Gartenarbeiten im April

Gemüsegarten

01_aktuelle_gartenarbeiten_2018_apr_gemuese_mittel

Salat richtig gepflanzt

Was für ein Genuss, während vielen Wochen frischen Sommersalat aus dem eigenen Garten ernten zu können! Wie aber stellt man es an, dass nicht zeitweilig eine Salat-Schwemme ansteht und kurz darauf wieder gar nichts? Und was sollte man tun, damit die zarten Pflanzen nicht von Fäulnis befallen werden? Für einen kontinuierlichen Ernte-Segen empfiehlt es sich, ab Frühjahr bis Mitte Juni alle 14 Tage Setzlinge zu pflanzen, ab Mitte Juni bis Anfang August sogar alle 7 Tage. Der Grund: Bis zur Sommersonnenwende am 21. Juni verkürzt sich der Zeitraum zwischen Pflanzung und Ernte (von anfänglich acht Wochen auf nur noch fünf Wochen). Nach der Sommersonnenwende verlängert sich dann die Kulturdauer wieder. Zum Schutz vor Fäulnis empfiehlt sich eine gute Fruchtfolge (Salate an wechselnden Standorten anpflanzen). Zudem hilft es, wenn die Setzlinge hoch ­gepflanzt werden: Nur die Hälfte des Töpfchens in die Erde stellen (Bild), kräftig andrücken und gut angiessen. Durch den erhöhten Stand trocknen die Pflanzen gut ab und sind auf diese Weise besser vor Fäulnis geschützt.

Obstgarten

01_aktuelle_gartenarbeiten_2018_apr_obst_mittel

Nachtfröste gefährden Ernte

Ein einziger Nachtfrost kann die ganze Ernte zunichtemachen, wenn er jetzt die Blüten überrascht. Besonders gefährdet sind derzeit frühblühende Arten wie Aprikose und Pfirsich, aber auch Birne, Kirsche oder Pflaume. Sträucher und Buschbäume lassen sich bei drohender Gefahr mit Vlies abdecken. Bei Bäumen hingegen gelingt das kaum. Vorbeugend sollte man die Wurzelscheiben frei von Bewuchs halten – oder gleich mit einer dicken Mulchschicht einpacken. Mit dieser Massnahme lässt sich der eine oder andere Wärmegrad gewinnen. Das­selbe gilt für vorbeugende Spritzungen mit Baldrian-Blütenextrakt oder dem Präparat «Siapton». Der Ertrag kann trotz überstandener Fröste gering bleiben, wenn keine geeignete Befruchtersorte in der Nähe ist, die gleichzeitig blüht. Apfel, Birne und Kirsche zum Beispiel sind Fremdbefruchter. Mit kurzfristigem Einhängen entsprechender Blütenzweige in den Baum – oder noch besser mit Aufveredeln – lässt sich das Ergebnis deutlich verbessern.

Ziergarten

01_aktuelle_gartenarbeiten_2018_apr_ziergarten_mittel

Ungetrübte Freude am Wasser

Oftmals beeinträchtigen Algen, Wasserlinsen und wuchernde Pflanzen im zeitigen Frühjahr die Freude am Teich. Vor dem Austrieb und der Laichzeit kann man rechtzeitig Gegenmassnahmen einleiten. Stark wuchernde Pflanzen werden zurückgeschnitten oder ganz entfernt. Etablierte Pflanzen in Teichkörben teilt man sorgfältig. Aufgrund steigender Temperaturen vermehren sich Algen und Wasserlinsen vor allem im Frühling. Sie lassen sich aber leicht mit einem Kescher abfischen. Im Fachhandel gibt es auch biologische Algenvernichtungsmittel, falls Befall und Teichgrösse ein einfaches Entfernen nicht gestatten. Teichschnecken dämmen den Algenwuchs ebenfalls ein. Bei Bedarf setzt man jetzt neue Teichpflanzen, dabei ist die Endgrösse und das Wucherverhalten zu beachten, um späteren Problemen vorzubeugen. Als Regel gilt, dass maximal ein Drittel der Wasseroberfläche von Pflanzen bedeckt sein sollte, um das natürliche Gleichgewicht zu fördern. Auf Fische sollte man zumindest in kleinen und mittelgrossen Teichen eher verzichten, weil sie das Wasser mit Nährstoffen anreichern, was wiederum das Algenwachstum begünstigt. Wasserspiele können nach der Reinigung und Wartung jetzt wieder im Teich positioniert werden. Tipp: Damit versehentlich entfernte Tiere die Chance haben, ins Wasser zurückzukehren, lässt man das Schnittgut am besten einige Tage am Uferrand liegen.

Balkon

01_aktuelle_gartenarbeiten_2018_apr_balkon_mittel

Feigen: Fit für den Frühling

Die Echte Feige (Ficus carica) sollte im Kübel bereits im April aus dem Winterquartier geräumt werden. Denn wartet man zu lange und quartiert die Exotin erst Mitte Mai aus, verwehrt man ihr wertvolle Wachstumszeit für das Reifen der Früchte. Der Obstbaum sollte aber an Tagen mit Spätfrostgefahr sicherheitshalber über Nacht noch ins Haus geholt werden. Damit die südländische Kübelpflanze vital und ertragreich bleibt, unterzieht man sie einem Frühjahrsputz. Weil Feigen generell starkwüchsig sind und den Topf binnen einer Saison durchwurzeln, sollte man sie jährlich umtopfen. Die Pflanze wird in ein etwas grösseres Gefäss gesetzt. Alternativ kann der Wurzelballen um 10 % verkleinert und dasselbe Gefäss verwendet werden. Junge Seitentriebe am Stamm entfernen. Von Frühling bis Herbst bevorzugt die Feige täglich reichliche Wassergaben.

logo_SG_2014_klein
01_aktuelle_gartenarbeiten_2018_apr_cover_mittel

Versichern Sie Ihren Garten gegen Elementarschäden

infobox_produktewerbung_gvb_plus_garten_mittel

Die Umgebungsversicherung GVB Plus deckt die Kosten für Wiederherstellungsarbeiten in Ihrem Garten, die durch einen Feuer- oder Elementarschaden entstanden sind.

Mehr erfahren
Zusätzliche Informationen

Zeitschrift «Schweizer Garten» Artikel drucken