So wird Ihr Garten in 7 Schritten winterfest

Wenn im Herbst die Temperaturen zurückgehen, gibt es im Garten, auf dem Balkon und der Terrasse noch einiges zu tun. Wir nennen Ihnen die 7 wichtigsten Schritte, wie Ihr Garten gut durch den Winter kommt.

Um Schimmelbildung zu verhindern, sollten Laub und Pflanzenreste gründlich vom Rasen entfernt werden.
Um Schimmelbildung zu verhindern, sollten Laub und Pflanzenreste gründlich vom Rasen entfernt werden.

(sku) Wenn sich die kalte Jahreszeit ankündigt, verlieren im Garten nicht nur die Rosen langsam aber sicher ihre Pracht. Jetzt ist es Zeit, den Garten auf den Winter vorzubereiten.

1. Blütenstauden zurückschneiden

Stauden benötigen im Herbst wenig Pflege. Weggeschnitten werden verwelkte Blüten und Blätter. Bleiben vertrocknete Blätter oder Blütenstängel stehen, können sich Krankheiten verbreiten. Die Stängel werden knapp über dem Boden abgeschnitten.

Haben die Stauden schöne Frucht- und Samenstände gebildet, können diese stehen bleiben. Sie verzieren, auch wenn sie dürr sind, bei Nebel und Raureif den Garten mit prachtvollen und gespenstisch anmutenden Bildern. Stehengelassene Samenstände werden spätestens im zeitigen Frühjahr zurückgeschnitten. Einen eigentlichen Winterschutz benötigen die meisten Blütenstauden nicht. Wo hingegen oft starke Fröste auftreten, ohne dass Schnee liegt, können empfindliche Stauden mit Laub oder Tannzweigen geschützt werden.

2. Rasen kurz schneiden

Ein letztes Mal geschnitten wird der Rasen. Um Schimmelbildung zu verhindern, Laub und Pflanzenreste gründlich entfernen. Danach sollte der Rasenmäher und alle anderen Gartenwerkzeuge gesäubert, gefettet und trocken verstaut werden. Im nächsten Frühjahr werden Sie das zu schätzen wissen!

3. Gartenbeete schützen

Im Frühjahr benötigen Blumen und Gemüse gesunden und fruchtbaren Boden. Abgeräumte Gartenbeete sollten deshalb nicht «nackt» in den Winter gehen. Die Natur schützt sich nämlich vor Witterungseinflüssen mit einem Bewuchs und verhindert somit das Ausschwemmen der Nährstoffe bei Regen oder das Austrocknen des Bodens. Deshalb die Gartenbeete im Herbst mit einer schützenden Mulchschicht aus organischem Material wie Rasenschnitt, Laub, Stroh- oder Grünguthäcksel oder spezielles, im Handel angebotenes Mulchmaterial abdecken. Bis zum Frühling ist die Schicht weitgehend abgebaut und von Bodenlebewesen in den Boden eingearbeitet.

4. Kübelpflanzen ins Winterquartier

Frostempfindliche Kübel- und Balkonpflanzen wie Olive, Oleander, Zitrus, Geranien, Fuchsien und Co. unbedingt vor den ersten Nachtfrösten ins Winterquartier einräumen. Vor dem Einräumen werden die Pflanzen leicht zurückgeschnitten. Im Winterquartier bleiben die Pflanzen in der Regel in ihren Gefässen und Töpfen stehen und werden nur sehr zurückhaltend gegossen. Als Winterquartier eignet sich ein frostfreier und heller Standort. Kübelpflanzen, Kronenbäumchen und Blumenampeln lassen sich auch vom Fachmann überwintern. Zahlreiche Fachgeschäfte und Gärtnereien bieten diesen Service an und bringen die Pflanzen unter optimalen Bedingungen durch den Winter.

5. Winterharte Topfpflanzen schützen

Winterharte Topfpflanzen, die im Winter draussen bleiben, stellt man auf kleine Hölzer. Diese schützen den Topf vor der Spannung, die von gefrorenem Schnee ausgehen kann. Das Topfmaterial sollte winterfest sein, sonst droht der Topf in der Kälte zu sprengen. Die Pflanze braucht im Winter genügend Schutz vor der Bise. Wenn möglich stellt man die Pflanze dicht an die Hausmauer.

Auch Pflanzen mögen Kleider: Ein Mantel aus Wintervlies schützt das Gewächs vor Kälte, Frost und Wintersonne. Das Wintervlies kann je nach Gewächs um den Topf oder um die ganze Pflanze gelegt werden. Am besten informiert man sich im Fachhandel über die Bedürfnisse der einzelnen Arten. Ist die Pflanze an ihrem Winterstandort nicht dem Regen ausgesetzt, muss sie regelmässig leicht gegossen werden. Allerdings nur an frostfreien Tagen,damit das Wasser nicht einfriert.

6. Laub rechen

Von den Bäumen herabgefallenes Herbstlaub sollte vom Rasen entfernt werden. Bleibt es liegen, erhalten die Gräser zu wenig Licht und vergilben. Auf leeren Gartenbeeten und unter Büschen und Bäumen kann es jedoch verteilt werden. Käfer, Tausendfüssler und andere Bodenlebewesen zerkleinern die Blätter. Übrig bleibt eine fruchtbare Gartenerde. Wenn es nicht zu dicht liegt, bietet Laub auf Blumenrabatten- und Gartenbeeten den Pflanzen Schutz vor Frost und Kälte. Damit das Laub vom Wind nicht verfrachtet wird, kann es mit Ästen beschwert werden. Bis zum nächsten Frühjahr ist das Laub dann abgebaut. Wer will, kann mit angehäuftem Laub und Ästen in einer ruhigen Ecke des Gartens dem Igel ein willkommenes Winterlager anbieten.

7. Gartenmöbel wegstellen

Gartenmöbel aus Aluminium, Edelstahl, Granit oder Kunststoffgeflechten sollten an einem geschützten Ort, beispielsweise unter dem Balkon oder in der Garage, verstaut werden. Zwingend an einem trockenen Ort im Innenbereich aufbewahrt müssen auch Möbel aus Eisen, weil diese in Verbindung mit Nässe ansonsten zu rosten beginnen.

Speziell für den Outdoor-Bereich geeignete Hölzer wie Teak oder Robinie könnten an sich draussen überwintern. Allerdings ist die Patina, die sich dabei entwickelt, nicht jedermanns Sache. Deshalb sollten auch wetterfeste Holzmöbel und Möbel aus Bambus an einem Ort überwintern, wo sie vor der Witterung geschützt sind. Vorher wird das Holz mit einer Spezialseife gereinigt und, wenn es wieder trocken ist, mit feinstem Schleifpapier leicht abgeschliffen und danach eingeölt.

Wie textile Bezüge von Outdoormöbeln sollten auch Sonnenschirme den Winter im Trockenen verbringen. Der Grund: Auch wenn die Stoffe mit einem wasserabweisenden Material verstärkt sind, nehmen sie doch Feuchtigkeit auf und fangen an zu schimmeln, zudem nimmt der UV-Schutz bei Sonnenschirmen dadurch ab.  

Wie wird der Garten winterfest? 

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