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Gartenarbeiten im Mai

Wir geben Ihnen Monat für Monat die aktuellsten Informationen für Ihren Gemüsegarten, Obst- und Ziergarten und Balkon.

Gemüsegarten

Schnittlauchblüten
Schnittlauchblüten

Köstliche Schnittlauchblüten

Blühender Schnittlauch missfällt vielen Gärtnern, weil die Schnittlauchröhrchen mit den Blütenköpfen hart und zähfaserig werden. Statt sich zu ärgern, kann man sich aber auch an den wunderschönen Blütenkugeln erfreuen und später daraus eine kleine kulinarische Köstlichkeit zubereiten. Hierfür die ganzen Blütenkugeln ernten, anschliessend die lilarosa Einzelblüten mit einer kleinen Schere vom Blütenboden abschneiden und in kochendem Wasser mit einem Schuss Essig kurz blanchieren. Dann die blanchierten Einzelblüten im Ofen oder in einem Trocknungsgerät schonend trocknen. Auf diese Weise entfalten sie einen speziellen Geschmack, der an geröstete Zwiebeln erinnert. Schmeckt herrlich im Salat oder über den Risotto gestreut und sieht erst noch wunderschön aus, weil die Blüten auch nach dem Trocknen ihre Farbe behalten

Obstgarten

Kirschblüten
Kirschblüten

Kirschen nach Blüte giessen

Schon kurze Zeit nach der Blüte wird beim Steinobst die Basis für die Fruchtentwicklung gelegt. Bei Süsskirschen zum Beispiel sind die Früchte schon wenige Tage danach erbsengross. Nachdem die Zellteilung abgeschlossen ist, hängt das weitere Wachstum hauptsächlich von der Nährstoff- und Wasserzufuhr ab. Eine gute Kompostversorgung stellt normalerweise eine ausreichende Ernährung sicher. Wenn in dieser Phase Trockenheit herrscht, ist es besonders wichtig, für reichlich Feuchtigkeit zu sorgen: Wöchentlich sollte man bis zu 20 l Wasser pro m2 auf die Wurzelscheibe ausbringen. Bei dieser Massnahme entwickeln sich die süssen Früchte optimal.

Ziergarten

Stecklinge
Stecklinge

Jetzt Stecklinge schneiden

Kopfstecklinge sind eine einfache Art, Stauden zu vermehren – zu Beginn der Vegetationsperiode ist der Zeitpunkt ideal. Die Stecklinge werden am besten dann geschnitten, wenn der frische Austrieb etwa eine Handbreit hoch und nicht mehr ganz weich ist, aber noch keine Blütenanlagen ausgebildet hat. Die Triebspitze wird zusammen mit einigen Blättern knapp unterhalb eines Knotens abgeschnitten. Die untersten Blätter entfernen und den Steckling in nährstoffarme, durchlässige Erde setzen. Darüber wird ein dünner Plastiksack gestülpt, den man einmal am Tag lüftet und wendet. Besonders für Anfänger geeignet sind sommer- sowie herbstblühende Stauden oder Halbsträucher, etwa Bartfaden (Penstemon), Bergminze (Calamintha), Sonnenbraut (Helenium), Fuchsien, Phlox oder Herbstastern.

Balkon

Mandevilla
Mandevilla

Vorsicht: Sonnenbrand!

Vom 12. bis 15. Mai sind jeweils die Namenstage der Eisheiligen Pankratius, Servatius, Bonifatius und der Kalten Sophie. Diese Tage bedeuten in den meisten Regionen der Schweiz das endgültige Ende der Frostgefahr. Wärmebedürftige Kübelpflanzen wie Schönmalve (Abutilon) oder Mandevilla (Dipladenia) dürfen nun endlich wieder ins Freie – aber nicht sofort an die pralle Sonne. Vor allem immergrüne Pflanzen sollte man etwa eine Woche im Halbschatten an die Sonne gewöhnen, sonst besteht die Gefahr von Blattverbrennungen. Um eine gute Nährstoffversorgung zu garantieren, fährt man nahtlos mit der Düngung fort – bei starkwüchsigen Arten wie Oleander, Engelstrompete (Brugmansia) oder Wandelröschen (Lantana camara, Bild) erhöht man die wöchentlichen Gaben von Flüssigdünger auf zwei Portionen pro Woche. Beim Ausräumen schneidet man die Pflanzen bei Bedarf auch gleich zurück: Zu lange oder schwache Triebe einkürzen, beschädigte oder tote Zweige ganz entfernen. Wenn möglich der Krone eine ansprechende Form verpassen, damit sie sich reich verzweigt und möglichst dicht weiterwächst.

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