Gartenarbeiten im Juni

Gemüsegarten

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Viel Wasser für Fenchel 

In wohltuendem Unterschied zu vielen anderen Gemüsekulturen wird Fenchel kaum je von Krankheiten oder Schädlingen heimgesucht. Trotzdem klagen viele Gärtner, dass ihnen der Fenchel nicht recht gelingen will. Oftmals blühen die Pflanzen schon, bevor die Knolle ausgereift ist. Oder das Wachstum gerät ins Stocken, die Knollen bleiben klein und werden holzig. Beide Probleme haben ihre Ursache in einer meist ungenügenden Wasserversorgung. Fenchel fühlt sich in einem konstant feuchten Boden wohl. In Trockenperioden sollte er deshalb regelmässig gewässert werden. Positiv reagiert die Pflanze auch auf fleissiges Hacken: Unter der aufgebrochenen Oberfläche trocknet der Boden viel weniger aus, weil die Verdunstung über die Bodenkapillaren unterbrochen wird.

Obstgarten

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Aprikosen: klein aber fein

Grösse ist nicht alles! Die aus dem Süden importierten Aprikosen in den Regalen werden immer grösser, dabei kommt aber vor allem mehr Wasser auf unseren Obstteller. Ganz anders die neue Züchtung «Little Bobby», bei der die orangefarbenen Früchte relativ klein bleiben. Die Sorte zeichnet sich mit hohem Ertrag sowie einem besonders süssen und aromatischen Geschmack aus. Damit die Aprikosenbäume bei uns 2 bis 3 m hoch werden und im Juli zufriedenstellend fruchten, brauchen sie ein mildes Klima oder einen geschützten Standort. Wenn sich zwischen Mitte Februar und Anfang April die selbstfruchtbaren weissen Blüten öffnen, werden Temperaturschwankungen schlecht vertragen. Noch kleiner und kompakter bleibt die Sorte «Apricompact». Sie ist sehr ertragssicher und vor allem für die Kultur im Topf oder auch für kleine Gärten geeignet.

Ziergarten

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Kleine Helfer

Kaum wächst und blüht es, fallen sie wieder in Heerscharen über unsere Gärten her: Blattläuse. Ameisen kultivieren und melken sie aufgrund ihres süssen Sekrets. Keinesfalls sollte man bei einem Befall panisch zu chemischen Abwehrmitteln greifen, denn meist finden sich nach einiger Zeit Nützlinge wie Insekten (Marienkäfer, Florfliegen, parasitische Wespen) und Vögel ein, die sich an den Läusen gütlich tun. Man bedenke, dass Insektizide auch den nützlichen Tieren schaden können! 

Besonders Marienkäfer sind die natürlichen Feinde von Blattläusen. Sie platzieren ihr Eigelege mit Vorliebe in der Nähe von Blattlauskolonien. Sobald die Larven geschlüpft sind, fressen sie die Blattläuse in grossen Mengen. Damit sie sich in ausreichender Menge entwickeln können, sollte im Frühsommer ein leichter Blattlausbefall toleriert werden.

Die kleinen Helfer kann man fördern, indem man seinen Garten einladend gestaltet. Wiesen mit Wildblumen, natürlich belassene Winkel, Totholz, eine reiche Pflanzenvielfalt und Nistkästen für Vögel tragen dazu bei, dass sie sich bei uns wohlfühlen. Das Abspritzen befallener Triebe mit einem starken Wasserstrahl hilft ebenfalls, die Läuse in Schach zu halten. Und wer nicht zimperlich ist, wischt die Läuse mit einem Lappen weg oder zerdrückt sie zwischen den Fingern.

Balkon

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Toller Topfstar

Funkien (Hosta) sind die heimlichen Stars für schattige Ecken auf Balkon und Terrasse. Mit ihren beeindruckenden Blättern, die je nach Sorte von grün über gelb bis fast blau variieren, sind sie ein echter Hingucker. Immer grösserer Beliebtheit erfreuen sich kleinwüchsige Sorten, die sich mit ihrer handlichen Grösse und dem geringen Pflegeaufwand für die Gestaltung von Kübeln und Töpfen anbieten. Besonders schattige bis halbschattige Plätze lassen sich bestens mit den «Minis» aufwerten. Die Vielseitigkeit der Blattformen und Laubfarben entfacht bei Hobby-Gärtnerinnen oftmals eine wahre Sammelleidenschaft. Besonders schön ist die graue Sorte «Blue Mouse Ears». Wie gemalt sehen hingegen die Konturen der Weissrand-Funkie «El Nino» und der duftenden Lilien-Funkie «So Sweet» aus. Dabei zeigen Funkien mit Blattzeichnung erst ihre volle Schönheit, wenn sie in den Genuss der Morgen- oder Abendsonne kommen. Während der Mittagszeit sollten sie stets schattig stehen.

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