Erziehung als auch beim späteren Auslichten der Bäume gilt es, eine stabile, lichte Krone zu erhalten, die reichlich Fruchtholz trägt. Zuerst entfernt man alle Triebe, die Anzeichen von Obstbaumkrebs, Zweigmonilia, Mehltau oder anderen Krankheiten zeigen. Anschliessend nimmt man jene Triebe heraus, die mit den Leitästen konkurrieren, und jene Zweige, die besonders steil wachsen, nach innen wachsen oder einfach sehr dicht stehen. Bei zu Alternanz neigenden Sorten wie «Roter Boskoop» oder «Gravensteiner» sind eher zurückhaltende Eingriffe zu empfehlen. Bei den Beerensträuchern werden in erster Linie alte, abgetragene Ruten an der Basis abgeschnitten, sodass eine überschaubare Zahl an Trieben stehen bleibt und neue zum Austrieb angeregt werden. 

Ziergarten

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Vermehren leicht gemacht

Immergrüne Arten der Wolfsmilch, zum Beispiel Euphorbia characias und E. myrsinites (Bild), sind attraktiv und wertvoll, da sie dem Garten ganzjährig Struktur verleihen. Jetzt im Winter lassen sie sich leicht durch Stecklinge vermehren. Dafür trennt man mit einem scharfen, sauberen Messer mehrere gesunde Stängel von den Pflanzen ab. Die untersten Blätter werden entfernt. Die Schnittstellen 1 bis 2 Stunden trocknen lassen, damit der Fluss des giftigen Milchsafts gestoppt wird. Dann die Stecklinge bis zur Hälfte in sandige Anzuchterde setzen. Den Topf mit einer Haube abdecken, aber mehrmals täglich lüften. An einem hellen Platz bei 15 °C wurzeln die Stecklinge bis zum Juni und können dann ausgepflanzt werden.

Balkon

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Fächer-Ahorn: filigraner BLICKFANG

Wer einen malerischen Baum sucht, der ganz ohne Schnitt auskommt, wird beim Fächer-Ahorn (Acer palmatum) fündig. Die langsam wachsenden Gehölze werden je nach Sorte 2 bis 6 m hoch, weshalb sie sich hervorragend für eine Topfkultur auf der Terrasse eignen. Rotblättrige Sorten benötigen etwas mehr Sonne, um die schöne Laubfärbung zu erhalten. Vor der Pflanzung sollte man das Gefäss mit Bedacht auswählen: Ein späteres Umtopfen bekommt dem zierlichen ­Gehölz schlecht, da das feine Wurzelwerk nur schwer nachwächst. Bei milden Temperaturen kann Acer palmatum bereits jetzt eingepflanzt werden. Zudem empfiehlt sich eine Unterpflanzung mit mehrjährigen Bodendeckern, um das Wurzelwerk vor dem Austrocknen zu schützen. Dafür eignen sich etwa Kriechender Günsel (Ajuga reptans), Schleifenblume (Iberis sempervirens) oder Blauschwingel (Festuca glauca).

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