Obstspalier: Garant für fruchtige Aussichten

Eine Hauswand und der Obstspalier machen es möglich: Fruchtige Aussichten auf Birne, Aprikose, Apfel, Pfirsich und Sauerkirsche (Weichsel). Spalierobstbäume wachsen praktisch an jeder Hausseite weil die Hauswand für das nötige Klima sorgt.

Spalierobstbäume wachsen praktisch an jeder Hausseite weil die Hauswand für das nötige Klima sorgt.
Spalierobstbäume wachsen praktisch an jeder Hausseite weil die Hauswand für das nötige Klima sorgt.

(sku) Attraktiv und manchmal leicht verwunschen sehen sie aus, Häuser welche sich hinter Spalierpflanzen verstecken. Zudem kommt, dass die Hauswand den Spalierobstbäumen als eigentlicher Wachstumsförderer dient. Selbst in rauen klimatischen Gegenden gedeihen am Spalier saftige Pfirsiche, feine Aprikosen, edle Birnen oder knackige Äpfel, weil die Hauswand ganz von selber das nötige Klima schafft. Im Sommer nimmt sie tagsüber die Wärme auf, speichert diese und gibt sie nachts wieder ab. Diese Eigenschaft ist für das Spalierobst entscheidend. Sie ermöglicht auch Wärme liebenden Pflanzen ein optimales Wachstum.

Welche Wand?

Ausser an Nordwänden wachsen Spalierobstbäume praktisch an jeder Hausseite. Je sonniger der Standort, umso besser sind Wachstum und Ertrag. Um einen Obstspalier an der Hauswand zu ziehen, ist ein entsprechendes Gerüst nötig. Die Grösse des Gerüstes ist nicht von Belang, denn der Spalierobstbaum wird nur so gross, wie man ihn auch selber zieht. Mächtige Birnen lassen sich zum Beispiel über die ganze Hauswandbreite ziehen, Pfirsiche dagegen wachsen besser, wenn sie nicht allzu gross werden.

Zum Bau eines Spaliergerüstes eignen sich Dachlatten aus Holz oder Draht. Wer imprägniertes Holz verwendet, sollte unbedingt umweltfreundliche Mittel, welche den Pflanzen nicht schaden anwenden. Im Fachhandel sind zudem auch Systeme aus Drahtseil erhältlich.

Schräg Pflanzen

Gepflanzt werden Spalierobstbäume im Frühjahr oder im Herbst. In der Pflanzgrube müssen die Wurzeln genügend Platz finden. Dabei sollte der Baum mindestens 20 cm von der Wand entfernt stehen und die kräftigen Seitentriebe möglichst nach links und rechts zeigen. Zudem wird der Stamm leicht gegen die Wand geneigt. Nach dem Pflanzen die Erde gut andrücken und kräftig wässern.

Anders als freistehende Bäume benötigen Spalierpflanzen keine Stützpfähle. Der Baum wird direkt am Wandgerüst festgemacht.

Nach dem Pflanzen folgt der erste Schnitt. In der Regel werden dem Baum nur je zwei Seitentriebe gelassen und der Mitteltrieb kräftig eingekürzt. Geschnitten wird so, dass das oberste Auge (Knospe) nach vorne, also von der Wand weg gerichtet ist. Die Seitentriebe werden um rund einen Drittel eingekürzt. Auch hier sollte das äussere Auge nach vorne zeigen. Die Seitentriebe werden möglichst waagerecht am Spaliergerüst festgebunden.

Bei Äpfel und Birnen lässt sich der Mitteltrieb auch gänzlich entfernen. Weitergezogen werden dann mindestens vier Seitentriebe. Bei Aprikosen oder Pfirsich lassen sich mehrere Seitentriebe ziehen.

Niederstammbäume

Nebst dem Spalierobst sind für den kleinen Hausgarten ebenso Niederstammbäume geeignet. Sie benötigen wenig Platz und bringen ebenfalls guten Ertrag. Für den Hausgarten wurden in den vergangenen Jahren Sorten gezüchtet, die robust und kaum anfällig auf Krankheiten sind.

  • Apfelsorten: Florina, Resi, Liberty, Topaz.
  • Birnensorten: Gute Luise, Clapps Liebling, Benita, Isolda.

Zusätzliche Informationen

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