Gartenarbeiten im Juni

Gemüsegarten

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Widerspenstige Rüeblisaat

Wer sich mit der Direktsaat von Karotten abmüht, braucht manchmal viel Geduld. Denn die Samen keimen oft nur spärlich, trotz andauernder Bemühungen um genügend Feuchtigkeit. Und so kapituliert manch ein Gärtner beim Anbau der beliebten Wurzel. Wer für einen guten Start der Karottensaat sorgen will, der muss in die Trickkiste greifen: Wichtigste Voraussetzung ist dabei, jedes Jahr frisches Saatgut zu kaufen. Anschliessend lässt man die Samen zusammen mit Sand drei Tage vorquellen und sät sie erst dann im Beet aus. Während der Keimdauer kann man mithilfe einiger alter Bretter die kleinen Nacktschnecken zwischen den Saatreihen einsammeln, die sich mit Vorliebe über die zarten Keimlinge hermachen. Im Bild das Ergebnis eines mutigen Experiments: Die Kuriosität in Form einer fantasievoll gekrümmten Karotte ist entstanden, weil die Sämlinge in eine Schale pikiert wurden.

Obstgarten

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Junifruchtfall macht Sinn

Beim sogenannten Junifruchtfall wirft der Baum überschüssige Jungfrüchte ab, was meist auch im Sinne des Gärtners ist. Denn dank dieser natürlichen Ausdünnung werden die verbleibenden Früchte besser ernährt und erreichen eine beeindruckendere Grösse. Bei zu schwachem Fruchtfall ist es sogar sinnvoll, selbst nachzuhelfen und aus den Fruchtbüscheln von Hand die kleineren Früchte abzuzwicken und jeweils nur die grössten zu belassen. Rüttelt man kräftig am Stamm und an den Ästen, werden die Fruchtansätze zwar weniger selektiv ausgedünnt, aber auch dies ist förderlich für die Fruchtgrösse. Eine anschliessende stickstoffbetonte Düngung wirkt unterstützend. Diese Massnahme gleicht überdies die jährlichen Ertragsschwankungen aus und verringert die Gefahr von Alternanz.

Ziergarten

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Himmelsstürmer

Der Juni ist der Rosenmonat. Besonders charmant sind Ramblerrosen, die im Nu eine Pergola, eine Mauer oder einen Baum erobern. Die meisten blühen zwar nur einmal, aber dies über viele Wochen hinweg und sind oft von köstlichem Duft begleitet. Die Blüten sind nicht nur bei uns beliebt, sondern auch bei Insekten. Im Herbst sorgen Tausende von Hagebutten für eine «Nachblüte», Frost verwandelt diese in kleine Kunstwerke und die Vögel zehren von ihnen in der kalten Jahreszeit. Oftmals hört man, Rambler müssen nicht geschnitten werden. Das trifft nicht zu, denn ein disziplinierter Schnitt ist erforderlich, um ein unschönes Gewirr zu vermeiden: Die ersten zwei Jahre kürzt man die Seitentriebe um zwei Drittel ein, ab dem dritten Jahr schneidet man etwa ein Viertel der verholzten, abgeblühten Triebe direkt an der Basis ab.

Balkon

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Heidelbeeren für den Topf

Grosse Früchte mit Waldheidelbeer-Geschmack, ein kompakter Wuchs und leuchtend rotes Herbstlaub: Kulturheidelbeeren lassen keine Wünsche offen. Die sommergrünen Sträucher mit einer Wuchshöhe von 70 cm eignen sich bestens für Töpfe und Kübel auf dem Balkon. Es gibt auch zwergförmige Sorten, die nur ungefähr 50 cm hoch werden, aber dennoch grosse Früchte entwickeln. Die weissen Blüten erscheinen im Mai in dichten Büscheln. Die kugeligen, blau­schwarz bereiften Früchte sind bis 12 mm gross, süss und wohlschmeckend. Erntezeit ist ab Juli bis Mitte August. Wie alle Heidelbeeren sollten die Mini-Beerensträucher in saures Substrat gepflanzt werden: Die Erde muss deshalb über einen niedrigen pH-Wert zwischen 4 und 5 verfügen. Winterschutz benötigt die Kulturheidelbeere nicht, ratsam ist aber eine jährliche Nährstoffgabe mit Rhododendrondünger im Frühling.

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